Wildtiere

Braunbär M49 wieder auf der Flucht

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Wohl mit etwas Zähneknirschen hat die Trentiner Landesregierung bekanntgegeben, dass dem Braunbär M49 erneut die Flucht aus einem Gehege im Wildtierzentrum Casteller südlich von Trient gelungen ist.

M49 sorgte fast genau vor einem Jahr für Schlagzeilen, als er nach seiner Gefangennahme ausgebüxt ist. Nach langer Suche konnte das Tier im April dieses Jahres mit einer Rohrfalle wieder eingefangen werden.

Nun mausert sich M49 offenbar zum Ausbrecherkönig. Dieses Mal kletterte er nicht über den Zaun. Stattdessen gelang es ihm – laut ersten Rekonstruktionen – in der Nacht die elektrisch gesicherte Barriere zu überwinden. Von dort kam er zu einem weiteren Zaun, der mit zwölf Millimeter dicken Eisenstäben gesichert ist. Mit purerer Muskelkraft bog sich der Bär die Stangen zurecht und entschwand in die Finsternis.

Braunbär M49 wieder auf der Flucht
Braunbär M49 wieder auf der Flucht
Braunbär M49 wieder auf der Flucht
Braunbär M49 wieder auf der Flucht

In der Nacht auf den 29.7.2020 sei eine andere Bärin in der Gegend eingefangen und besendert worden, aber es handele sich nicht um das gesuchte Tier, berichtete die Nachrichtenagentur «Ansa» aus dem Trentino.

Sein Ruf als Ausbrecherkönig hat ihm den Spitznamen Papillon beschert, nach dem Helden des gleichnamigen Gefangenenromans des französischen Schriftstellers Henri Charrière (1906-1973). Mehr als neun Monate nach seiner ersten Flucht, in denen «M49» Dutzende Nutztiere gerissen haben soll, tappte er im April in eine Falle der Förster.

Papillon soll trotz Flucht nicht abgeschossen werden

Italiens Umweltminister Sergio Costa appellierte laut Medienberichten, Papillon nicht abzuschiessen. «Er hat nie jemanden angegriffen», sagte Costa. Provinzpräsident Maurizio Fugatti hatte zuvor gesagt, dass es schon viel zu viele Bären im Trentino gebe. «M49» trägt ein Signalband und wurde nach Angaben der Provinz zuletzt am Monte Marzola oberhalb von Trient geortet. Umweltschützer demonstrierten am Mittwoch dafür, den Bären in Freiheit zu lassen.

Im Trentino waren die Wildtiere mit einem Schutzprogramm extra wieder angesiedelt worden. Sie vermehrten sich so gut, dass dort inzwischen etwa 90 Braunbären leben dürften.

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