Wildtiere

Berner Oberland: Junger Bartgeier fliegt erstmals aus

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Zum ersten Mal seit rund 100 Jahren hat ein Bartgeierpaar im Kanton Bern erfolgreich einen Jungvogel aufgezogen. Der junge Bartgeier flog vor wenigen Tagen im westlichen Berner Oberland aus seinem Horst aus. In den letzten Jahren waren Bartgeier im Berner Oberland immer wieder anwesend, eine erfolgreiche Brut wurde bislang aber nicht beobachtet.

Diesen Frühling hat es geklappt: Ein Bartgeierpaar hat im westlichen Berner Oberland einen Horst gebaut und darin erfolgreich gebrütet. Die Stiftung Pro Bartgeier und die Wildhut des Kantons Bern gehen davon aus, dass das Jungtier Mitte März 2020 geschlüpft ist. Nach rund vier Monaten hat der junge Vogel seinen ersten Flug erfolgreich absolviert und den Horst verlassen. Der Bartgeier – vielfach auch König der Alpen genannt – findet im Berner Oberland gute Lebensgrundlagen. Entsprechend werden Bartgeier dort seit einigen Jahren wieder regelmässig gesichtet, eine erfolgreiche Brut wurde bislang aber nicht festgestellt. «Der Bartgeier ist eine Bereicherung für die Tierfauna im Kanton Bern. Leider waren die Bartgeier lange Zeit aus den Berner Alpen verschwunden. Umso mehr freut es mich, dass Bartgeier in unserem Kanton wieder heimisch werden», sagt Jagdinspektor Niklaus Blatter. Der Standort des Horsts gibt das Jagdinspektorat nicht bekannt, um die empfindlichen Bartgeier von möglichen Störungen zu schützen.

Bartgeier sind nach wie vor selten

Bartgeier waren bis Ende des 19. Jahrhunderts im Berner Oberland heimisch. Eine ornithologische Karte aus dem Jahr 1889 weist die Regionen um Gsteig und Meiringen als letzte Rückzugsorte des Bartgeiers in den Berner Alpen aus. Die Tiere wurden in dieser Zeit gezielt ausgerottet. Seit 35 Jahren werden Bartgeier im Alpenraum wieder angesiedelt. Sie sind aber nach wie vor selten. Der Bestand in den ganzen Alpen wird auf rund 300 Tiere geschätzt. Der Bestand in der Schweiz wächst aber kontinuierlich. Inzwischen leben wieder Brutpaare in 13 Territorien im Kanton Graubünden und in acht Territorien im Kanton Wallis.

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