Uli Hoeness hat zu fast jedem Thema eine Meinung, oftmals aber wenig Ahnung.

Der Ex-Bayern-Chef fürchtet wohl um sein Wurst-Imperium.

In einem Podcast des Radiosenders Antenne Bayern wettert Uli Hoeness über die vegane Ernährung. Sie mache auf Dauer krank, ausserdem seien vegan lebende Menschen militant.

Antenne Bayern Sonntagsfrühstück mit Uli Hoeness

Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf die Dauer nur krank werden„, erklärte der 69-jährige ehemalige Wurstfabrikant seines Unternehmen HoWe Wurstwaren, wobei HoWe für Hoeness und Weiss steht. Heute wird das Unternehmen von seinen beiden Kindern geleitet. Tochter Sabine ist Komplementärin und Sohn Florian hat Einzelprokura über die HoWe Wurstwaren KG.

Uli Hoeness wurde selbst schon wegen Herzproblemen behandelt und hat laut Medienberichten Bluthochdruck. Mit solchen Aussagen manövriert sich Hoeness ins Abseits. Will er weiter am Ball bleiben, empfehlen wir ihm dringend, seine Wurstproduktion einzustellen und selbst Veganer zu werden. 

Der Konsum von Fleisch und Milch steht, wie in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde, in enger Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2. 

PETA lädt Uli Hoeness freundlicherweise ein, an ihrem Veganstart-Programm teilzunehmen – damit er sich auch weiterhin mit Kurzpässen beschäftigen kann statt mit Bypässen. 

Sogar der Chef des Unternehmens Rügenwalder Mühle, das einen Grossteil seines Umsatzes mittlerweile mit Pflanzenwurst erzielt, hat die Zeichen der Zeit schon 2014 erkannt: ‚Wurst ist die Zigarette der Zukunft´, sagte Christian Rauffus damals. 

Immer mehr Menschen erkennen, dass eine ausgewogene pflanzliche Ernährung das Beste ist, was sie für ihren Körper, die Tiere sowie unseren Planeten tun können – hoffentlich gehört Herr Hoeness auch bald dazu, kommentiert Harald, Ullmann, 2. Vorsitzender bei PETA Deutschland e.V.

2014 trat Uli Honess aufgrund einer Freiheitsstrafe wegen Steuerhinterziehung von seinen Funktionen als Präsident des Vereins und als Vorsitzender des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG zurück. Nach der vorzeitigen Haftentlassung auf Bewährung übte er von 2016 bis 2019 beide Ämter erneut aus. Seit seinem Verzicht auf eine Wiederwahl als Präsident ist er einfaches Aufsichtsratsmitglied und Ehrenpräsident.

Am 17. Februar 1982 überlebte der damals 30-Jährige den nächtlichen Absturz eines zweimotorigen Propellerflugzeuges vom Typ Piper PA-34 Seneca. Gemeinsam mit drei Freunden, darunter dem Piloten und früheren Skirennläufer Wolfgang Junginger, war er auf dem Weg von München nach Hannover zu einem Fußballländerspiel gegen Portugal. Kurz nach 20 Uhr stürzte das Flugzeug vor der beabsichtigten Landung auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen im Schwarzen Moor zwischen Resse und Heitlingen ab.

Rund eine Stunde später fand ein Hobby-Jäger Hoeness, der unter Schock stehend orientierungslos und blutüberströmt durch den Wald kroch. Hoeneß war der einzige Überlebende. Experten kamen später zu dem Schluss, Hoeneß’ Sitzplatz hinten rechts im Flugzeug habe ihm das Leben gerettet – und die Tatsache, dass er nicht angeschnallt war und aus dem Flugzeug geschleudert wurde. Dabei zog er sich Brüche von Arm und Knöchel und eine Gehirnerschütterung zu. Er sagte einmal, er erinnere sich an kaum etwas.

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