Nike ist in die Kritik geraten, weil das Unternehmen Kängurus für die Herstellung seiner Fussballschuhe aus Leder verwendet.

Tierschützer in Australien sind der Meinung, dass der weltgrösste Schuhhersteller dazu beiträgt, diese Tierart aussterben zu lassen.

Am Wochenende versammelten sich Demonstranten vor den Nike-Filialen in Sydney, Melbourne und Brisbane, um das Unternehmen aufzufordern, auf vegane Alternativen umzusteigen.

Laut einer Pressemitteilung der Animal Justice Party NSW (New South Wales, der Staat, in dem Sydney liegt) ist Nike der grösste Abnehmer von Känguruleder.

Mehr als 40’000 Kängurus werden allein in NSW jeden Monat aus diesem Grund getötet, so die Partei. In dieser Zahl nicht enthalten sind Kängurus, die von Landwirten, bei der Freizeitjagd oder als überfahrene Tiere getötet werden, sowie Jungtiere, deren Tod nicht mitgezählt wird.

Nach Angaben des Naturschutzbiologen Daniel Ramp leiden sogar überlebende Jungtiere. Ramp sagt, dass Jungtiere, die sahen, wie ihre Bande gejagt wurde, danach kein Spielverhalten mehr an den Tag legten. Die Mitglieder der Animal Justice Party nannten die Informationen „herzzerreissend„.

Der Gruppe schlossen sich am Wochenende mehr als 15 internationale und nationale Organisationen an, die sich an der gegen Nike initiierten Tierschutzkampagne beteiligten.

Jeder, der Känguru-Leder kauft oder verkauft, kann sich dieser einfachen Tatsache nicht entziehen: Die kommerzielle Känguru-Tötungsindustrie ist industrialisierte, legalisierte Tierquälerei„, sagte der Spitzenkandidat der Animal Justice Party für den Senat, Darren Brollo, bei dem Protest.

Es ist nicht anders als das Verprügeln von Sattelrobbenbabys in Übersee, das die Australier oft so schnell verabscheuen. Das Massaker an unseren einheimischen Tieren ist ein schrecklicher Preis für ein Paar Schuhe„, fügte er hinzu.

In einer separaten Erklärung bezeichnete der Abgeordnete Mark Pearson die Branche als profitorientiert, grausam und umweltzerstörerisch.

„Nike muss die Verantwortung für seinen Beitrag zum nächtlichen Erschlagen von Tausenden von Känguru und zum regionalen Aussterben von Kängurus in ganz Australien übernehmen„, sagte Pearson.

Es ist seit langem bekannt, dass es in Australien eine Vielzahl von Kängurus gibt, die nur in einer Handvoll Länder leben. Eine kürzlich durchgeführte parlamentarische Untersuchung hat jedoch bestätigt, dass die kommerzielle Industrie die Kängurus in die Ausrottung treibt, heisst es in der Pressemitteilung der Animal Justice Party.

Ein liberaler Abgeordneter, der der Untersuchung beiwohnte, hatte eine „Gewissenskrise„, heisst es weiter, und wandte sich mit seinen Bedenken an die Medien.

Person fuhr in seiner Erklärung fort: „Es gibt unzählige pflanzliche Alternativen zu Tierhautleder, und Nike hat die Chance, bei der Entwicklung der weltweit besten veganen Fussballschuhe, die besser für den Planeten und alle Tiere sind, eine Vorreiterrolle zu spielen.“

1 Kommentar

  1. Silvia Steiner Antworten

    Ich verachte diese Känguru-Killer u.ebenso Nike,Puma u.Co.die daran schuld sind!!!

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