Vegan

Heutige Kuhmilch ist nachhaltig ungesund

Am 1. Juni wird alljährlich der Tag der Milch zelebriert.

Milch kommt bei schweizerischen Verbrauchern immer mehr aus der Mode.

Als möglicher Grund für den Abwärtstrend bei der Kuhmilch, welche längst kein lokales Naturprodukt mehr ist, wird der verstärkte Konsum pflanzlicher und somit tierfreundlichen Alternativen genannt. Zum Beispiel von ökologischen Hafer-, Soja- und Mandeldrinks.

Im Durchschnitt der Jahre 2000/02 wurde pro Kopf der schweizerischen Bevölkerung noch rund 84,63 kg Kuhmilch konsumiert, seither sinkte dieser Wert vernünftigerweise sogar unter 50 kg (Stand: 2019).

Fast schon eine Kampfansage an die Milchindustrie ist der CO2-Fussabdruck, den die Haferalternative aufweist. So gibt beispielsweise der schwedische Produzent Oatly für die Herstellung eines Kilogramms seines Haferdrinks eine CO2-Emission von 0.29 Kilogramm an. Kuhmilch hingegen hat laut verschiedenen Quellen einen Fussabdruck von mindestens 0.9 Kilogramm CO2 und schneidet somit in der Klimabilanz rund dreimal schlechter ab.

Die Aussagen auf den Werbeplakaten (Lovely) von Swissmilk und auf der Swissmilk-Website sind regelmässig fachlich klar falsch und irreführend.

Stickstoffüberschüssen der Milchproduktion schädigen zudem die Artenvielfalt und 14 % der Milchkühe sehen während ihrer Produktionszeit nie eine Weide. Es ist unnatürlich für Menschen den heutigen gesundheitsschädlichen weissen Saft mit Umweltgiften, Antibiotika, Bakterien, Chemikalien, usw. zu trinken und auch die Tiere leiden darunter.

Die Nachfrage explodiert

Milch macht müde Männer munter“, hiess es in den 80er-Jahren. Gemeint war damals ausschliesslich die Muttermilch von Kühen. An Soja-, Reis- oder Hafermilch dachte noch niemand. Des Stabreimes wegen wurden nur die Männer bedacht. „Die Milch macht´s“, so ein paar Jahre später, um auch Frauen anzusprechen. Der Kuhmilch wurde seinerzeit der gesundheitliche Vorteil angedichtet, wegen des vielen Calciums Osteoporose vorzubeugen. Stimmt aber gar nicht, wie viele unabhängige Studien inzwischen nachgewiesen haben. Kuhmilch hat auch einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die die Blutfettwerte und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Studien zeigen, dass Kuhmilch das Risiko für Brustkrebs erhöht. Daneben wird Kuhmilchkonsum auch mit einem stark erhöhten Prostatakrebs-Risiko in Verbindung gebracht.

Die Ausgaben des Bundes für die Förderung von tierischen Produkten sind fast fünfmal so hoch wie jene für pflanzliche Produkte (39 gegenüber 8 Millionen Franken). Das bedeutet, dass der Bund den massiven Verbrauch von ungesunden tierischen Produkten mit öffentlichen Geldern unterstützt, obwohl deren Erzeugung weitgehend von unökologischen importierten Futtermitteln abhängt.

Dem globalen Hafermilchmarkt prognostizieren Marktbeobachter bis 2026 eine Grösse von über zwei Milliarden US-Dollar – mit zweistelligen Wachstumsraten. In den letzten Jahren hatte auch die Migros Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich. In den letzten zehn Jahren haben sich die Verkäufe bei Coop gar verdreifacht.

Wild beim Wild

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