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Fleischesser produzieren fast 60 % mehr Treibhausgase als Vegetarier

Forscher der University of Leeds untersuchten den Kohlenstoff-Fussabdruck von 3’000 Lebensmitteln und fanden heraus, dass Nicht-Vegetarier 59 % mehr Treibhausgasemissionen verursachen als Vegetarier.

Für die Studie führten Darren Greenwood, leitender Forscher an der Universität Leeds, und seine Kollegen eine detaillierte Analyse von mehr als 3’000 verschiedenen Lebensmitteln durch und bewerteten die Treibhausgasemissionen, die bei der Herstellung der einzelnen Lebensmittel entstehen.

Im Rahmen der Studie verknüpften die Forscher die Lebensmittel mit einer automatischen Online-Ernährungsbewertung von 212 Erwachsenen über drei 24-Stunden-Zeiträume. Die Unterschiede bei den Treibhausgasemissionen wurden nach Ernährungsmustern, demografischen Merkmalen und der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Nährstoffzufuhr untersucht, um festzustellen, ob eine weniger umweltverträgliche Ernährung häufig auch stärker verarbeitet, energiedichter und nährstoffärmer ist.

Die Forscher fanden heraus, dass Fleisch mit 32 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Verbindung gebracht wird und dass Milchprodukte 14 % des Kohlenstoff-Fussabdrucks von Lebensmitteln ausmachen. Zu den weiteren Lebensmitteln, die einen bemerkenswerten Einfluss auf das Klima haben, gehören Getränke wie Tee, Kaffee und Alkohol, die 15 % der ernährungsbedingten Treibhausgase verursachen, sowie Kuchen, Kekse und Süssigkeiten, die fast 9 Prozent ausmachen.

Fleisch war der dominierende Faktor für ernährungsbedingte Treibhausgasemissionen und erklärte die meisten Unterschiede zwischen den Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit vegetarischer und nicht-vegetarischer Ernährung sowie zwischen den Unterschieden in den Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Ernährung von Männern und Frauen„, so die Autoren der Studie. Getränke wie Tee und Kaffee sowie Kuchen, Kekse und Süsswaren erklärten jedoch ein Viertel der ernährungsbedingten THG-Emissionen und stellten alternative Wege zur Verringerung der ernährungsbedingten THG-Emissionen dar.

Insgesamt ergab die Studie, dass die Treibhausgasemissionen bei nicht-vegetarischer Ernährung um 59 % höher sind als bei vegetarischer Ernährung. Darüber hinaus ergab die Untersuchung, dass die Ernährung von Männern 41 % höhere Emissionen verursacht als die von Frauen, was in erster Linie auf den höheren Fleischkonsum zurückzuführen ist, so die Studienautoren.Diejenigen, die die Ernährungsempfehlungen einhielten, hatten im Allgemeinen geringere ernährungsbedingte Treibhausgasemissionen, was darauf hindeutet, dass künftige Massnahmen zur Förderung nachhaltiger Ernährungsmuster und pflanzlicher Ernährung sowohl für die individuelle als auch für die globale Gesundheit von Vorteil sein könnten„, so die Autoren der Studie.

Die hohe Umweltbelastung durch Fleisch

Die Ergebnisse der Studie stimmen mit früheren Untersuchungen überein, wonach tierische Lebensmittel, insbesondere Rindfleisch, die grössten Umweltauswirkungen haben. Eine Studie, die Anfang dieses Jahres in der Fachzeitschrift Nature Food veröffentlicht wurde, ergab, dass die Fleischproduktion für 57 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist – doppelt so viel wie der Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für Lebensmittel.

Für die Studie quantifizierten die Forscher die Treibhausgasemissionen aus der Produktion und dem Verzehr von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln und erstellten eine Datenbank, die ein Emissionsprofil von 171 Nutzpflanzen und 16 tierischen Produkten aus mehr als 200 Ländern enthält.

Während die Studie zu dem Schluss kommt, dass die Verwendung von Kühen, Schweinen, Hühnern und anderen Tieren für die Lebensmittelproduktion für den Grossteil aller Emissionen aus der Lebensmittelproduktion verantwortlich ist, fanden die Forscher heraus, dass allein Rindfleisch für ein Viertel der Emissionen aus der Aufzucht und dem Anbau von Lebensmitteln verantwortlich ist. Der Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für die Lebensmittelproduktion machen dagegen nur 29 % der Emissionen aus, der Rest stammt aus anderen Landnutzungen wie Baumwolle oder Gummi.

Umweltexperten haben darauf hingewiesen, dass die Aufzucht und Schlachtung von Tieren zur Nahrungsmittelerzeugung für höhere Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, da nicht nur mehr Land und Wasser benötigt wird, sondern auch die Abgase und der Dung der Tiere zur Kohlenstoffbilanz des Fleisches beitragen, ebenso wie die Anbauflächen, die für die Ernährung der Tiere und nicht der Menschen genutzt werden.

1 Kommentar

  1. Weniger Fleisch essen ist gesünder und dient dem tierwohl.früher hat man vom Metzger am Wochenende mal einen Braten gegessen. Tiere sind keine Ramschware sondern Lebewesen und sollten mit Respekt behandelt werden. Die Menschen haben den Tieren die Hölle auf Erden gebracht. Der Virus ist schon eine Strafe. Weniger Fleisch essen bedeutet tierwohl. K.erker

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