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Europäisches Parlament befürwortet pflanzliche Ernährung zur Bekämpfung von Krebs

Das Europäische Parlament hat die EU aufgefordert, eine pflanzliche Ernährung zu fördern und den Fleischkonsum zu reduzieren, um Krebs zu bekämpfen.

Krebs ist mit 3,7 Millionen Neuerkrankungen und 1,9 Millionen Todesfällen pro Jahr die zweitgrösste Todesursache in Europa – ein Viertel aller Krebsfälle weltweit.

Véronique Trillet-Lenoir vom Special Committee on Beating Cancer (BECA) nannte die Strategie „historisch, sowohl in Bezug auf ihre Ambitionen und Ziele als auch in Bezug auf die Ressourcen, die wir bereitstellen werden.

Wir werden endlich in der Lage sein, gemeinsam effektiv gegen die gesundheitlichen Ungleichheiten zu kämpfen, die innerhalb der Europäischen Union bestehen, und auf die Bedürfnisse von Millionen von Europäern einzugehen, die von dieser Krankheit betroffen sind“, sagte Trillet-Lenoir.

Ein neuer Weg im Kampf gegen den Krebs

Die neue Strategie verschiebt den Fokus von Arzneimitteltests auf präventive Forschung zu krebserregenden Chemikalien, einschliesslich der Förderung einer ausgewogenen, pflanzlichen Ernährung anstelle von Fleisch, ultra-verarbeiteten Lebensmitteln und Lebensmitteln mit hohem Zucker-, Salz- und Fettgehalt.

Fleisch und tierische Produkte sind in Europa von grosser gesellschaftlicher Bedeutung, wobei krebserregende Lebensmittel wie Salami und Frankfurter in die europäische Kultur verwoben sind.

Zur Strategie sagte Dr. Joanna Swabe, Senior Director of Public Affairs von Humane Society International (HSI):

Es ist ermutigend zu sehen, dass das Europäische Parlament die mit tierischen Produkten verbundenen Risikofaktoren sowie die schützenden Vorteile einer stärker pflanzlichen Ernährung anerkennt.“

Es gibt immer mehr wissenschaftliche Beweise dafür, dass der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, dass verarbeitetes Fleisch krebserregend ist, dass rotes Fleisch wahrscheinlich Ihr Darmkrebsrisiko erhöht und dass der Verzehr von weniger als zwei Scheiben Speck pro Tag Ihr Darmkrebsrisiko um 18 Prozent erhöht.

Pflanzliche Ernährung gegen Krebs

Die WHO stuft verarbeitetes Fleisch (wie Schinken, Speck und Würste) als Karzinogen der Gruppe 1 ein, von dem bekannt ist, dass es Krebs verursacht.

Obwohl Darmkrebs eine der häufigsten Krebsarten in Europa und führend bei Krebstodesfällen ist, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass eine gesunde Ernährung eine vorbeugende Massnahme ist – mit einer Ernährung, die reich an Ballaststoffen und Hülsenfrüchten und arm an tierischem Eiweiss und Fett ist und vor Darmkrebs schützt.

Die Forschung hat auch herausgefunden, dass eine pflanzenbasierte vegane Ernährung krebsindikative Wachstumshormone bei Frauen um 13 % und bei Männern um 9 % reduziert.

Die neue Strategie fordert die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, eine harmonisierte Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung in Betracht zu ziehen, um fundierte, gesunde und nachhaltige Entscheidungen zu erleichtern.

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