Vegan

Anzahl vegan und vegetarisch lebender Menschen seit Pandemiebeginn verdoppelt

PETA: „Corona hat die Tierausbeutung als Ursache der Krise ins Blickfeld gerückt“
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Am 19.5.2021 stellte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Ergebnisse des Ernährungsreports 2021 vor. 

Demnach hat sich seit Beginn der Pandemie sowohl die Anzahl der Menschen, die sich vegan ernähren, als auch die Anzahl der vegetarisch lebenden Personen jeweils verdoppelt. Insgesamt haben rund zehn Millionen Deutsche Fleisch oder alle Produkte tierischen Ursprungs von ihren Tellern verbannt.

PETA sieht den Hauptgrund des massiven Anstiegs in der Coronakrise: Die Gesellschaft erkennt zunehmend, dass die tierausbeutende Industrie eng mit der Entstehung und Ausbreitung gefährlicher Krankheitserreger wie Corona zusammenhängt. Auch die Weltgesundheitsorganisation mahnt bereits seit Jahren, dass ein steigender Konsum von Produkten tierischen Ursprungs die Gefahr für Pandemien erhöht. Die Tierrechtsorganisation fordert die Politik nun auf, sämtliche Subventionen für die landwirtschaftliche Tierhaltung zu stoppen und den Wandel zur bio-veganen Landwirtschaft einzuläuten.

Tierställe, Märkte mit toten oder lebenden Tieren und Schlachthäuser sind regelrechte Brutstätten für potenziell tödliche Keime. Immer mehr Menschen verstehen diesen Zusammenhang und ernähren sich pflanzlich. „Nun muss jedoch auch die Politik handeln und Produkte tierischen Ursprungs deutlich höher besteuern. Daneben müssen zudem Subventionen in die Pflanzenproduktion umgeleitet werden, um den Wandel hin zur bio-veganen Landwirtschaft zu ermöglichen.

Bettina Eick, PETAs Fachreferentin für Ernährung

Während sich Anfang 2020 noch fünf Prozent der deutschen Bevölkerung vegetarisch und ein Prozent vegan ernährten, setzen in diesem Jahr bereits zehn Prozent auf eine vegetarische und zwei Prozent auf eine rein pflanzliche Ernährung. Nach PETAs Ansicht würde eine höhere Steuer auf Fleisch, Milch und Eier die Deutschen zusätzlich ermutigen, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Gleichzeitig würde diese Massnahme Landwirtinnen und Landwirten helfen, auf die bio-vegane Landwirtschaft umzusteigen. Dies würde erheblich zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, das Risiko für künftige Pandemien senken und zudem das Gesundheitssystem entlasten, da Fleisch und Milch „Zivilisationskrankheiten“ nachweislich begünstigen.

Konsum tierischer Produkte eine der Hauptursachen für Zoonosen

Drei von vier aller neu auftretenden Krankheitserreger wurden vom Tier auf den Menschen übertragen, sind also Zoonosen. Als eine der Hauptursachen für deren Entstehung nannte die WHO schon 2004 die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten. COVID-19, die Vogelgrippe H5N1, die SARS-Pandemie, das MERS-CoV, das gefährliche Ebolafieber, unzählige Opfer durch multiresistente Keime und sogar Aids – sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: die Ausbeutung von Tieren. Jede einzelne Kaufentscheidung kann zu einem erhöhten Risiko von Epidemien und Pandemien beitragen.

Problem auch der deutschen Politik bekannt

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft schrieb schon 2015 in einem Gutachten: „Tierische Lebensmittel bergen grundsätzlich Risiken für die menschliche Gesundheit. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit ergeben sich zum einen durch Erreger von Zoonosen, die in den Tierbeständen vorkommen und auf unterschiedlichen Wegen zu den Konsumenten/Konsumentinnen gelangen können, zum anderen durch verschiedene stoffliche Belastungen aus der Tierhaltung sowie durch die Entstehung von Resistenzen gegenüber Medikamenten.

1 Kommentar

  1. … und eine offenbar irre gewordene Baerbock, die „Grüne“ Möchte-gern-Kanzlerin, teilte kürzlich im BILD-Sonntag-Interview mit, „dass bei ihr auch ´Fleisch und Würstchen´ auf den Grill kommen und es Menschen hierzulande freigestellt ist, wie sie sich ernähren.“
    Dann verwechselt sie „Kobolde“ mit Kobalt bei der Klimadebatte ( https://www.youtube.com/watch?v=jPUfhGBPBKw ), ist Chefin der „Vielflieger-Partei“ und hat angeblich aus Versehen vergessen, ihre Nebeneinkünfte dem Bundestagspräsidenten zu melden.
    Widerwärtig ein solches Pharisäertum.
    Nein, wir haben „keinen Bock auf Baerbock“, auf eine solch ekelerregende Heuchlerin – die die Prinzipien der Grünen willfährig in den Dreck tritt um Wählerstimmen der Deutsch-Michl-Masse abzugreifen !
    Wer wählt da heute noch „Grün“?

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