Unkultur

Tiere in Obhut von Hobby-Jägern leiden auch in England

Investigativer Dokumentarfilm deckt grausame Praxis der Hobby-Jäger in Nordirland auf.

Bei der Jagd handelt es sich um einen blutigen Sport, bei dem absichtlich (oft tödliche) Kämpfe zwischen Jagdhunden und Wildtieren wie Füchsen oder Dachsen angezettelt werden. Diese grausame Praxis ist nicht nur in ganz Nordirland weit verbreitet und verursacht unvorstellbares Leid sowohl für die Hunde der Hobby-Jäger als auch für die gejagten Tiere.

Die neue Untersuchung enthüllte eine schattenhafte Unterwelt, in der private Mitgliedergruppen grafische Videos und Bilder von zerfetzten Beutetieren und brutal verletzten Hunden austauschen. Man geht davon aus, dass mindestens 150 Personen aktiv beteiligt sind und dass es in Nordirland jedes Jahr bis zu 14’000 Fälle der grausamen Dachsjagd gibt.

Die Dachsjagd ist in Nordirland illegal, da Dachse zu den geschützten Tierarten gehören. Füchse hingegen geniessen keinen solchen rechtlichen Schutz.

Wir würden es begrüssen, wenn die Polizei, wenn auch nur zeitlich befristet, eine Sondereinheit einrichten würde, die proaktiv gegen dieses Netzwerk von über 150 Dachsjägern in Nordirland ermittelt und sie vor Gericht zur Rechenschaft zieht. Während die Fuchsjagd legal ist, sind die Chancen auf eine Verurteilung als Dachsjäger gering, denn es gibt die Verteidigung, den Deckmantel des „Ich habe ja nur Füchse gejagt„, während es in Wirklichkeit Dachse waren, die sie gejagt haben. 99 % der Personen, die in Nordirland Köder auslegten, hatten es sowohl auf Füchse als auch auf Dachse abgesehen.

Brendan Mullen, USPCA Chief Executive

1 Kommentar

  1. Ursula Singh Reply

    Wie krank muss ein Mensch sein, der sich am Leiden eines Lebewesens ergötzen kann.

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