Unkultur

Sizilien: Pottwal gerät in illegales Fischernetz

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Ein Pottwal hat sich in der Nähe der Liparischen Inseln bei Sizilien in einem illegalen Fischernetz verheddert. Die italienische Küstenwache kämpft mit Biologen und anderen Helfern seit dem Wochenende darum, das rund zehn Meter lange Tier zu befreien.

Nach italienischen Medienberichten vom Montag soll es sich um eine weiblichen Pottwal handeln. Die Küstenwache zeigte ein Video, in dem ein Taucher mit einem Messer Teile des Netzes bearbeitet. Die Retter hatten grosse Schwierigkeiten, das aufgeregte und ängstliche Wildtier zu befreien – auch wegen der Grösse.

Trotzdem hätten sie Fortschritte gemacht, hiess es. Es sei gelungen, einen erheblichen Teil des Netzes zu entfernen, berichtete die Zeitung «La Repubblica». Dann befestigten sie eine Boje mit einem Blinklicht am Schwanz des Wals, um dem Wildtier auch im Dunkeln folgen zu können. Sie mussten die Aktion aber am Sonntagabend zunächst abbrechen und wollten Montag wieder starten. Die Küstenwache bei Sizilien selbst wollte am Montag auf Anfrage zunächst keine Auskunft zur Lage und zum Zustand des Wals geben.

Sizilien: Gute Taucher 

Pottwale gehören zu den Zahnwalen. Die Säugetiere kommen in vielen Weltmeeren vor und können sehr tief tauchen. Die Tiere ernähren sich etwa von Tintenfischen und Kalmaren. Im den vergangenen Monaten seien bei den Liparischen Inseln wiederholt Wale gesichtet worden. Vor rund drei Wochen hatte sich ein wohl männliches Tier ebenfalls in einem Netz verfangen, konnte aber befreit werden, schrieben Medien.

Fischer in Italien verwenden zum Teil immer noch sogenannte Spadara-Netze, obwohl sie seit langem verboten sind. Dabei handelt es sich um eine Art von Treibnetzen, die zum Teil riesig sind.

Die Küstenwache teilte mit, dass sie seit Januar über 100 Kilometer illegale Netze im südlichen Tyrrhenischen Meer beschlagnahmt habe; solche Netze ähneln dem Netz, in dem der Pottwal am Samstag gefangen wurde, hiess es.

Die Organisation sagte in einem Facebook-Post, sie habe ihre Bemühungen zur Bekämpfung des illegalen Fischfangs verstärkt.

1 Kommentar

  1. Christina

    Die Bärin hat völlig normal reagiert! Warum sollte nur der Mensch das Recht haben, zu töten! Außerdem hat sie sich nur verteidigt und wollte den Eindringling vertreiben! Schon das Wort Hobby Jäger bringt mich auf die Palme!! Töten als Hobby….

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