Unkultur

Rumänien: Massive Tierquälerei auf Pferdemärkten

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Ausgepeitscht, verprügelt und drangsaliert: Nahezu jedes Wochenende werden Pferde auf Märkten in ganz Rumänien mit tierquälerischen Methoden vorgeführt. Gemeinsam mit lokalen Tierfreunden gelang es PETA, die Zustände auf den Pferdemärkten in Berevoieşti und Mihăeşti zu dokumentieren.

Händler spannen die sensiblen Fluchttiere vor lange Baumstämme, Felsbrocken oder Kutschen mit blockierten Rädern und zwingen sie unter Peitschenhieben zu Höchstleistungen, um sie gewinnbringend zu verkaufen.

Einige Pferde brechen zusammen, viele von ihnen sind stark verwundet. Eine lokale Tierschutzvereinigung erstattete bereits Strafanzeige. PETA appelliert nun in einer Petition an die oberste Polizei- sowie an die oberste Veterinärbehörde, die Pferdemärkte zu verbieten.

Es ist ein Skandal, der im ganzen Land stattfindet. Auf dutzenden Pferdemärkten in Rumänien wird auf grausame Art und Weise gegen das Tierschutzgesetz verstossen“, so Dr. Carmen Arsene, Präsidentin der FNPA, dem Verband zum Schutz von Tieren in Rumänien. „Sind die Pferde einmal vor die Kutschen oder Holzstämme gespannt, wird mit Peitschen so lange auf die Tiere eingeschlagen, bis sie zusammenbrechen oder mit blutenden Wunden vom Feld ziehen.

Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA, ergänzt: „Rumänien befindet sich in einem kulturellen Wandel, aber leider gehört Tierquälerei noch immer zur Tagesordnung. Die Misshandlung der Tiere kann nur aufhören, wenn der Staat eingreift und geltende Gesetze durchsetzt. Mit unserer Petition appellieren wir daher nachdrücklich an die Behörden, die Pferdemärkte zu verbieten.

Die Märkte in Berevoieşti und Mihăeşti – zwei der grössten Pferdemärkte des Landes – stehen beispielhaft für hunderte Pferde- und Tiermärkte im ganzen Land, auf denen Tiere physisch und psychisch traumatisiert und verkauft werden. Ein Grossteil dieser Märkte ist illegal und wird entweder nicht oder nur unzureichend behördlich kontrolliert und die Tierquälerei entsprechend nicht geahndet.