In den oberen Etagen eines Kaufhauses in Bangkok (Thailand) befindet sich der Pata Zoo – einer der schlimmsten Zoos der Welt.

Marken wie Watsons und Lotus haben nun bestätigt, dass sie ihre Mietverträge in dem Einkaufszentrum vom Besitzer Kanit Sermsirimongkol nicht verlängern werden, nachdem sie von dem unsäglichen Leid der Wildtiere dort erfahren haben.

Ein weiblicher Gorilla namens Bua Noi ist seit 1983 ganz allein hinter Gittern in dem Zoo auf der siebten Etage. Und dann ist da noch Kat, ein Orang-Utan, der eigentlich im Dschungeldach von Borneo leben sollte, aber stattdessen in einem dunklen und schmuddeligen Käfig eingepfercht ist, mit wenig Gelegenheit für psychologische Stimulation oder körperliche Bewegung.

Alle Tiere in diesem Indoor-Zoo leiden – ihnen wird Sonnenschein, frische Luft und die Möglichkeit verweigert, sich zu bewegen oder sich mit den Verhaltensweisen zu beschäftigen, die ihrem Leben einen Sinn geben. Soziale Tiere wie Gorillas können nur in der Gesellschaft ihrer Artgenossen gedeihen, aber im Pata Zoo wird ihnen dieses fundamentale Bedürfnis verwehrt – in Bua Nois Fall seit Jahrzehnten.

PETA hat dem Direktor, Kanit Sermsirimongkol, des Pata Zoos mehrfach angeboten, bei der Vermittlung der ausgebeuteten Wildtiere in seriöse Auffangstationen zu helfen, wo sie Bäume zum Klettern, Gras zum Wälzen und andere Tiere zum Vergesellschaften hätten. Unverzeihlicherweise hat er das abgelehnt.

Untere Hölle

In der unteren Etage sind nachtaktive Tiere, Reptilien und Amphibien. Interessant sind die vielen Albino-Burma-Pythons, die der Zoo erfolgreich züchtet. Ausserdem werden Exemplare des Riesensüsswasserstechers ausgestellt, der grösste Süsswasserstechrochen der Welt und eine gefährdete Art.

Tierschützer reichten im September 2014 eine Petition mit 35’000 Unterschriften beim thailändischen Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP) ein, in der sie die Schliessung des Zoos und die sofortige Entfernung von Bua Noi aus dem Zoo forderten. Das DNP reagierte mit der Erklärung, es könne dem Pata Zoo nicht die Lizenz entziehen, da der Zoo nichts gegen das Gesetz getan habe. Der Generaldirektor des DNP argumentierte, dass der Wildlife Conservation and Protection Act es nicht verbiete, Tiere in Hochhäusern zu halten und der Pata Zoo daher nicht gegen das Gesetz verstosse, indem er einen Zoo auf einem Gebäude unterhalte.

Im März 2015 wurde berichtet, dass die thailändischen Behörden den Pata Zoo beschuldigten, gegen mehrere Gesetze verstossen zu haben, und die Entfernung aller grossen Tiere, einschliesslich Bua Noi, aus dem Zoo anordneten. Der Zoo weigerte sich, den Gorilla freizulassen und an einen anderen Zoo abzugeben. Im Februar 2020 befand sich Bua Noi immer noch in Gefangenschaft im Zoo. Nach einem Brand im Zoo später im Jahr schrieben die Schauspielerin Gillian Anderson und PETA an den Besitzer und baten ihn, „ehrlich darüber nachzudenken, wie das Leben für die Tiere dort ist und zu der Entscheidung zu kommen, den Zoo zu schliessen. Ende 2020 schrieb Sängerin Cher einen Brief an den thailändischen Umweltminister und bat ihn, „es in seinem Herzen zu finden„, ihr bei ihrer Mission, den Gorilla zu befreien, zu helfen.

Die Kosmetikfirma Cute Press und die Kosmetikfirma Oriental Princess beenden nun ebenfalls ihr Mietverhältnis in diesem Einkaufszentrum. PETA hat die restlichen Mieter angeschrieben und sie gebeten, dem Beispiel von Watsons und Lotus zu folgen und ihren Mietvertrag im Einkaufszentrum aufzulösen und sich dafür einzusetzen, dass die Wildtiere in ein Tierheim gebracht werden, um die Tierquälerei zu beenden.

3 Kommentare

  1. Kein Zweifel, das ist Tierquälerei und kein „Zoo“, sondern etwas ganz anderes, egal wie es sich nennt. Wenn es nicht ausgerechnet dieser unseriöse Haufen namens PETA wäre, der meiner Meinung nach zwar massenweise Spenden erbettelt, aber nichts gebacken kriegt und nur seine Funktionäre bezahlt, hätte der Spuk auch längst ein Ende. Aber PETA will offenbar ja gar keine Änderungen, dann wäre ja das Feindbild weg und die Spenden bleiben aus…

  2. magali strasser Antworten

    Tierschützer müssten die Tiere da abhollen und diese Hölle Schließen für immer

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