Unkultur

Hobby-Jäger erschiesst seltenes Albino-Reh

Bei Häutligen im Kanton Bern konnte man bis vor kurzem einem weissen Reh begegnen.

Nun wurde das Tier von einem ausländischen Hobby-Jäger erschossen. Der Wildhüter ist ausser sich. 

Es lockte viele neugierige Wanderinnen und Wanderer an: Zwischen Konolfingen und Wichtrach lebte in den letzten Monaten ein seltenes Albino-Reh. Nun aber ist das schneeweisse Tier tot, wie die «Berner Zeitung» unter Berufung auf die Aussagen eines Lesers berichtet. Dieser stiess bei einem Waldspaziergang auf ein Auto mit dem Kennzeichen von Bosnien-Herzegowina. «Dann hetzte ein Hund über den Weg, es fiel ein Schuss, und ich konnte es nicht fassen», wird der Mann zitiert. Wenige Meter weiter lag das weisse Reh auf dem Boden – erschossen. Wutentbrannt habe er den Hobby-Jäger zur Rede gestellt, erzählt der Leser weiter. Dieser habe ihm in gebrochenem Deutsch erklärt, dass er über das nötige Patent verfüge und er in diesem Wald jagen dürfe. 

Laut Wildhüter Fritz Dürig anerkennt der Kanton Bern grundsätzlich die Jagdprüfung aus Bosnien-Herzegowina; mit dieser könnten hierzulande Jagdpatente oder entsprechende Gästekarten erworben werden. Auch wenn ein Albino-Reh juristisch gesehen ein Reh wie jedes andere sei, verurteilt Dürig den Abschuss scharf: «Der Mann hat jedes Feingefühl vermissen lassen und der Jägerwelt keinen Dienst erwiesen», sagt Dürig zur «Berner Zeitung». Bereits in der jagdlichen Ausbildung lerne man, dass ein Albino-Tier nicht geschossen werde – «aus Respekt vor dieser Laune der Natur». 

«Weisse Rehe sind eine grosse Seltenheit», sagt ein anderer Wildhüter. Das lässt sich am besten daran zeigen, dass in seinem Gebiet als Wildhüter erst ein einziges Vollalbino- und drei Teilalbino-Rehe aufgetaucht sind. Und das in 33 Jahren.

Vor den Hobby-Jägern müssen die weissen Rehe sich übrigens nicht fürchten. Denn das bringe eine grosse Portion Pech mit sich, sagt der Wildhüter: «In Jägerkreisen sagt man, dass man nur noch ein Jahr zu leben hat, wenn man ein weisses Reh schiesst

11 Kommentare

  1. Ganz typisch mal wieder…..wir fūttern diese Leute von Bosnien durch weil sie Flūchten mūssen in Ihrem Land.
    Anpassung und Anstand fehlt aber an allen Ecken.
    Nun dūrfen Sie auch noch unsere Tiere jagen und erschiessen und Strafe gibts ja keine.
    Das passt zum tåglichen Geschehen dass wir erleben mūssen.
    Jagd ist sowiso eine Sauerei und nicht notwendig wie uns immer wieder gesagt wird.
    Ist nur eine EGO Krankheit wer hat was und wieviel erwischt.
    Dann heisst es noch: nein die Jåger wissen genau welche Rehmūtter grade Rehkitz hatten die ja zum ersten mal dann vor dem Winter stehen alleine ohne Mutter.
    Ach ja und dann kommt wieder in den Medien geschrieben : dass ein Jåger 8 Schafe geschossen…4 waren tot die anderen 4 musste man notschlachten….weil er dachte es wåren Wildsauen. Oder 2 Lama im Gehege erschossen weil er dachte es seien Rehe….ebenso ein Pony….
    Zum kotzen

  2. Jagd gehört international verboten. Den Wildtieren bleibt kaum noch Lebensraum. Den sollten wir ihnen lassen, ohne sie zu behindern und zu ermorden. Jäger sind Mörder ohne Respekt vor den Mitgeschöpfen, ohne Mitgefühl .

  3. Mark Tuber Reply

    Ist nicht der Mensch auch Teil der Natur? Und damit sogar Teil der Selbstregulation dieser? Wir als Spitzenprädator in diesem Ökosystem rotten so lange andere Tierarten aus, bis wir uns selbst unsere Lebensgrundlage entzogen haben. Die Natur wird das überleben, der dumme Spitzenprädator Mensch vielleicht nicht. Die Selbstregulation funktioniert mit und ohne Mensch. Und es gibt kein Ökosystem in Deutschland, in dem der Mensch keine Rolle spielt. Der NABU hat 2019 festgestellt, dass es in DE ca. 2,8 Prozent Naturwald gibt! Der Rest unseres schönen Waldes ist eigentlich Forst; und meist sogar lebensfeindliche Monokultur. Also entweder ist der Mensch Teil der Natur, oder es gibt überhaupt keine Natur in Deutschland.

  4. Selten so eine Ansamlung von Arroganz erlebt.
    Dann dazu, als Bild im Logo, ein Wolf, der im Rudel Tiere biss zur völligen Erschöpfung hetzt und dann zerfleischt, ohne gewissen, ohne Empathie.
    Was ist der Mensch für ein Grausamer Jäger.

  5. Es ist ja süß, wie einge hier immer noch das falsche Jäger-Narrativ wiedergeben, „Jagd sei ja notwendig“, und damit nichts anderes beweisen als daß sie weder im Biologieunterricht aufgepasst haben (in dem die Regulationsmechanismen der Natur eigentlich durchgenommen wurden, wie Umweltkapazität, Nahrungsangebot, innerartliche Konkurrenz, Keimruhe bei Rehen, synchronisierte Rauschigkeit bei Wildschweinen, etc.) ,noch sich selbst aktiv diesbezüglich weitergebildet haben, noch dazu zeigen sie eine erschreckende Eigenschaft, nämlich daß sie „Tötungen“ unschuldiger schmerzempfindlicher Wesen als gerechtfertigt sehen und somit ihren eigenen moralischen Komapss mal überprüfen sollten. Wo sind denn die wissenschaftlichen Langzeit-Vergleichs-Studien mit denen belegt wäre daß Jagd allen anderen Alternativen überlegen wäre? Gibt es nicht? Na, so was. Tollwut wurde NUR durch Impfköder beseitigt, und zwar NUR! Die Jagd hatte alles nur noch verschlimmert und kranke Füchse vertrieben und so zur Verbreitung geführt. Natur braucht keine JAGD sondern Fürsorge, und Kenntnis aller Zusammenhänge, das geht der Jägerschaft leider völlig ab, hier wird als Endlösung immer nur die Tötung praktiziert. Wie primitiv und einfältig, und einer modernen ethisch entwickelten Gesellschaft völlig unwürdig. Aber bekannterweise ist Brutalität ja die Sprache der Erbsenköpfe. Jagdinteressen haben NICHTS aber auch rein gar NICHTS mit Tierschtuz, Artenschutz oder Naturschutz zu tun, hier geht es um Geld (Geld pro Abschuss, Jagdbeteiligungen die erkauft werden, etc.), Ausübung von Macht über wehrlose Geschöpfe (Tötung als Triebabfuhr, Tötung als Leidenschaft, als „Passion“), etc., diese Personen sollten psychiatrisch betreut werden und an der Frage arbeiten warum macht es mir so viel Freude schwächere Wesen zu quiälen und zu töten obwohl es dazu keine Not gibt, obwohl ich fett gefressen bin, genug Kleider habe, und das Tier mich nicht im geringsten des Lebens bedroht…..Warum töte ich so gerne…das wäre eine sinnvolle Maßnahme. Vielleicht lassen sich dadurch Heilungen erwirken, denn es gibt ja auch viele Ex-Jäger, die interessanterweise kein einziges gutes Haar an dieser Sippe lassen und Schreckliches ausplaudern an Praktiken und Jäger-Einstellungen, die an abstoßender Gewaltverherrlichung und ekligem Waffenfetisch nichts zu wünschen übrig lassen…

  6. Heer Brigitte Reply

    Ich denke solchen Jägern sollte man das Jagdtpatent entziehen, wenn sie auf Alles
    was sich bewegt schiessen.

  7. Mundel Gabriele Reply

    Letztes Jahr im April 2021 wurde bei uns in Rlp. auch ein weisses Reh erschossen. Schade um dieses wunderschöne Tier . Was mir blieb ist ein Foto. Ich habe das unsagbare Glück Rehe von meinem Haus aus beobachten zu können . Leider bekomm ich auch die Jagd mit und das ist schlimm und grausam. Diese Tiere werden 9 Monate im Jahr bejagt und vertrieben und finden in dieser Zeit keine Ruhe. Die Jagdzeit gehört unbedingt verkürzt wie in anderen Ländern auch. Die Hobbyjagd muss aufhören , zumal die Treffsicherheit zu wünschen übrig lässt. Ich hoffe für diese feinfühligen Tiere in Zukunft mehr Frieden.

    • Hallo, rchtig was Herr Dürig sagt. Jeder bekommt seine Strafe von Gott.
      So ein prachtvolles schönes Tier. Ich muss weinen wenn ich in diese treuen Augen hinern schaue.
      Es gibt ein Film Saw 8 ..Ich glaube ich würde mich vergessen…wenn ich das gesehen hätte….

  8. Nick Beglinger Reply

    Unglaublich, dass ein Ausländer sich in der Schweiz registrieren kann um Wild zu schiessen. Anstatt Jägerlatein braucht es hier Fakten und Diskussion. Jagen hat rein gar nichts mit ‚Wildhüten‘ zu tun, was gerade bei so einem ‚Trophäen-Schuss‘ eindeutig wird, jedoch ganz unabhängig der Farbe des Reh’s Gültigkeit hat.

    • Bald ist Ende Feuer, für Alle, auch für Jäger. Eigentlich gut so! Die guten Flaschen stehen bereit, wenn die Sirenen heulen. Die Jäger, die Politiker, die Oligarchen und die mit den grossen schwarzen Autos haben es verdient. Wir nehmen es hin, wie wir alles hingenimmen haben. Stoisch und mit gutem Gewissen.

  9. Reisinger Renate Reply

    Hat sicher sehr viel Geld bezahlt um sich das erlauben zu dürfe!

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