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Luchs
Luchs

Auf dieser Website wird zeitnah eine Tierquälerei dokumentiert, die in einer modernen Gesellschaft nichts zu suchen hat.

Die Jäger (ausser der Vivisektion) fügen Tieren am meisten Qualen und Missbrauch zu, besonders durch die Art des Tötens.

Die Jagd widerspricht seit Jahrzehnten einem aufgeklärten, wissenschaftlichen und ethischen Verständnis von Natur und Tiere aufs Schärfste.

Wer heute noch glaubt, man könne Wildtierbestände nur über die Tierquälereien der Jagd eingrenzen, ist schlecht informiert oder verdient daran. Die Jagd, wie sie derzeit durchgeführt wird, hat bei vielen “problematischen” Arten nicht zu weniger, sondern zu mehr Einheiten geführt. Tiere wie Wildschwein, Fuchs, Hirsche und Rehe vermehren sich unter jagdlichem Druck besonders stark. Jäger bejagen auch bedrohte Arten wie den Feldhasen, den sie durch die Bejagung des Fuchses eigentlich schützen wollen. Jäger schiessen in der Schweiz mit ihrer Munition pro Jahr Tonnen von Blei in die Landschaft. Das reichert sich im Boden und Wasser an. Über die Nahrungskette gelangt dieses giftige Metall in den Körper von Tieren und schliesslich von Menschen. Viele Freizeitjäger schiessen schlicht zu schlecht. Wenn Tiere nicht richtig getroffen werden, verenden sie qualvoll. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Fuchsbandwurm in der Schweiz kein relevantes Problem ist und zudem eher von Hunden als von Füchsen übertragen wird; und auch die Schweinepest wird eher von Hausschweinen auf Wildschweine übertragen als umgekehrt. Viele Jäger sind der Rückkehr von Wolf und Luchs gegenüber nicht aufgeschlossen, und es kommt immer wieder zu illegalen Abschüssen dieser besonders geschützten Arten.

In der Schweiz ist die Akzeptanz für das Bluthobby der Jäger und Jägerinnen stark am Schwinden. Dies ergab eine im Auftrag des Schweizer Tierschutz STS durchgeführte repräsentative GfK-Studie. Lediglich noch eine kleine Minderheit von knapp 21 Prozent der Schweizer Bevölkerung befürwortet die Jagd ohne Einschränkungen. In der Kritik steht insbesondere der mangelhafte Tierschutz.

Die WaMos 2 Umfrage von 2012 deutet darauf hin, dass nur mehr eine kleine Minderheit vorbehaltlos die Jagd begrüsst. Demgegenüber steht sie bei 79 Prozent in der Kritik (19 Prozent sind grundsätzlich gegen die Jagd oder möchten sie abschaffen, 60 Prozent fordern, dass sie ökologischer und tierfreundlicher durchgeführt werden soll).

Die Jagd erfolgt mehrheitlich Nicht! im Interesse der Gesellschaft. Staatsbehörden, die sich über Blutgelder finanzieren… Naja. Immer mehr Jagd Ausübende wollen mit dem Kult des Todes ebenfalls nichts mehr zu tun haben.

Jagd wird mit Krieg verglichen, wobei der Jäger von heute meist faul, feige und technisch hochgerüstet auf einem Hochsitz sitzt oder in Deckung lauert. Dabei sehnt sich der Jäger angeblich nach dem aktiven Naturerlebnis. Doch was für eine surreale Natur hat der Jäger geschaffen? Er muss mit Feldstecher und Zielfernrohr (und ggf. Pointer) die scheuen Wildtiere in der Natur suchen, welche man in nicht bejagten Gebieten mit blossen Augen zutraulich sehen kann. Nicht Naturnähe sondern Distanzierung und Feindseligkeit lebt und schafft der Jäger gemäss dem Charakter und der Essenz der Jagd. Die Natur wird durch die Jäger zu einer Montage degradiert, was für normale Menschen und die Wildtiere eine enorme Minderung an Lebensqualität bedeutet. Jagd, Jäger, deren Schiessereien, Umweltverschmutzung, Hochsitze, Lärm usw. schaffen ganzjährig ein Klima – Energiefeld – des Unwohlseins für Mensch und Tier.

Die rund 30’000 Anhänger des sektiererischen und meist inkompetenten Dachverbandes “Jagd Schweiz” investieren laut eigenen Angaben jährlich über 100 Millionen Franken  (!) in das Schlachtfeld Natur. Das sind über 3’333.00 Franken pro Hasenflüsterer!

Die Jägerinnen und Jäger sind die Anwälte der frei lebenden Wildtiere.  JagdSchweiz

Pro Jahr quälen und erschiessen diese Anwälte auf Spassjagden über 100’000 ihrer „Mandanten“. Die nichtjagende Bevölkerung muss also die frei lebenden Wildtiere vor den Jäger und Jägerinnen schützen, da es sonst niemand macht.

Jägerparolen sind reine Augenwischerei. Analysiert man in der Politik die Jägerfraktion, erkennt man schnell, dass sie sich selten bis gar nie für die Natur engagieren – klar wird dagegen, dass Ausbeutung und Eigennutz deren wahre Interessen sind. Die Experten der Jäger sind meistens nur Interessenvertreter einer egoistischen Lobby, um eine Unkultur zu erhalten und schön zu reden. Im Umweltranking belegen Jäger den letzten Platz.

Für mich ist jagen, als würde ich einen Apfel pflücken. Ich ernte etwas. – Redaktor und Jäger Karl Lüönd

Jäger schleichen wie Diebe in der Natur umher und suchen für die Tierquälerei Gleichgesinnte. Das tierverachtende Jägerlatein missionieren sie in den Grundschulen, obwohl sie keine pädagogische Berufung haben.

Keine Wildtiergruppe hat einen miserableren ökologischen Fussabdruch, als die Jäger.

Viele Menschen haben den Eindruck, dass es Fuchs, Reh, Hirsch, Hase usw. in der freien Natur gar nicht mehr gibt. Die Wälder bzw. Baumplantagen gleichen einem Friedhof. Jeder Baum ist ein Grabstein. Ohne das Gezwitscher der Vögel hätten wir sogar Totenstille. Wie sollen sich Kinder der Gegenwart in Zukunft richtig für die Natur einsetzen, wenn sie diese nicht mehr richtig erleben können?

Wenn wir in einem jagdfreien Gebiet unterwegs sind, stellen wir fest, dass die Wildtiere nicht in panischer Angst davon hetzen und den zweibeinigen Besucher neugierig und ohne Angst beobachten, oftmals sogar beschnuppern. Es herrscht eine paradiesisch vertraute Atmosphäre des Friedens, der Freude, des Glück und des Wohlseins zwischen Mensch und Tier.

In vielen Gebieten, besonders in den Bergen, verdrängen die unnatürlich hohen “Nutztierbestände” zusätzlich die Wildtiere in weniger optimale Lebensräume.

Die jagende Minderheit gibt an, dass sie mit der Jagd einen Verfassungsauftrag erfüllt. Dem ist oberflächlich betrachtet tatsächlich so, nur: Wie kam es dazu? Durch wirtschaftlich interessierte Lobbyisten und Jäger in der Politik, also genau diese Kreise, welche die Gesetze in die Verfassung einfliessen lassen können und es auch tun. So geben sich die Jäger selber den Verfassungsauftrag, um sich danach als sinnentleerte Tierquäler aufzuführen, mit der Behauptung, nur zu tun, was ihnen aufgetragen wurde.

Jäger sehen den Krieg gegen Wildtiere als ideale Lösung, um (Über-)Bestände zu dezimieren (und zu quälen). Dabei wäre die Natur – zusammen mit wohlwollenden, normalen Menschen fähig, eventuelle Probleme via Geburtenkontrolle usw. zu lösen bzw. sich zu regulieren. Jagdfreie Gebiete beweisen dies einwandfrei.

Für die Jagd gibt es keinen vernünftigen Grund. Dies belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien. Weil Jäger ihrer Lust am Töten und dem Trophäenkult dennoch nachgehen wollen, tischen sie uns seit Jahrzehnten ihr „Jägerlatein“ auf.

In der Politik ist die Biodiversität eine moralische Verpflichtung, die Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme ethisch zu erhalten. Der Bevölkerung wird heute vorgegaukelt, die Jagd sei ein “Service Public” und man müsse die Wildtierbestände „regeln“. Der Jäger ginge nicht zum Vergnügen jagen, sondern aus einer Notwendigkeit heraus. Nur, stimmt dies auch? Die intensiven Land- und Waldnutzungen wirken sich ebenfalls negativ auf unsere Wildtiere aus. Verschiedenen Bodenbrütern, aber auch dem Feldhasen werden dadurch mancherorts das Überleben erschwert oder gar verunmöglicht. Dennoch: Die Jagd ist nach der industriellen Landwirtschaft der Artenfeind Nr. 2! In manchen Grossstädten ist die Artenvielfalt grösser als auf dem Land mit dem leidigen Jagddruck.

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Viele Jäger verwenden Ausreden wie: Sie müssten freilebende Lebewesen umbringen, um den überschüssigen Bestand zu regulieren, denn sonst gäbe es nicht genug Futter, und in der Folge davon müssten die Tiere sowieso sterben. Jäger sind keine Hellseher. Solche Menschen sind nur eine Haaresbreite davon entfernt, Mord auch als ein praktisches und humanes Mittel zu betrachten, Menschen in überbevölkerten Gebieten mit Schusswaffen zu dezimieren. Und Jäger bedrohen und morden auch Menschen – die Meldungen von derartigen Gewalttaten in den Medien sprechen eine deutliche Sprache.

Viele Gebiete mit einem Jagdverbot zeigen, dass sich die Natur mit Wildtieren seit Tausenden von Jahren aufgrund von verschiedenen Faktoren selber viel besser reguliert als mit den Jägern. In keinem Kanton in der Schweiz kam es in so kurzer Zeit zu einer derart erhöhten Biodiversität wie im Kanton Genf. Dort gibt es seit 1974 ein Jagdverbot für Hunderte dieser Amateure. Genf hat heute nur rund 12 Wildhüter, und dies kostet den Steuerzahler nicht mal eine Tasse Kaffee pro Jahr.

Die Jagd hat versagt und zwar nachhaltig!

Die Jagd ist in jeder Hinsicht von einer in der Steinzeit sinnvollen, zweckgebundenen und legitimen Berechtigung zum Überleben abgedriftet und zu einem Spass-Morden an Tieren verkommen. Aus gewissen Kreisen werden Sadismus, Barbarei und Brutalität pseudowissenschaftlich verklärt und dadurch als akzeptabel und notwendig dargestellt. Heute haben wir korrumpierte Kreisläufe von Patent- und Revierzahlungen (Blutgeld) von Jagdbanden an sich so finanzierende Verwaltungen in den Kantonen, welche dafür jährlich ein “attraktives” Gemetzel an Wildtieren organisieren. Wer bezahlt freiwillig mehrere hundert Franken (oder tausend Franken) pro Jahr für ein Patent, tausende Franken an Pachtzinsen usw., wenn es ihm keinen Spass macht, gegen friedliche Tiere mit Schusswaffen vorzugehen? Tierbestände jährlich als Passion zu Recht zu schiessen, ist keine nachhaltige Betätigung, sondern eine Perversion sondergleichen! Was “waidgerecht” ist, sollte nicht länger ethischen Analphabeten überlassen werden. Der legalen Lust am Töten muss Einhalt geboten werden, denn das ist keine Kultur.

Jedes Jahr werden hunderttausende völlig gesunde Wildtiere in der Schweiz getötet und dadurch die Geburtenrate extrem stimuliert und manipuliert. Dass das Wild natürlicherweise stirbt, bevor der Jäger auch nur einen einzigen Schuss abgeben kann, gilt es zu verhindern und ist wohl auch einer der zentralen Gedanken der Jagdplanung, welche in vielen Kantonen mafiaähnliche Strukturen aus “Sauhäfeli + Saudeckeli” aufweist. Wildbiologen, Experten, Förster und Wissenschaftler vom Fach werden diskriminiert und mundtot gemacht. Ein negatives Paradebeispiel sind die Kantone Graubünden und Wallis mit seinen weit über die Landesgrenze bekannten Jagdverwaltungen. Aktuell sind in Graubünden 2 Volksinitiativen gegen die Tierquäler in Bearbeitung.

Die heutige Form der Jagd dient in erster Linie dazu, wirtschaftliche Interessen mit der Waffe durchzusetzen. Durch die Jäger werden Wildtiere erst in den Wäldern parkiert, um sie anschliessend als Schädlinge zu titulieren. Jäger sind Erfüllungsgehilfen falscher Ideologien. Nicht umsonst werden Jäger heute als „Waldnazis“ bezeichnet.

Die Jägerschaft ist mitverantwortlich für viele Wildunfälle. Schweizweit kollidiert durchschnittlich jede Stunde ein Auto mit einem Reh. Daraus ergeben sich pro Jahr 20’000 verunfallte Tiere im Strassenverkehr. Dabei werden 60 Personen verletzt, und es entsteht ein Sachschaden von 25 Millionen Franken. Die Jägerschaft verursacht Personenschäden (rund 300 auch tödliche Jagdunfälle pro Jahr in der Schweiz), Umwelt-, Sachschäden, Artenschäden usw., die weit über den durchschnittlichen 2 Prozent der Verbiss-Schäden durch das Wild an Pflanzen bzw. am Holzertrag liegen. Jedes Jahr gibt es immer mehr Wald, und dennoch werden die Wildtiere heute von der Forst- und Jägerschaft praktisch nur noch als Schädlinge bezeichnet. So viel wie der moderne Forstabbau jährlich zerstört, können Wildtiere gar nicht verursachen.

In der Schweiz, wo es nur Statistiken über Unfälle unter Jägern gibt (durch Jäger betroffene Privatpersonen also nicht erfasst werden!), gab es zwischen  2010 und 2013 vierzehn tödliche Jagdunfälle und rund 200 nicht tödliche Unfälle mit Jägerwaffen von Total 1157 Unfälle, laut dem Büro für Unfallverhütung.

Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unserem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien. Es gibt Studien, die zeigen, dass 90 Prozent der Gewaltverbrechen an Menschen als Tierquäler wie Jäger angefangen haben. Sie übten zuerst an Tieren. Echter Natur- und Tierschutz ist auch Menschenschutz. Jahr für Jahr werden unzählige Menschen durch Jäger und Jägerwaffen getötet und verletzt, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden müssen.

Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht Ruhe und Frieden in den Erholungsräumen und keine Kriegsspiele – was auch für den Tourismus fatal ist. Der moderne und zivilisierte Mensch erfreut sich am Austausch mit der lebenden Tierwelt und Natur. Er entwickelt sich mehr und mehr weg von steinzeitlichem Verhalten. Waffen wurden auch entwickelt, damit sich die Sammler vor Jägern, Raubtieren und anderen Bedrohungen schützen konnten.

Die heutige Jagd zerstört das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere, das ökologische Gleichgewicht, ihre natürlichen Verhaltensweisen, Familienstrukturen und Sozialverbände, Benutzung von Bauten und Verstecken, Wechsel von Tag– zur Nachtaktivität, verstärkte Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete, unnatürliche Tierkonzentrationen in den Wäldern usw.

Es gilt, sich die Frage zu stellen, warum man eine so heikle Aufgabe wie die Regulierung von Wildtieren Jägern überlässt, rückständigen Menschen die der Familie Feuerstein nachtrauern.

Interessanterweise hat die öffentliche Meinung ein ganz anderes Bild von den Jägern: Förster, Landwirte, Naturschutzorganisationen, Staat prägen das Naturmanagement. Dem Jäger gelingt es irgendwie noch immer, das fünfte Rad am Wagen zu sein. Von dort aus torpediert er nicht selten die Naturschutzprojekte oder stellt unsinnige Forderungen, wie JagdSchweiz dies notorisch macht.

Der moderne Erkenntnisstand in Ökologie und Wildbiologie zeigt auf, dass sich die Bestand-Dichte von Wildtieren dynamisch aufgrund von Nahrungsangebot, Territorialität, Klima, Krankheiten, Ressourcen sowie sozialen und physiologischen Faktoren usw. ohne menschliches Zutun besser regelt, wenn sie nicht zerschossen wird. Jagddruck und andere Faktoren erhöhen die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man nicht nur bei Wildschweinen, bei Füchsen, Rehen, Hirschen und Tauben, sondern bei jeder anderen Spezies (Arterhaltung, Überlebungsinstinkt, Geburtenausgleich usw.) beobachten kann. Die Natur ist weise, und wenn sich eine Spezies in Gefahr sieht, dann steigt die Geburtenrate.

Die Jagd hat seit Jahrzehnten im Wildtiermanagement versagt und hinterlässt jährlich gleichfalls Schäden in Millionenhöhe für die Landwirtschaft, für den Forst, den Weinbau, Strassenverkehr, Artenschutz, Biodiversität usw. Sogar Steuerzahler müssen für das Hobby der Jäger aufkommen. Jagd löst die Ursache eines Problems nicht zeitgemäss, sondern ist Teil und Verursacher der Probleme.

Auch wenn Menschen, die jagen, unterschiedliche Charaktereigenschaften haben, vereint die Jäger letztlich alle das gleiche Tun: Ein gewalttätiger und sektiererischer Umgang mit friedliebenden Tieren. Angesehene Psychologen, Psychiater und Psychoanalytiker sprechen im Zusammenhang mit der Jagd von psychischen Defekten bei den Jägern. Jäger von heute wollen töten – und sie tun dies nicht aus Nahrungsmangel!

Die Jagd steht seit Jahren nur in der Kritik. Sie ist ethisch fragwürdig, und nach Ansicht von namhaften Forschern auch ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv, ja sogar schädlich, und sie ist kein erhaltenswertes Kulturgut.

Jäger verbreiten in der Öffentlichkeit regelmässig gezielt Fehlinformationen um den Rückhalt für ihr Hobby zu halten. Beeindruckende Beispiele gab es schon früher, zum Beispiel die massiven Fuchsvernichtungsaktionen, die man in den 1970er- und 1980er-Jahren auf Druck der Jäger behördlich anordnete, um die Tollwut zu bekämpfen: Die Gesamtzahl an Füchsen blieb konstant, weil die Geburtsraten der bejagten Tiere in dem Masse nach oben schnellte, wie die behördlich verordnete Bestandsdezimierung vermeintlich erfolgreich war. Das traurige Resultat war unnötiges Tierleid und die Verschwendung von Steuergeldern. Die Jäger mit ihrem Jägerlatein und Müllbiologie haben komplett versagt. Auch heute noch dient die intensive Jagd auf den Fuchs nur einem egoistischen Selbstzweck.

Die Jagd bringt keine Lösung, sondern nur eine Verschlimmerung des Problems, weil durch das Jagen viele Tiere immer weiter in einen Lebensraum hineingetrieben werden, der für sie eigentlich ungeeignet ist. Würden in anderen Gesellschaftsbereichen Regulatoren so blutig wie die Jäger agieren, wären sie längst im Strafvollzug.

Mit dem Jagdschein wird die „Lizenz zum Töten“ erworben. Dass im Volksmund jemand, “der den Jagdschein hat”, als nicht ganz zurechnungsfähig gilt, hat wohl – wie die meisten Volksweisheiten – einen wahren Kern. Und in der Tat wissen wir nicht, wie viele Psychopathen, Waffennarren und/oder Suchtkranke unter den Jagdscheininhabern sind, die ganz legal mit Schusswaffen hantieren dürfen. Noch wissen wir, wer unter den Jagdscheinanwärtern einzig und allein die Jägerprüfung ablegen will, um legal an Schusswaffen zu kommen. Wir wissen es nicht, die Behörden wissen es nicht, die Jagdverbände wissen es nicht – und es sieht so aus, als wollte es auch niemand wirklich wissen, wie K.H. (Name der Redaktion bekannt) erklärt.

Nicht jeder, der Tieren auflauert und sie tötet, wird auch einem Menschen auflauern und ihn töten. Aber jeder, der eine Waffe in die Hand nimmt, zielt damit auf ein anderes Lebewesen, und das Abschiessen wird einen Teil seines Herzens abtöten. Jagdkultur steht im Zusammenhang mit Schiessereien an Schulen und anderen Orten des öffentlichen Lebens. Man weiss heute, dass alle Schüler, die in den letzten Jahren an Schiessereien an Schulen beteiligt waren, an Tieren übten, und dass viele von ihnen zuvor jagten.

Die Wildtiere gehören nicht den Jägern (res nullius), sondern ebenso der nichtjagenden Bevölkerung, die in der Mehrheit ist. Das Verhältnis ist dabei 4:96, also 4 Jäger auf 96 Nichtjäger! Deshalb sollte es uns nicht egal sein, wenn eine kleinste Minderheit das Gemeingut in unserer Nachbarschaft quält. Jäger gehen so weit, dass sie glauben, sich für ihre Tierquälereien nicht rechtfertigen zu müssen.

Jäger sehen sich gerne als der Mittelpunkt der Schöpfung, als der Urinstinkt, und sie tun das, was sie machen, sehr schlecht. Es gäbe sonst nicht so viel Kritik an der Jagd und an den Jägern – aus allen Himmelsrichtungen, aus der Politik, aus den Naturschutzverbänden, den Tierschutzorganisationen, der Bevölkerung, von Wissenschaftlern, von Wildtierbiologen, von Experten usw.

Ethisch verantwortungsvolle Naturfreunde machen schöne Erlebnisse in der Natur, ohne Wildtiere zu exekutieren, um sich dabei wohl zu fühlen. Es gibt unzählige lobenswerte Menschen, welche die Natur auch nutzen, hegen und pflegen – nachhaltige, selbstlose Arbeit leisten bei der Feuerwehr, beim Zivilschutz, beim Tierschutz, beim Bau von Trockenmauern, bei der Pflege von Biotopen, beim Landdienst, bei der Rehkitzrettung usw. Keinem von diesen Persönlichkeiten käme es in den Sinn, dafür ein Opfer in Form eines Lebewesens zu fordern, wie dies der Jäger tut. Oftmals werken Jäger auch illegal.

Jäger machen keinen selbstlosen Freiwilligendienst. Dieser dient nur als Alibi. Jäger retten im Frühling Rehkitze, damit sie ihnen im Herbst in den Rücken schiessen können.

Jäger von heute sind anachronistisch und pflegen bei einer genaueren Analyse ein Gedankengut der puren Gewalt. Sie eliminieren in ihren Augen minderwertige Lebewesen und blasen für eine Trophäe edlen Tieren auf allen Kontinenten das Lebenslicht aus. Das Ganze wird mit primitiven und sektiererischen Ritualen, falschem Stolz und Alkohol gefeiert, und man beglückwünscht sich gegenseitig. Jäger manipulieren, stören, quälen und zerstören. Ihre Taten und Jagderlebnisse sind zum Teil so brutal, dass sich Jäger selbst nicht getrauen, darüber in der Öffentlichkeit zu reden aus Angst vor Repressalien aus den eigenen Reihen.

Jagd bringt den Wildtieren psychisches Leid. Angst, Schrecken und Terror vor dem Abschuss ist ein Leben lang deren Begleiter. Daraus resultiert ein mit Angsthormonen extrem angereichertes Wildbret, welches nicht selten auch noch mit der Munition verseucht ist. Die bei der Jagd zumeist verwendeten Bleischrote und bleihaltigen Jagdgeschosse hinterlassen im Wildbret Bleifragmente. Die Geschosse verformen oder zerlegen sich beim Aufprall. Bleipartikel und feinste Bleisplitter lösen sich und dringen tief in das Fleisch ein. Tonnen von Blei, welche die Jäger beim Schiessen in der Natur zurücklassen, ist reiner Ökoterror. Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es wirkt sich beim Menschen höchst negativ auf den Blutkreislauf aus und kann akute oder chronische Vergiftungen hervorrufen, besonders nach dem Konsum von Wildbret. Doch Bleimunition ist nicht nur für Menschen schädlich, es ist auch eine besonders grausame Form der Jagd. Verletzte Tiere leiden nebst ihren Wunden an einer langsamen Vergiftung durch die Bleimunition. Solche Munition gehört in der Schweiz längst verboten. Finnland, Dänemark, Holland usw. praktizieren dies seit Jahren.

Die meisten Jäger akzeptieren die mitessenden Beutegreifer nicht. Sie hegen Rehe, Hirsche und Gämse ähnlich wie Haustiere und wollen dann möglichst viel ernten. Jäger haben die Verachtung von Tieren perfektioniert.

JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich – auch in unserer Kulturlandschaft – von selber regulieren würden.

Wenn Jäger angeblich wirklich Naturschutz betreiben würden, täten sie es unabhängig von ihren jagdlichen Aktivitäten. Jagd ist hässlich. Jagd gibt vor, etwas zu sein, was es gar nicht ist. Überall dort, wo keine Jäger in der Natur erlaubt sind, gibt es eine blühende und reichhaltigere Artenvielfalt. Jagen zerstört die natürliche Balance von Tierpopulationen.

Tiere spielen eine wichtige Rolle wie Menschen. Sie zeigen uns auch, wie wichtig es ist, dass man teilt, da wir Menschen nicht die einzigen Lebewesen auf dem Planeten sind. Jagd ist sozial nicht mehr gerechtfertigt. Die Lebensräume für alle Lebewesen werden immer kleiner, um sie für Freizeitjäger als Kriegsschauplätze zur Verfügung zu stellen. Jagen ist ein Akt gegen die gesunde Moral und gegen biologische Grundsätze. Jagen fördert Unkultur und langfristig unstabile Wildtierpopulationen, wie eine soeben veröffentlichte Studie  erneut bestätigt.

Was ist der gute Weg? Es ist der Weg, bei dem darüber nachgedacht wird, wie man das Töten von Lebewesen verhindern kann. Zum Beispiel bei Bedarf mit den verschiedenen Geburtenkontrollen usw.

Kulturlandschaft bedeutet auch, dass man die Kultur der Gewaltlosigkeit gegenüber Lebewesen praktiziert.

Es wird höchste Zeit, dass die Jäger ihr Selbstverständnis korrigieren und dass sie zur Kenntnis nehmen, dass auch sie nur die Vertreter einer Säugetierart und damit grundsätzlich nicht besser oder schlechter sind, als andere Arten in der gemeinsamen Evolution.

Es ist Zeit, die Abschaffung der gegenwärtigen Jagd in die Wege zu leiten. Viele verantwortungsvolle Bürger, Politiker, Wissenschaftler, Naturliebhaber, Sportler, Wanderer, Tierschützer, Pilzler usw. sind davon überzeugt. Jäger, die über mehrere Monate im Jahr ein schmutziges sowie oft unnötiges Hobby pflegen, belästigen und gefährden die Erholungssuchenden in der Natur.

2 comments

  1. Warum lassen sich die Leute das alles gefallen? Verschandelung der Landschaft durch häßliche Jagdeinrichtungen, verbieten wo sie spazieren dürfen und wo nicht, bis hin zur Quälerei und Aneignung der Tiere, die eigentlich allen gehören? Warum eigentlich? Mit dieser gesellschaftlichen Duldung sollte endlich Schluss sein. Auch die feigen Politiker sollten sich endlich davon distanzieren und zum Einschreiten durch ihre Wählerschaft, die ja nunmal mehrheitlich aus Nicht-Jägern besteht!!- gezwungen werden.

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  2. Danke für den ausführlichen Bericht und die umfangreichen Recherche dazu. Aber auch für die intensiven Bemühungen zum Wohl der Wildtiere.

    Die Pachtjagd gehört schweizweit entgültig abgeschafft.
    Ein Relikt aus frühere Zeit, welche heute keine Daseinsberechtigung mehr hat.

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