Tierwelt

USA: Giftige Chemikalien im Wildfleisch

Wildtierbehörden in den USA stellen in Wildtieren wie Hirschen erhöhte Werte einer Klasse giftiger Chemikalien fest – und das führt zu Gesundheitswarnungen in einigen Gegenden.

Die Behörden haben in mehreren Bundesstaaten, darunter Michigan und Maine, wo Legionen von Hobby-Jägern jeden Herbst einen Hirsch erlegen wollen, hohe Konzentrationen von PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) im Wildfleisch festgestellt. PFAS, die wegen ihrer Langlebigkeit in der Umwelt auch als „Ewige Chemikalien“ bezeichnet werden, sind industrielle Verbindungen, die in zahlreichen Produkten wie antihaftbeschichtetem Kochgeschirr und Kleidung verwendet werden.

Die US-Umweltschutzbehörde hat im vergangenen Jahr Anstrengungen unternommen, um die Verschmutzung durch diese Chemikalien zu begrenzen, die mit Gesundheitsproblemen wie Krebs und niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht werden.

Die Entdeckung der Chemikalien in Wildtieren, die zu Sport- und Nahrungszwecken gejagt werden, stellt jedoch eine neue Herausforderung dar, der sich einige Bundesstaaten stellen, indem sie Empfehlungen für den Verzehr von Wild und Fisch ausgeben und die Tests auf PFAS in diesen Tieren ausweiten.

Die Chemikalien gelangen durch die Produktion von Konsumgütern und Abfällen in die Umwelt. Sie wurden auch in Feuerlöschschaum und in der Landwirtschaft verwendet. Mit PFAS verseuchter Klärschlamm wird seit langem als Dünger und Kompost auf Felder ausgebracht.

Weitere Tests werden wahrscheinlich ergeben, dass die Chemikalien auch in anderen Wildtieren als Hirschen, wie zum Beispiel wilden Truthähnen und Fischen, vorhanden sind.

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