Die Elefantenzwillinge wurden bei einer Safari von Touristenführern gesichtet.

In den nächsten Tagen entscheidet sich, ob sie überleben können.

Seltenes Ereignis im Samburu-Reservat im Norden Kenias: Eine Elefantenkuh hat dort Zwillinge zur Welt gebracht. „Zwillinge sind in Elefantenpopulationen selten anzutreffen und machen nur etwa ein Prozent der Geburten aus“, erklärte Iain Douglas-Hamilton, Gründer der Tierschutzorganisation Save the Elephants. Die beiden Elefantenjungen waren demnach am Wochenende zuerst von Touristenführern während einer Safari gesichtet worden.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie das Geschwisterpaar – ein Männchen und ein Weibchen – gemeinsam ihrer Mutter Bora und deren älterem Kalb die Umgebung erkundet. Afrikanische Elefanten haben mit 22 Monaten die längste Tragezeit von allen lebenden Säugetieren. Üblicherweise gebären die Kühe nur alle vier Jahre.

Nächste Tage entscheidend für das Überleben der Jungtiere

Zwillingsgeburten sind nicht nur selten, sondern auch häufig gefährlich für die Kälber. Das letzte Zwillingspaar in Samburu wurde 2006 geboren, beide Tiere starben jedoch nach wenigen Tagen. „Ziemlich oft haben die Mütter nicht genug Milch, um zwei Kälber zu ernähren“, erklärte Douglas-Hamilton. „Die nächsten Tage werden kritisch für die kleinen Zwillinge, aber wir drücken die Daumen für ihr Überleben.

Laut einem Zensus für Wildtiere aus dem vergangenen Jahr leben in Kenia etwa 36’280 Elefanten. Der Bestand war zuletzt gewachsen. Dennoch stehen Afrikanische Elefanten weiterhin auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) und gelten demnach als „gefährdet“. Die Jagd nach Elfenbein und die Zerstörung ihres Lebensraums gehören zu den grössten Gefahren für die Tiere.

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