Eine Tierschutzmassnahme, die am 1. Januar 2022 in Kraft treten soll, könnte in Massachusetts in den USA zu einem Mangel an Eiern führen.

Es wird erwartet, dass auch die Versorgung mit Schweinefleisch darunter leiden wird.

Das Gesetz, das auf eine Volksabstimmung aus dem Jahr 2016 zurückgeht, verbietet den Verkauf von Eiern in Massachusetts, die von Hennen stammen, die weniger als 1,5 Quadratmeter Bodenfläche haben. Ausserdem müssen sie in der Lage sein, beide Flügel auszubreiten, ohne die Seiten des Geheges zu berühren.

Die derzeitige Regelung erlaubt den Hühnern nur 1 Quadratmeter Platz.

In ähnlicher Weise müssen Schweineproduzenten sicherstellen, dass ihre Schweine nicht in Haltungsbereichen leben, in denen sie sich nicht hinlegen, aufstehen, umdrehen und ihre Gliedmassen vollständig ausstrecken können.

Ab nächstem Jahr kann die Haltung eines Tieres in einem zu kleinen Gehege mit einer Geldstrafe von 1’000 Dollar pro Verstoss geahndet werden. Dies gilt auch für den Verkauf von Schaleneiern sowie für ganzes Kalb- und Schweinefleisch, das von Tieren stammt, die unter Bedingungen gehalten werden, die nicht den Grössenstandards entsprechen.

Die Eiererzeuger argumentieren, dass die Umgestaltung ihrer derzeitigen Systeme zu kostspielig sei und zu viel Zeit in Anspruch nehme. Die Befürworter der Gesetzgebung weisen jedoch darauf hin, dass die Industrie bereits seit Jahren Zeit hatte, die Änderungen vorzunehmen.

Armageddon für Eier

Produkte, die bereits Eier enthalten, wie z. B. Backwaren, sind von der Regelung ausgenommen; diese können weiterhin wie gewohnt verkauft werden.

Ausserdem können Restaurants nach wie vor Eier von Lieferanten beziehen, die die Platzanforderungen einhalten. Nach Angaben des New England Brown Egg Council entsprechen jedoch mehr als 90 % der derzeit in Massachusetts verkauften Eier nicht den Normen und werden daher unverkäuflich sein.

Das wird zu einem enormen Engpass führen„, sagte der Geschäftsführer von Country Hen, Robert Beauregard, gegenüber Spectrum News. „Ich werde wahrscheinlich jedes Ei, das ich habe, verkaufen können, weil ich das Gesetz erfülle. Aber es geht nicht nur um das Country Hen. Es geht um die Verbraucher in Massachusetts und ihren Bedarf an diesem Produkt„.

Die Nachrichtenagentur wies darauf hin, dass es in Massachusetts „nicht genugEier für die rund sieben Millionen Einwohner des Staates gibt. Daher haben einige Käufer begonnen, Eier und Speck auf Vorrat zu kaufen, berichtet Mass Live.

Steve Vendemia, Präsident von Hillendale Farms Connecticut, sagte bereits im Juni, dass die Gesetzgebung zu einem „Eier-Armageddon“ führen wird.

Komplikationen für Restaurants

Gouverneur Charlie Baker kommentierte: „Die Schätzungen, die es gibt, besagen, dass die meisten Menschen überhaupt keinen Zugang mehr zu Eiern haben werden, und wenn doch, dann wird der Preis um 40 % oder mehr steigen.

Die Akteure der Branche haben sich dafür eingesetzt, dass die Rechtsvorschriften noch vor dem Jahreswechsel geändert werden. Die Gesetzgeber haben das Thema am vergangenen Wochenende erörtert, aber zum jetzigen Zeitpunkt bleiben die Gesetzespläne in Kraft.

Mark Amato ist Präsident der Massachusetts Farm Bureau Federation. Er sagte, obwohl der Verband gegen das Referendum von 2016 war, sollten die Stimmen der Öffentlichkeit gehört werden.

Ich weiss, dass die Eierproduzenten von ausserhalb des Staates sehr besorgt und unglücklich darüber sind“, sagte er. „Tatsache ist, dass die Wähler von Massachusetts gesprochen haben und wir denken, dass es nicht angemessen ist, dass die Legislative solche Änderungen vornimmt.“

Tierrechtsgruppen setzen sich schon seit einiger Zeit für eine Änderung der Gesetze zur Käfighaltung und Abstandshaltung ein – und das nicht nur in Massachusetts. Viele sind jedoch der Meinung, dass es keine humane Art und Weise gibt, Vögel und andere Tiere zu Nahrungszwecken einzusperren.

PETA, die als weltweit grösste Tierrechtsorganisation gilt, fordert die Öffentlichkeit auf, tierische Produkte gänzlich zu boykottieren. Die Gruppe hat ihren Standpunkt in dieser Angelegenheit bereits deutlich gemacht:

Es gibt keine humane oder ethische Art, Tiere zu essen – wenn es den Menschen also ernst ist mit dem Schutz von Tieren, der Umwelt und ihren Mitmenschen, dann ist das Wichtigste, was sie tun können, kein Fleisch, keine Eier und keine Milchprodukte mehr zu essen.

1 Kommentar

  1. sharina senna Antworten

    Zu jenen Landwirten, seelischen Krüppeln und vielen anderen die diesen toten Geist mit bedienen, fällt mir gerade George Carlin ein:

    Überleg nur, wie dumm der durchschnittliche Mensch ist, und vergegenwärtige dir dann, dass die Hälfte der Menschen noch dümmer ist. (“Just think how stupid the average person is, and then realize that half of ’em are stupider than that!”) –

    Dass sich die Dummheit für größer hält als die Wahrheit GOTTES in Seiner Schöpfung, ist so alt wie die Menschheit selbst.

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