Verdeckte Recherchen zeigen Mietwucher, Einschüchterung und Ausbeutung im System von Fleisch-Milliardär Clemens Tönnies.

Deutschlands grösste Schlachtfabrik steht wie kaum ein anderer Betrieb für miserable Lohn- und Lebensbedingungen.

Am 14.12.2021 wurde die SAT1-Sendung „Inside Tönnies“ ausgestrahlt. Dort wurden noch immer anhaltende, schockierende Missstände im Schlachtbetrieb Tönnies gezeigt.

Der Grossbetrieb ist seit jeher darauf bedacht, nichts nach aussen dringen zu lassen: Vor mittlerweile siebeneinhalb Jahren reichte PETA-Senior Dr. Edmund Haferbeck ein Auskunftsersuchen beim Landkreis Gütersloh ein. Dr. Haferbeck forderte damals Dokumente über die Verwurfsstatistik, mögliche anhängige gerichtliche oder ordnungsrechtliche Verfahren, Fehlbetäubungen sowie etwaige Gesetzesverstösse an. Der Landkreis erklärte sich dazu bereit, die Informationen nach dem Landespresse- und Verbraucherschutzgesetz herauszugeben, wurde aber im letzten Moment von Tönnies gestoppt. 

Die dagegen eingereichte Klage vor dem Verwaltungsgericht Minden hatte Erfolg: Mit Urteil vom 28.7.2016 – das Urteil kann von Herrn Dr. Haferbeck angefordert werden – verpflichtete das Gericht den vom Streithelfer Tönnies flankierten Kreis Gütersloh, die Informationen herauszugeben. Die dann eingelegten Rechtsmittel verzögern das Verfahren seit nunmehr 5 Jahren. 

Die Firma Tönnies, so lässt sich aus deren juristischem Versteckspiel schliessen, hat offensichtlich Vieles zu verbergen, das über das dort ohnehin angewandte grausame Betäuben von Schweinen mit CO2 hinausgeht.

„Mit immer neuen Tricks und Halbwahrheiten in seinen juristischen Einlassungen an das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht schafft es der Tönnies-Clan, eine Umsetzung des Urteils vom Verwaltungsgericht Minden wieder und wieder zu verhindern“, so Dr. Edmund Haferbeck, Senior-Mitarbeiter im Bereich Special Projects bei PETA.

Die gerichtliche ‚Abwehrschlacht‘ wird eher durch Tönnies als Streithelfer als durch den eigentlich verklagten Kreis Gütersloh geführt. Die ist nur ein weiterer der vielen Skandale rund um den Massenschlachtbetrieb. Tierquälerei und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen sind dort wie in der Fleischwirtschaft insgesamt Teil des Systems.

Überwältigendes Feedback auf die Reportage „SAT.1 investigativ“.

Danke SAT.1, dass ihr diese Reportage über die Schlachtfabrik Tönnies gezeigt habt„, sagt der Dolmetscher Viktor am Telefon. „Ich könnte euch noch viel schlimmere Geschichten erzählen, traue mich aber nicht.“ Am Tag nach der Ausstrahlung der Reportage „SAT.1 investigativ“ über das System Tönnies melden sich neben Viktor (Name geändert) unzählige (ehemalige) Arbeiter:innen, Menschen aus dem Umfeld und sogar Anwälte, die ihre Geschichte zum Fleischgiganten aus Rheda-Wiedenbrück erzählen wollen. Eins haben sie alle gemeinsam: Sie haben Angst vor dem System Tönnies – und möchten unerkannt bleiben.  

SAT.1-Chefredateurin Juliane Essling: „Ein solches Feedback auf eine Reportage habe ich als Journalistin selten erlebt. Man kann sich nicht vorstellen, wie eingeschüchtert die Menschen sind, die sich bei uns melden. Wir werden jeden einzelnen Fall prüfen und dann entscheiden, wie wir einen zweiten Teil der Reportage erzählen.“ 

1 Kommentar

  1. sharina senne Antworten

    Ersteinmal meinen Dank, meinen Respekt und meine Hochachtung an Juliane Essling, wie auch an alle Menschen, die sich mit Mut und Ausdauer gegen die Windmühlen der Herrschaften allen Unrechts – mit ihrer Gerechtigkeit, den von Natur aus gegebenen göttlichen Lebens-Sinn, menschlich leben, all ihre Kraft dafür einsetzen, um sich in ihren guten Absichten dem böswilligen weltlichen verdorbenen Wesen zu widersetzen!

    H. Toennies ist in Wahrheit die er selbst für sich nicht erkennen kann, eine arme verlorene Seele, ein Unrlichter, gefangen in seiner eigenen diabolischen Finsternis, der darum keinen anderen Lebens-Sinn wie die Seinesgleichen, für sich findet, täglich ix tausende Lebewesen eiskalt brutalst für seine Profitgier, abschlachten lässt, dass seiner Geld und Machtgier geschuldet ist. Seinen weltlichen Milliardärsstatus auf Kosten von unzähligen Leid, übers Jahr hinausgerechnet, allein über 20.000.000 Schweine, sofern die offiziellen Zahlen der Wirklichkeit entsprechen, die Dunkelziffer kennen wir nicht, aufgebaut hat und damit, irdischen Reichtum anhäufte. Ich hatte einst darüber gelesen: – Antijüdisch sei man nicht, im Gegenteil, jüdische Denker hätten die Kampagne inspiriert: «Auschwitz fängt da an, wo einer in einem Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere». Natürlich wird diese Aussage von Fleischgenießern „als Beleidigung“ gegenüber den Juden, also Menschen, die ja keine Tiere sind, gerne herangezogen, es beruhigt das eigene berauschte Gewissen indem ein seelisch Verkrüppelter, geistig toter, den Vergleich „Mensch zum Tier“ vehement „verteidigt“, außen hui, innen pfui. Es geht aber um nichts anderes – als um MENSCH sein – sein Verhältnis zum Tier! Grausamkeit ist unfähig, menschlich zu handeln. In ihr ist keine Schönheit außer, der eigenen Häßlichkeit, die nichts anderes ausdrückt, als die tiefsten Abgründe, in die sich ein Mensch verkauft , nichts anderes als seine Seele.

    H. Toennis hat letztlich nichts gewonnen auch, wenn er davon nicht die geringste Ahnung hat, einst vor unserem Lebens-Schöpfer offenbar zu werden, wohin will er fliehen? Das auch er wie wir alle zu einer Zeit die Knie vor dem Tode beugen müssen, trotzdem nicht anerkennt „in dieser Sprache des Todes“, kein Mensch die Omnipotenz inne hat, zeigt doch nichts weiter als den Wahnsinn in ihren Herzen, Größenwahnsinn, der sich über den vergänglichen irdischen Besitz definiert. Arme Seelen. Sie haben sich umsonst gelebt. Sich für tote weltliche Dinge respektlos vor der lebenden Schöpfung ausgetobt, sich dafür entschieden, in ihrem freien Willen frei zu Fall. Die Irrsinnigen, fest davon überzeugt, außer „ihrer weltlichen Macht“ bestünde keine andere Macht über sie; der Allmacht GOTTES, widersetzt sich der widerspenstige Geist, des Menschen Stolz verweigert und erhebt sich, dass Böse in ihnen, die Herrschaften des Unrechts, nur der sterbliche Narr, krönt sich selbst zu Göttern. Dahinter verbergen sich schwache unreife Persönlichkeiten, Psychopathen, Doziopathen, Sadisten, die andere Leben klein machen um selbst groß zu wirken, die Scheinriesen.

    Die verstaubten Geschichtsbücher sind voll von ihnen, wer sind sie heute und wo, „ihre Macht, ihre Gewinne“? Was ihnen bleibt, nichts weiter als ihr Pyrrhussieg! Und der Irrtum, für den sie existierten. Am Ende steht die Bilanz: Jedem nach seinem Werke. Kein Mensch kann GOTT LIEBE in Seiner Allmacht mit „irdischen Privilegien“ bestechen, seine Seele freikaufen, „aus sich selbst erlösen“, dass funktioniert nur hier auf Erden bei den schlechten Leuten: „eine Hand wäscht die andere“. Hochmut kommt vor dem Fall!

    Wer sich so für großartig hält, der soll zum Friedhof gehen und er wird sehen, was die Welt wirklich ist – eine Hand voll Erde, ein Augenblick bedeckt voll Staub und eine Hoffnung, für wenig Zeit.

    „Juliane Essling: „Ein solches Feedback auf eine Reportage habe ich als Journalistin selten erlebt. Man kann sich nicht vorstellen, wie eingeschüchtert die Menschen sind, die sich bei uns melden.“ – Verunsicherte Menschen stellen sich immer auf die Seite der vermeintlichen Sieger, indem „sie weitermachen, wovor sie sich fürchten“, „kuschen“, „gehorchen“, auf andere Menschen von außen warten, „die sie retten“, weil sie selbst nicht beenden, was sie herbeisehnen, dass Ende ihrer Unterdrückung!

    Sich „anpassen“, sich stillschweigend in Deckung halten, ist sich selbst aufgegeben zu haben, ein Freibrief für die Unterdrücker! Wüßten die Unterjochten das sie mit einer angeborenen Willenstärke keine geborenen Sklaven sind, wären sie sich dessen bewusst, wäre ihr Selbstbewusstsein dazu fähig, gemeinschaftlich gesund ein krankes System zu durchbrechen, denn die Macht benötigt die Angst die sie sät, um seine Willkür über andere LEBEN aufrecht erhalten zu können. In Angst und Schrecken zu versetzen, ist ein „gelungenes Werkzeug“ der Machtbesessenen, dieses „gefühlte Trugbild“ in andere Lebewesen zu erschaffen, es ermöglicht den Lebensfeinden wonach sie begehren, Macht, um sie anschließend für den eigenen Vorteil zu missbrauchen.

    Die Missbrauchten Menschen, ihnen geht es auch nicht anders wie Toennis und seinesgleichen, nur im umkehrschluß: „die Opfer glauben ebenso an keine höhere Macht, kennen kein GOTT-Vertrauen in sich, wissen nichts von der Allmachts-Kraft, wozu diese in allem fähig ist, was den Menschen unmöglich bleibt, weil sie ihren Lebens-Schöpfer nicht anerkennen, „geistig blind sind“, als jener Macht, die sich hier auf dieser Welt so aufspielt, so, als wäre sie der Herr auf Erden. Dass ist die eigentliche teuflische Verblendung. Ein Großteil der Menschen glaubt einzig an die weltliche Macht. Etwas anderes darf es nicht geben, gibt es nicht in ihrer Vorstellung, „kann nicht sein“. Der Verstand der sich täuscht, der keine Einheit zum Herzen findet. Und so vegetieren sie in ihrer Anpassung dahin, in dieser sie irrtümlicherweise, ihr Heil erhoffen, sich brav diesem traditionellen schwachsinnigen Weltbild anpassen, von dem sie sich versprechen, dadurch erlöst zu werden, „die Geldmacht“, von dieser sich die ganze Menschheit erpressen lässt. Es ist keine Floskel oder „nur ein Spruch“ – der Teufel beherrscht die ganze Welt, dass Kollektiv! Denn letztlich, auch wenn die allermeisten Menschen nichts davon wissen wollen, alle, die Verbraucher, die Metzger, alle die die Trilliarden Tierleben auf Erden für sich einfordern, die für die Industrie, für die Politik, für das widergöttliche hochgradig gestörte System vollstrecken, sind Mittäter. Ob bewusst. Ob unbewusst. Täter bleibt Täter. Die Opfer, die Wahren, sind die Wehrlosen – die Tiere.

    Kehrt um! Lasst von euren Gräueltaten ab! Denn nur der Mensch alleine hat aus der Erde eine Hölle für die Tiere gemacht. Romain Rolland (1866-1944, französischer Dichter) fragte: Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selbst leidet? Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihrem Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit.

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