Tierrechte

Gorilla kommuniziert in Video Wunsch nach Freiheit

Pinterest LinkedIn Tumblr

In einem neuen, emotionalen Social Spot veranschaulicht PETA die Ungerechtigkeit, die Menschenaffen in Zoos widerfährt: Der Spot, der ab heute auf den Online-Kanälen von PETA Deutschland zu sehen ist, zeigt die wundersame Begegnung eines einfühlsamen Jungen mit einem außergewöhnlichen Gorilla in einem Zoo. Was wie ein typischer Tag im Zoo beginnt, ändert sich dramatisch, als sich die Blicke der beiden treffen. Mithilfe eines weltbekannten Songs der Band Queen zeigt der Silberrücken dem Jungen eindrücklich, was er von seiner Gefangenschaft hält.

Mit dem Spot der schwedischen CGI-Spezialisten (Computer Generated Imagery) von FableFX erinnert PETA daran, dass die nächsten Verwandten des Menschen – Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans – noch immer zur Unterhaltung in Zoos eingesperrt werden. Dabei ist ihre Gefangenhaltung vergleichbar mit der lebenslangen Inhaftierung eines Menschen. Im Rahmen der Kampagne „Menschenaffen raus aus Zoos“ fordert die Tierrechtsorganisation, die Haltungen durch ein Nachzucht- und Importverbot auslaufen zu lassen. Zudem appelliert PETA an alle Menschen, Zoos und Tierparks niemals mit dem Kauf einer Eintrittskarte zu unterstützen.

„Die Zoo-Gefangenschaft von Menschenaffen muss enden. Jedes Lebewesen hat ein ureigenes Recht auf Freiheit verdient. Unsere nächsten Verwandten in Zoogehege einzusperren, ist Tierquälerei. Zum Artenschutz oder zur Wissensvermittlung über die Natur trägt ein Affengehege ebenfalls nichts bei – Besucher lernen höchstens, wie sich ein verhaltensgestörtes Tier verhält. Der Spot wird hoffentlich viele Menschen dazu bringen, unseren Umgang mit Tieren zu überdenken.“

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

Tiere aufgrund des immensen Leids mit Psychopharmaka ruhiggestellt

Die Ansprüche von Gorillas sind so komplex, dass ihnen kein Zoo einen artgerechten Lebensraum bieten kann. Studien zufolge leiden die Tiere in Zoos häufig unter schweren Verhaltensstörungen. Ihr psychisches Leid äußert sich durch Selbstverstümmelung, extreme Zurückgezogenheit, permanentes Hin- und Herschaukeln des Oberkörpers bis hin zum Verzehr der eigenen Exkremente. Zum Teil verabreichen Zoos den Wildtieren sogar Psychopharmaka, damit sie die lebenslange Gefangenschaft überhaupt ertragen. Daher appelliert die Tierrechtsorganisation mit einer Petition an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Gefangenhaltung und Zurschaustellung der sensiblen Tiere schnellstmöglich auslaufen zu lassen.

PETA weist darauf hin, dass immer mehr Menschen bewusst ist, dass die Gefangenschaft in Zoos grundsätzlich mit Leid für die Tiere verbunden ist. Laut einer von der Organisation in Auftrag gegebenen INSA-Meinungsumfrage vom April 2020 befürwortet mit 41 Prozent die relative Mehrheit der Befragten ein Ende der Zucht und Haltung von Menschenaffen in deutschen Zoos. 

PETA plädiert für echten Artenschutz

Deutsche Zoos können keine Auswilderungen bei Menschenaffen vorweisen – die Tiere können Verhaltensweisen, die für ein Überleben in der Natur notwendig sind, in Gefangenschaft nicht oder nur schwer erlernen. Trotzdem investieren zoologische Einrichtungen Millionen Euro an Steuergeldern in teure Nachzuchtprogramme und kostenintensive Bauprojekte. Durch Maßnahmen zum Erhalt des natürlichen Lebensraums der Tiere hingegen könnten weitaus mehr Menschenaffen geschützt werden.

Avatar

Die Artikel auf der Website der IG Wild beim Wild sind von und mit den Mitarbeitern von der IG und weiteren Co-Autoren als auch von Dritten.

Schreibe einen Kommentar