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Wildhüter statt Jäger

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Jagdhunde sind für Hobby-Jäger angeblich nötig, um den Wildschweinbestand zu regulieren. Doch die Hunde müssen erst lernen, wie sie sich gegenüber den wehrhaften Tieren verhalten. In Elgg ZH wird dafür nun ein «Schwarzwildgewöhnungsgatter» gebaut. Gegen diese Übungsanlage hatten sich Tierschützer lange gewehrt, weil zum Beispiel professionelle Wildhüter, wie im Kanton Genf, auf diese Tierquälereien verzichten können.

Wildtiere gehören nicht den Hobby-Jägern (res nullius), sondern genauso gut der nicht jagenden Bevölkerung in der Mehrheit. Das Verhältnis ist dabei 4 (Jäger) zu 96 (Nichtjäger). Deshalb sollte es uns nicht egal sein, wenn eine Minderheit das Gemeingut in unserer Nachbarschaft quält. Hobby-Jäger gehen so weit, dass sie glauben, sich für ihre Tierquälereien nicht rechtfertigen zu müssen. Hobby-Jäger sehen sich gerne als der Mittelpunkt der Schöpfung, den Urinstinkt, und tun das, was sie…

Indemini – Die IG Wild beim Wild hat den Bericht des Regierungsrates an die Parteien vom 8. November 2017, verfasst im Departement von Herrn Markus Kägi (Amateur-Jäger), einem Faktencheck unterzogen. Behauptet wird viel, was aber ist wahr? I) Der Regierungsrat schreibt: Die 850 Pächterinnen und Pächter (davon 230 Jagdaufseherinnen und -aufseher mit entsprechender Zusatzausbildung) wenden für die Bejagung, den Unterhalt ihrer Reviere, die Wildschadenverhütung und den Einsatz bei Unfällen mit Wildtieren durchschnittlich je 400 Stunden,…

Der Regierungsrat sieht keinen Vorteil darin, die bewährte Milizjagd zu verbieten und die Wildhut staatlich besoldeten Wildhütern zu übertragen. Er verweist auf das gute Funktionieren der Jagd in den heutigen Jagdrevieren und den hohen Sachverstand der Jagenden. Ohne diese befürchtet er hohe Kosten sowie Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und im Wald. Er beantragt dem Kantonsrat, die Volksinitiative «Wildhüter statt Jäger» ohne Gegenvorschlag abzulehnen.

Die Jagd im Kanton Zürich soll in ihrer heutigen Form endgültig abgeschafft werden. Künftig sollen nur noch professionell ausgebildete WildhüterInnen eingesetzt werden. Dies fordert die kantonale Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ der Tierpartei Schweiz (TPS). Der Kanton Zürich soll „ein kantonweites Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten WildhüterInnen“ einführen, welches die Risikogruppe Amateur-Jäger ersetzt. Dabei soll die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes im Vordergrund stehen. Bei kranken oder verletzten Wildtieren dürften nur vom Kanton angestellte Wildhüter eingreifen.