Lorenz Hess

Wild beim Wild wirft BDP Nationalrat Lorenz Hess verschiedene Straftaten vor und erstattet Strafanzeige

Herr Lorenz Hess erklärt unter anderem in Tageszeitungen verschiedene Versionen über einen strafrechtlich relevanten Tathergang: Fuchs totgeprügelt!

Im Blick: Hess erklärt BLICK, wie sich das Ganze zugetragen hat. Und das geht so: Vor zwei oder drei Jahren habe er auf der Jagd im Berner Oberland in seiner Nähe einen Schuss gehört und wollte nachschauen. Dafür musste er einen steilen Hang überwinden. Dabei sei er ausgerutscht und seine Waffe im Dreck gelandet. Oben sei ein von einem anderen Jäger angeschossener Fuchs gelegen, der noch ein wenig gezuckt habe, so Hess.

In der Weltwoche: Ein Handy-Video hält die Szene fest: Der oberste Berner Jäger Lorenz Hess, mit Schrotflinte auf Fuchspirsch im Berner Oberland, hält ­einen offensichtlich angeschossenen Fuchs an den Beinen und schlägt mit zahlreichen heftigen Stockhieben auf dessen Kopf ein. Auf Anfrage der Weltwoche bestätigt Hess den Vorfall. Er vermute, dass die im Video festgehaltenen Szenen «hässlich» aussähen. Er habe den Fuchs nicht selber angeschossen – sondern ein Jagdkollege habe das getan –, er sei dann aber zu ihm hingeeilt. Gemäss einer zweiten schriftlichen Version will Hess realisiert haben, «dass in der Nähe ein Schuss abgegeben wurde». Das Tier habe sich nicht mehr bewegt, er sei überzeugt gewesen, dass es tot sei, glaubte dann aber, Regungen wahrzunehmen. Umso merkwürdiger bleibt die Tatsache, dass Hess trotzdem mehrfach mit einem Stock auf den Fuchs einschlug. «Im Nachhinein betrachtet, war diese Intervention vielleicht nicht nötig», sagt Hess. «Wahrscheinlich» sei der Fuchs bereits «klinisch tot» gewesen, als er auf ihn eindrosch.

Wie immer, wenn Jäger sich erklären, passt vieles nicht zusammen. Sein Jagdkollege hat das ganze gefilmt, warum? Weshalb wurde nicht dessen Waffe genommen oder die Pistole welche man für den Fangschuss dabei haben sollte? Wo war das Jägermesser? Warum wurde der Fuchs überhaupt angeschossen? War wieder Alkohol im Spiel? Ist Lorenz Hess tatsächlich charakterlich überfordert? Gibt es schon ein psychologisches Gutachten oder Wesenstest über seine Waffentauglichkeit, unkontrollierten Gewaltausbrüche?

Fuchs
Fuchs

Der Jäger Lorenz Hess fällt des Öfteren negativ auf. So sollen diesen Frühling z. B. seine Jagdhunde ausser Kontrolle durch Quartiere gejagt haben und in private Grundstücke eingedrungen sein. Oder im Mai 2016 hat der Berner Stadtrat beschlossen, dass es für Jugendliche gefährlich sei, wenn man sie für Waffen begeistere und strich das Angebot aus dem Ferienpass Fäger. “Die Kurse im Schützenverein sind erzieherisch wertvoll.” meint dagegen der militante Waffennarr Lorenz Hess und bekämpfte das Vorhaben des Stadtrates.

Lorenz Hess wörtlich: “Tiere jagen ­bedeutet Tiere respektieren” oder “Ein bisschen was geht immer! Sind seine Slogans. Dies missioniert er in der Öffentlichkeit, um für sein psychopathisches Jagdhobby Werbung zu machen. In der heutigen Gesellschaft gilt, wer beim Töten nichts fühlt, ist schwer gestört.

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Der Dachverband der Berner Tierschutzorganisationen ist im November 2012 über die Gepflogenheiten von Herrn Lorenz Hess in seinem Wohnort Stettlen entsetzt, nachdem dort ein Fuchs als Wegweiser aufgehängt wurde: «Ich verurteile diese Aktion aufs Schärfste. Die Jäger haben die Würde des Tieres verletzt. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben, auf die Jagd hinzuweisen», so Präsidentin Alexandra Spring.

«Wir haben den Fuchs als Wegweiser aufgehängt, damit die Jäger leichter zum Treffpunkt finden», rechtfertigte sich der Jäger Lorenz Hess und „es war eine gute und friedliche Jagd“, schreibt 20.min. Das Jäger nicht die hellsten Kerzen auf der Torte der Gesellschaft sind, ist bekannt, aber ein Wegweiser sollte man schon lesen können.

Oder Lorenz Hess betitelt Krähen als schwarze Krächzer, was auch viel über sein Gedankengut und Tier-verachtende Jägerlatein aussagt.

Gerade die Fuchsjagd ist eine sinnfreie Spassjagd als Hobby. Es gibt keine gesetzlich geregelte Abschussplanung. Ja, es ist laut Experten sogar völlig widersinnig, gesunde Füchse zu bejagen.

Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist interessant, das Gewalttaten wie das Jägerdasein ein Gehirn verändern. Das Gleichgewicht der intellektuellen Fähigkeiten und der niederen animalischen Triebe gestört wird. Jägern fehlt oftmals der Respekt vor Mitlebewesen. Ihre inneren Dämonen reagieren ungehalten auf Einschränkungen, Ratschläge und Kritik von der normalen Bevölkerung.

Jäger jagen nicht, um ein ökologisches Gleichgewicht herzustellen, noch regulieren sie aus ökologischer und ökonomischer Sicht Wildtierbestände nachhaltig. Da durch den Jagddruck Wildtierpopulationen eher zunehmen, tragen sie auch nicht wirklich zur Wildschadensverminderung bei. Jäger sind keine Naturschützer, sondern archaische Naturausbeuter – zum Leidwesen vieler. Jäger nähren den Kult des Todes und sind eingebunden in sektiererische Strukturen.

Jagd ist hässlich. Jagd ist Tierquälerei. Jagd gibt vor etwas zu sein, was es gar nicht ist.

Das Bezirksgericht Uster hat unlängst eine Jagdpächterin wegen Vergehen und Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz verurteilt, weil sie einen angefahrenen Fuchs nicht erschoss, sondern durch ihren Hund totbeis­sen liess. Ein ebenfalls anwesender Bezirksbeamter war durch die «grauenhaften Schreie» des Fuchses so schockiert, dass er Anzeige erstattete. Die Beschuldigte, so befand das Gericht, «wählte nicht wie vorgeschrieben das mildeste Mittel, um das Tier zu töten». Das Zürcher Obergericht hat das Urteil inzwischen bestätigt und befand: «Man hätte schiessen müssen.» Dieses Verdikt gilt zweifellos auch für Lorenz Hess.

Beweise:

Gewaltverherrlichung oder Gewaltverharmlosung auf Videos zu filmen und das Grausame sowie Unmenschliche eines Vorgangs in verletzender Weise darzustellen, ist ein Verstoss nach Art. 135 4. (StGB) im Zusammenhang mit organisierter Gewaltdarstellungen (öffentlicher Beschaffung, Verbreitung und Besitz von Gewaltdarstellung mit Menschen und Tieren) und Verstoss nach Art. 26 a. TSchG (niemand darf ungerechtfertigt einem Tier seine Würde missachten), gleichkommt.

Jäger fallen praktisch in die Gruppe einer aggressiven Sekte mit einem militanten Missionierungsanspruch bei Kinder und Jugendlichen in Schulen sowie in der Politik. Vielerorts gehen laut Medienberichten mafiöse Strukturen, Kriminalität (Waffenhandel, Wilderei, Korruption usw.) mit der Schiesskultur der Jäger einher. Einschlägig bekanntes Propaganda-Material der Jägerschaft ist voll mit Bilder und Schilderungen ihres Trophäen- und Waffenkults, was +/- 99 % der normalen Bevölkerung eigentlich nur anwidert.

Jägerparolen sind reine Augenwischerei. Analysiert man z. B. in der Schweizer Politik die Jägerfraktion, erkennt man schnell, dass sie sich selten bis gar nie für die Natur engagieren – klar wird dagegen, dass Ausbeutung und Eigennutz deren wahre Interessen sind. Die Experten der Jäger sind meistens nur Interessenvertreter einer egoistischen Lobby, um eine Unkultur zu erhalten und schön zu reden. Im Umweltranking belegen Jäger sogar den letzten Platz.

Jäger schleichen wie Diebe in der Natur umher und suchen für die Tierquälerei Gleichgesinnte. Das Tier-verachtende Jägerlatein missionieren sie bis in die Grundschulen, obwohl sie keine pädagogische Berufung haben.

Neben der qualvollen ist die mutwillige Tötung gemäss Art. 26 a. (TSchG) untersagt. Unter diesem Aspekt sehr kritisch zu prüfen ist unter anderem das Töten von Tieren aus Aberglaube, Brauchtum, Tradition, Unterhaltungszwecken für Bildaufnahmen, Ausstellungen, Märkten usw. Das Tierschutzgesetz wurde zum Schutz der Tiere gemacht, nicht zum Schutz der Jäger. Für die in einem intakten Ökosystem wichtigen gesunden Füchse gibt es z. B. keine rechtliche Abschussplanung. Damit ist der Verdacht der Schreckung der Bevölkerung Art. 258 (StGB) und Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit Art. 259 (StGB) auch gegeben. Der Schutz des Lebens von Tieren und seine Würde sind grundsätzlich zu gewährleisten. Wer sinnlos tötet, schützt nicht und der zivilisierten Gesellschaft nützt es nichts.

Gewalt führt nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung immer zu Gegengewalt. An der Stelle wo Gewalt sich entlädt, werden genauso Schäden verursacht, wie am Punkt, auf den sie gerichtet ist. Und dies denkbar konkret auf neuronaler Ebene. Wissenschaftler haben dies bei Untersuchungen bei Menschen die Schusswaffen gebrauchen, herausgefunden. Auch Neuropsychologen bestätigen: Die Amygdala, ein Kerngebiet im Gehirn, ist bei Gewalttätern auffällig zurückgebildet oder gestört. In diesem Sinne verüben Jäger nach Art. 125 3 1 (StGB) auch eine Körperverletzung.

Tiermissbrauch und Gewaltdarstellungen sind nicht etwa als geringer Persönlichkeitsfehler im Jäger zu werten, sondern steht vielmehr als Symptom für eine tiefgreifende mentale Störung. Forschungen in der Psychologie und der Kriminologie zeigen, dass Menschen, die Gewalttaten an Tieren ausüben, es nicht dabei belassen; viele von ihnen machen an ihren Mitmenschen weiter.

Die Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unser allem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien. Jahr für Jahr werden unzählige Menschen durch Jäger und Jägerwaffen verletzt, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden müssen. Je mehr Jagdwaffen im Umlauf sind, desto gefährlicher wird es für die Allgemeinheit.

Die Jagd muss einen guten Grund haben. Weil auf einfache Weise formuliert, Ethik, Wissenschaft, Gesetzesgrundlagen usw. unabdingbare Voraussetzungen für eine zeitgemässes Wildtiermanagement sind. Der Slogan ist auch umgekehrt wahr: Ohne ausreichende Begründung ist der Abschuss eines Wildtieres ethisch nicht zu rechtfertigen. Diese ausreichende, stichhaltige Begründung fehlt heute bei der Jagd auf Tiere, die einfach nur „beseitigt“ werden (Beispiel Fuchs, Vögel, Trophäenjagd usw.). Eine sogenannte Regulierung von Beutegreifern zugunsten hoher Huftierdichten ist aus fachlichen und ethischen Gründen kategorisch und konsequent abzulehnen. Der moderne Mensch respektiert Beutegreifer als wichtigen Teil des Ökosystems. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass es Jägern nicht um Natur- oder Wildschutz geht, sondern dass sie Freude an Gewalt und Beute machen haben. Kein Jäger würde irgend etwas für Natur oder Allgemeinheit tun, wenn er nicht töten dürfte. Das ist die traurige Wahrheit.

Was früher in Genf hunderte Jäger schlecht gemacht haben, erledigen heute 11 Wildhüter nebst vielen anderen Aufgaben vorbildlicher. Mit mehr Wildhüter die nur therapeutisch neben Fuchs, Luchs, Wolf, Greifvögel usw. eingreifen, hätten der Kanton wieder mehr Ordnung, Biodiversität und Schutz vor Naturgefahren. Dem Steuerzahler würden vermutlich hunderte Millionen von Franken erspart, welche der Bund, Kantone und Gemeinde in die Walderhaltung pumpt, dort wo die Problemjäger die Wildtiere parkieren und züchten. Der Kanton Genf beklagt auch keine Forstschäden oder bejagt den Fuchs.

Wildtiere sind wie wir Menschen Lebewesen und keine Ressourcen für jägerisches Steinzeit Gebaren. Wildtiere haben einen wissenschaftlichen Umgang verdient und nicht die sektiererische Jagd. Heute ist die Jagd mehrheitlich ein Volksfest, wo Geschäftsleute und Tierquäler Partner einladen – um Tiere zu massakrieren sowie die Staatskasse mit Blutgeld zu verunreinigen – wohl ein weltweit einmaliges Phänomen.

Jagdleidenschaft ist kein Auftrag der Gesellschaft oder Recht bzw. Gesetz und kann es auch nicht sein.

Der Berner Jagdverband stellt seinen Mitgliedern einen Auszug aus den Jagdvorschriften zur Verfügung. Darin werden Artikel 14 des kantonalen Jagdgesetzes und Artikel 8 der kantonalen Jagdverordnung zitiert, laut denen «alle Sorgfalt» aufzuwenden sei, «um dem Tier unnötige Qualen und Störungen zu ersparen und seine Würde zu ­bewahren». Gemäss Artikel 12 der Jagdverordnung verstösst gegen die Weidgerechtigkeit, wer «Wildtieren unnötige Qualen zufügt». Es sind nur «gestattete Jagdwaffen und Muni­tion» zu verwenden. Unter Jagdwaffen fallen laut Berner Direktionsverordnung genau definierte Gewehre, Schrotflinten und Faustfeuerwaffen. Wer – wie Lorenz Hess im Fall seiner dokumentierten Fuchsjagd – gegen die gesetzliche Weidgerechtigkeit verstösst, kann gemäss Artikel 31 des kantonalen Jagdgesetzes «mit Busse bis zu 20 000 Franken bestraft werden», soweit nicht «bundesrechtliche Strafnormen zur Anwendung gelangen». Diese und weitere bindende Vorschriften an die Berner Jäger unterschreibt «mit Weidmannsgruss» niemand geringerer als der fehlbare Lorenz Hess, Präsident des Berner Jägerverbands.

Die Jagd, wie sie heute ausgeführt wird, ist kein jahrhundertealtes Handwerk, Tradition oder Kultur. Die Schweizer Jäger verdienen den Begriff Jäger gar nicht im traditionellen Sinn eines richtigen Jägers eines Naturvolkes.

Wild beim Wild fordert umgehend den Einzug seiner Waffen und Jagderlaubnis. Der Mann ist eine Gefährdung für die Öffentlichkeit und Kinder. Als Vorbildfunktion versagt Lorenz Hess regelmässig. Aus diesem Grund wurde er jetzt auch von seinen Jagdkameraden angeschwärzt.

Zum laufenden Strafverfahren können keine weiteren Auskünfte gegeben werden.

Adresse für Rückfragen:

Wild beim Wild
Email: info@wildbeimwild.com