Naturschutz

Tessin: Gämsbestand im beliebten Wandergebiet eingebrochen

Im Tessin ist die Gämse die begehrteste Beute der Hobby-Jäger.

Seit mindestens einem Jahrzehnt weisen Tierschützer auf einen rapiden Rückgang der Populationen hin. Für Gämse, Füchse und Co, braucht es laut wissenschaftlichem Fachwissen kein jährliches Gemetzel durch Hobby-Jäger. Aber diese Laien haben kein Respekt gegenüber Lebewesen und der Natur.

Ausserordentlich besorgniserregend ist die Situation im Gambarogno/Tamaro/Lema-Gebiet. In dem Gebiet, wo man immer wieder Schüsse der Hobby-Jäger ausserhalb der Jagdzeit hört. Touristen, die gerne Wildtiere sehen würden, grimmigen Hobby-Jägern in Militärkleidung begegnen.

Das gesamte Gebiet wird angeblich seit 2004 regelmässig auf 12 festen Routen vom Amt für Jagd und Lügen in Bellinzona überwacht.

Zweimal im Jahr werden die Routen zur gleichen Zeit abgefahren, um eine Gesamtzählung der Gämse im gesamten Gebietes zu machen.

Die Ergebnisse der Zählungen der gesichteten Gämsen (Censiti) und Abschüsse (Catture) werden im Folgenden vom Amt für Jagd und Lügen dargestellt.

Um einen besseren Artenschutz zu gewährleisten, hat der Staatsrat die Gamsjagd im Gebiet Gambarogno-Tamaro-Lema nun endlich eingestellt – ein 3-jähriges Moratorium eingeführt!

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