Die Europäische Union braucht rechtsverbindliche Massnahmen zum Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt, sagte das Europäische Parlament und fügte hinzu, dass freiwillige Pläne gescheitert seien.

Das Parlament nahm die Entschliessung „EU-Biodiversitätsstrategie für 2030: Die Natur zurück in unser Leben holen“ an, die sich mit der aktuellen Krise der biologischen Vielfalt in Europa und dem Rest der Welt befasst.

Zur Untermauerung dieses Ziels fordern sie ein EU-Biodiversitätsgesetz, das dem EU-Klimagesetz ähnelt. Die EU will den Einsatz chemischer Pestizide halbieren, den Düngemitteleinsatz um 20 % senken und die geschützten Land- und Meeresgebiete bis 2030 ausweiten.

Frühere Pläne haben es nicht geschafft, die Zerstörung natürlicher Lebensräume für eine nicht nachhaltige Landwirtschaft und Urbanisierung zu stoppen. Die meisten geschützten Lebensräume und Arten in Europa befinden sich in einem schlechten oder sehr schlechten Erhaltungszustand.

Um den Niedergang der Natur zu stoppen, sollten 30 % der natürlichen Gebiete der Erde vor der Zerstörung durch kommerzielle Nutzung geschützt werden, so die Wissenschaftler. Das Parlament fordert, dass die EU sich dafür einsetzt, diese 30 % rechtsverbindlich zu machen.

Brüssel will auch eine Dynamik im Vorfeld eines globalen Gipfels zur biologischen Vielfalt im Oktober in China schaffen, wo fast 200 Länder ein neues Abkommen zum Schutz der Natur aushandeln werden.

Diskussion