Umweltschützer warnen, dass Millionen von Wildtieren durch Brände, die in Brasilien zur Rodung von Land gelegt werden, getötet oder verletzt werden.

Aber das ist nur ein Anfang. Arbeiter berichten, dass sie bereits Rehbabys mit verbrannten Beinen, Affen und Jaguare gesehen haben, die durch das Feuer zu Kohle wurden, und andere mit verbrannten Pfoten, dehydriert oder verhungert, unfähig, Nahrung oder Wasser zu finden.

Viele der Brände, die Lebensräume in den brasilianischen Brennpunkten der biologischen Vielfalt zerstören, werden absichtlich gelegt, um Land für den Anbau von Nutzpflanzen zu roden, mit denen weltweit Nutztiere gefüttert werden.

Laut World Animal Protection (WAP) wird in der Pantanal-Region im Westen des Landes, dem grössten Feuchtgebiet der Welt, so viel Land gerodet und verbrannt wie nie zuvor.

Im vergangenen Jahr wurden schätzungsweise 65 Millionen einheimische Wirbeltiere durch Brände im Pantanal, das sich auch auf Bolivien und Paraguay erstreckt, getötet oder verletzt.

Zu Beginn der diesjährigen Feuersaison wurden in Brasilien nach Angaben des Nationalen Instituts für Weltraumforschung bereits 139’756 Brände registriert.

Die Tierschutzorganisation (WAP) ist gemeinsam mit einer regionalen Umweltorganisation und lokalen Rettungskräften dabei, Fluchtkorridore durch die Flammen und rauchgeschwängerten Gebiete zu schaffen sowie Wasser und Nahrung für Wildtiere bereitzustellen.

Die Retter sagen, dass die Wildtiere, wenn nötig, eingefangen und behandelt werden, bevor sie nach Möglichkeit wieder in die freie Wildbahn entlassen werden.

Greenpeace hat eine Kampagne gegen die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet, im Cerrado und im benachbarten Feuchtgebiet Pantanal gestartet, da die Brände in Brasilien von Jahr zu Jahr schlimmer werden.

Die Landwirte nutzen die „Brandrodung„, um ganze Landstriche von der natürlichen Vegetation zu befreien, um Soja für Tierfutter anzubauen, das weltweit für die Fleischindustrie exportiert wird, so die Aktivisten.

Joao Almeida, geschäftsführender Direktor von World Animal Protection Brasilien, sagte: „Der Cerrado gilt als ein Savannen-Ökosystem mit einer der grössten Artenvielfalt der Welt, und das Pantanal ist das grösste tropische Feuchtgebiet der Welt und ein Weltnaturerbe.

Die Auswirkungen dieser Brände auf die Umwelt und die Tierwelt sind verheerend.

Wir können den Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und dem unverantwortlichen Verhalten der grossen Unternehmen, die diese Verwüstung anrichten, nicht länger ignorieren.

Joao Almeida

In Brasiliens zentralem Bundesstaat Goias bedrohen Brände, die in diesem Monat mindestens 44’480 Hektar Vegetation vernichtet haben, einen Nationalpark, in dem seltene Tierarten wie Jaguare und Mähnenwölfe leben.

Leticia Larcher, eine lokale Biologin, die mit WAP zusammenarbeitet, sagte: „Letztes Jahr gingen 90 % des gesamten Gebietes, in dem wir arbeiten, in Flammen auf, und dabei sind schätzungsweise über 17 Millionen Tiere gestorben. Unsere Aufgabe ist es, das Pantanal zu erhalten.

Die Wohltätigkeitsorganisation fordert ein Verbot für den Bau von neuen Fabrikfarmen.

1 Kommentar

  1. Schrecklich die Waldbrände durch Menschenhand. Das roden von Wäldern hat das mit verschuldet. Die armen Tiere wie soll das so weitergehen. Die Menschen haben den Tieren Tieren die Hölle auf Erden gebracht.

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