Law & Order

Reptilien-Mafia in Spanien aufgeflogen

Eine kriminelle Gruppe verkaufte geschützte Wildtiere mit gefälschten Dokumenten. Zusammen mit Europol konnte ein grosses Netzwerk nun zerschlagen werden.
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Eine Untersuchung, die von der spanischen Guardia Civil geleitet und von Europol unterstützt wurde, führte zur Zerschlagung einer grossen Gruppe organisierter Kriminalität, die an Wildtierhandel, Dokumentenbetrug, Schmuggel und Geldwäsche beteiligt war. 

Die Verdächtigen schmuggelten Reptilien aus Australien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und dem Nahen Osten. Die kriminelle Gruppe benutzte eine Gruppe von Kurieren, um die Tiere über Grenzen hinweg zu schmuggeln. Sie versteckten die Reptilien im persönlichen Gepäck oder sogar unter ihrer Kleidung. Die Verdächtigen führten geschützte Arten in den legalen Markt ein, indem sie CITES-Dokumente fälschten, die die Art des Reptils belegen. Ein Netzwerk von Tierärzten half den Kriminellen, indem es Dokumente fälschte, um die wahre Herkunft der Tiere zu verbergen. Diese kriminelle Aktivität konzentrierte sich auf eine bestimmte Schildkrötenart, was ein Marktmonopol für das kriminelle Netzwerk sicherstellte.

Ergebnisse in Kürze

  • 21 Verdächtige festgenommen (aus Spanien und Großbritannien)
  • 1 der Führer unter den Verhafteten
  • 355 Exemplare von Reptilien beschlagnahmt
  • Schusswaffen einschliesslich einer beschlagnahmten Maschinenpistole
  • Gegenstände im Wert von 800 000 € beschlagnahmt

Informationsaustausch führte zu den Verbrechern

Diese Untersuchung deckte eine gut umgesetzte kriminelle Gruppe auf, die den freien Verkehr von Personen und Gütern missbrauchte, um ihre illegalen Aktivitäten zu verbergen. Durch die kriminelle Analyse der Geheimdienste in den Informationssystemen von Europol konnten Verbindungen zwischen Personen und Ereignissen hergestellt werden. Die Beteiligung von Europol war entscheidend, um die Verdächtigen mit unterschiedlichen Nationalitäten mit der kriminellen Aktivität in Verbindung zu bringen.

Strafverfolgungsbehörden aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Schweden unterstützten die Untersuchung ebenfalls, schreibt Europol.

Europol erleichterte den Informationsaustausch und unterstützte den Fall mit einer operativen Analyse, die zur Identifizierung eines hochwertigen Ziels führte. Während des Aktionstages leistete Europol Unterstützung vor Ort, indem ein Experte nach Barcelona entsandt wurde, um die Betriebsinformationen zu überprüfen und Links zu Ermittlern vor Ort bereitzustellen. Darüber hinaus richtete Europol einen virtuellen Kommandoposten ein, um die Koordinierung der operativen Aktivitäten zu erleichtern.

Europol hat seinen Hauptsitz in Den Haag, Niederlande, und unterstützen die 27 EU-Mitgliedstaaten bei ihrer Bekämpfung von Terrorismus, Internetkriminalität und anderen schweren und organisierten Formen der Kriminalität. Sie arbeiten auch mit vielen Nicht-EU-Partnerstaaten und internationalen Organisationen zusammen. Europol verfügt über die erforderlichen Tools und Ressourcen, um seinen Beitrag zur Sicherheit Europas zu leisten.

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