Law & Order

Lasse Böckmann: Mutmasslicher Tierquäler erhält Strafbefehl

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Der Hobby-Jäger Lasse Böckmann aus dem bayerischen Cham erhielt einen wohlverdienten Strafbefehl. Darin wird dem mutmasslichen Tierquäler zur Last gelegt, dass er Jagdhunde auf gesunde Wildschweine gehetzt hätte.

Die Hunde hätten die Wildschweine „an der Kehle, den Ohren oder dem Rüssel“ festgehalten. Laut Strafbefehl sei das einzige Ziel gewesen, dass die Wildschweine „derart zu erschöpfen, dass sie mit einer sogenannten „Saufeder“ erlegt“ werden könnten. Dies sei teils erst nach Minuten erfolgt und dadurch seien erhebliche Schmerzen und Leiden billigend in Kauf genommen worden. Der Beschuldigte habe gewusst, dass „diese Art des Tötens nicht den Vorschriften des Jagdrechts und der Waidgerechtigkeit“ entspräche.

Der Tatvorwurf ist, dass ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet wurde. Als Strafe ist eine Geldstrafe in Höhe von 80 Tagessätzen à 60 Euro festgesetzt. Laut Lasse Böckmann wurde ihm daher der Jagdschein bereits entzogen.

Neben Videos, in denen er verschiedene Waffen und die Tötung von Wildtieren den Internetnutzern näherbringen will, zeigt der mutmassliche Tierquäler martialische Videos von seinen Saujagden. Mittels dieser reisserischen Videos versucht der scheinbar unter pathologischer Geltungssucht leidende Onlineshopbetreiber auf seine Outdoor- und Jagdzubehörprodukte in seinem Onlineshop aufmerksam zu machen. Seinen über 33.000 Mitgliedern seines Youtubekanals präsentiert er sich gerne bei seinen Vorträgen mit Kippe im Mundwinkel, schreibt das Deutsche Jagdportal.

Lasse Böckmann, daran lässt er keinen Zweifel, liebt die Jagd mit der Saufeder, wobei seine Hunde kleinere Sauen aus der Rotte separieren und sich dann in ihnen verbeissen. Klagend vor Schmerzen durch die festgebissenen Hunde weisen sie Herrn Böckmann den Weg und er schreitet zur Tat. Mittels einer Kamera, die auf seinem Kopf fest montiert ist, lässt er seine Fangemeinde am Töten der Sau mittels kalter Waffe teilhaben.

Ob er mit diesen Videos seine Geltungssucht befriedigt oder einfach nur sein Onlinegeschäft ankurbeln will, bleibt dem Zuseher verborgen. Ist aber auch unbedeutend, denn Geltungs- und Profitsucht gehen in der Regel Hand in Hand.

Mit seinen Videos wird die Jagd von Herrn Böckmann in einem Licht dargestellt, wie es sich die Mehrheit der Jäger nicht wünschen kann. Jahrelange Öffentlichkeitsarbeit der Verbände wird durch Herrn Böckmann mit Füssen getreten und ad absurdum geführt. Es ist schon bezeichnend, dass nicht die Jägerschaft, sondern die Justiz den Darstellungen der Jagd des Herrn Lasse Böckmann nun die Grenzen aufzeigt, schreibt das Portal.

3 Kommentare

  1. die tierquälerischen Gatter sind überflüssig, weil schon die Jagd überflüssig ist.
    Beispiel: Kanton Genf, Luxemburg.
    das sollte sich in Jägerkreisen mittlerweile herumgesprochen haben

  2. Danke, Eden, dass du dich hier als Ahnungsloser geoutet hast!
    Die Gatter dienen dazu, sowohl die Anlagen eines Hundes festzustellen (vereinfacht ausgedrückt, ist er eine Memme, ein Draufgänger oder eher vorsichtig, aber konsequent) als auch die Hunde langsam an das Wild zu gewöhnen.
    Es werden nie Frischlinge eingesetzt, bei den Sauen kommen zu 90 % „Handaufzuchten“ zum Einsatz, die den Gattermeistern ebenso ans Herz gewachsen sind wie Omas kleiner Bello.
    Jagd funktioniert nur mit gut veranlagten und ausgebildeten Hunden, das funktioniert nicht in der freien Wildbahn, wo, wenn man Pech hat, ein Hund im Wert von mehreren tausend Franken von einem erfahrenen Keiler in wenigen Sekunden zerlegt wird.
    Ich empfehle dir und deinen Genossen einen Besuch eines solchen Gatters, ich bin fest davon überzeugt, dass du anschließend das Thema anders siehst!
    Zu L. B. : Ich habe ihn mehrfach geschrieben (in den Kommentaren seiner Videos), dass er illegal jagt, er meinte nur, dass er das schon immer so mache und ihm da keiner rein zu reden hätte – nun, jetzt hat ihm ein Gericht ordentlich reingeredet…

  3. Grässlich! Es ist ja auch unbegreiflich, dass es solche ‚Ausbildungs-Gehege‘ für Hunde auch in der Schweiz gibt. Im Kanton Zürich werden ebenso junge Wildschweine dafür benutzt, um sogenannte Jagdhunde auszubilden. Sie werden regelrecht auf die kleinen Sauen losgelassen. Viele Tierschutz-Organisationen haben dagegen interveniert und trotzdem ist das Gehege entstanden.

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