Law & Order

Deutschland: Hobby-Jäger im Endstadium

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Es ist ein finsterer, einsamer Ort, den der 64-Jährige für den Mord am Sohn, seinen eigenen Tod und den des Familienhundes gewählt hat.

Das stillgelegte Industriegelände bei einer ehemaligen Betonfabrik mit Graffiti-Schmierereien in Itzehoe. Hier ereignete sich das schreckliche Familiendrama.

Es ist 0.45 Uhr, als sich Karl-Heinrich R. beim Polizei-Notruf meldet: Er sagt, dass er seinen Sohn Norman (15) erschossen hat und sich nun selbst richten wird.

Die Beamten rasen sofort los, doch als sie am Einsatzort eintreffen, zeigt sich ihnen ein trauriges Bild: Sie finden neben dem Auto die Leichen des Mannes, des Jugendlichen und die des Jack-Russell-Terriers. Das Blut der Getöteten hat das Regenwasser rot gefärbt.

Die Hintergründe der Tat dürften vermutlich im familiären Bereich liegen. Vater und Sohn hatten einen Wohnsitz im Amtsbereich Schenefeld. Die Mutter lebt getrennt von der Familie“, so eine Polizeisprecherin.

Lesen Sie hier eine Auswahl von Meldungen über Tote durch Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen in Deutschland:

Die Meldungen, die Sie im Folgenden lesen, wurden aufgrund von vorliegenden Presseberichten erstellt. Dies kann sicherlich einerseits zu Fehlerquellen führen, andererseits niemals alle Fälle erfassen. Die Aufstellung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn gerade bei Familientragödien wird selten bekannt, woher der Täter die Schusswaffe hatte, ob er also Jäger oder Schütze war.

17.12.19: Jäger erschießt Sohn, Hund und sich

Ein 64-jähriger Jäger hat in Itzehoe erst seinen 15-jährigen Sohn und den Familienhund, einen Jack-Russell-Terrier mit einem Gewehr erschossen. Anschließend erschoss er sich selbst.

Um 0.45 Uhr hatte sich der Jäger bei der Polizei gemeldet: Er sagte, dass er seinen Sohn Norman erschossen habe und sich nun selbst richten würde. Als die Polizisten am Tatort eintrafen, fanden Sie die Leichen des Jugendlichen, des Hundes und des 64-jährigen Jägers. Die Polizei geht von einer Familientragödie aus. (Bild, 17.12.2019)

22.11.19: Jagdunfall – 80-Jähriger schwer verletzt

Bei einer Jagd im Berchtesgadener Land wurde ein 80-jähriger Jäger schwer verletzt. Der Senior war auf der Suche nach einem geschossenen Tier, als er ausrutschte und 50 Meter in die Tiefe stürzte. Die Bergwacht musste ihn in einem »aufwändigen Einsatz« retten. (tz München, 22.11.2019)

19.11.19: Jägerin von Wildschwein schwer verletzt

Bei einer Jagd in der Lüneburger Heide wurde eine 33-jährige Jägerin schwer verletzt. Der Jagdhund der Frau hatte ein Wildschwein gestellt. Als die Jägerin ihrem Hund in eine dichte Tannenschonung folgte, wurde sie von dem Wildschwein angegriffen und schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber musste gerufen werden. (BILD, 19.11.2019)

15.11.19: Drei Tote bei Familiendrama

Drei Tote bei Familiendrama im nordrhein-westfälischen Wülfrath: Ein 60-Jähriger hat am 7.11.2019 seine 57-jährige Ehefrau, seine 87-jährige Mutter (87) und den Hund erschossen. Vier Tage später brachte er sich selbst um. Die Schusswaffe wurde im Haus gefunden. Ob der Mann Jäger oder Schütze war, wurde nicht bekannt. (BILD, 15.11.2019)

13.11.19: Munition gebastelt – Jäger verletzt

Beim Herstellen von Munition hat sich ein 59-jähriger Jäger im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus musste. Eine Zündvorrichtung war plötzlich explodiert und verletzte den Jäger an Bauch und Brust. Der Jäger hatte die Munition zuhause gebastelt – dazu sei er laut Polizei berechtigt gewesen. (dpa,13.11.2019)

8.11.19 Treibjagd: Kugeln treffen Haus

Im schlimmsten Fall hätte das tödlich enden können: Als Jäger im Weilerer Wald (Rhein-Hunsrück-Kreis) eine Treibjagd veranstalteten, schlugen zwei Geschosse in ein Wohnhaus in Boppard-Weiler ein. (Rhein-Hunsrück-Zeitung, 9.11.2019)

3.11.19: Jogger im Wald angeschossen

Im Heidekreis wurde ein Jogger im Wald auf einem öffentlich zugänglichen Weg angeschossen und am Bein verletzt. Ein Jäger hatte bei einer mit einer Schrotflinte auf ihn geschossen – es fand gerade eine Treibjagd statt. (Hannoversche Allgemeine, 3.11.2019)

4.10.19: Jäger erschießt Pferd statt Wildschwein

Ein 65-jähriger Jäger hat ein Islandpferd auf einer Weide im niedersächsischen Heidekreis erschossen, weil er es mit einem Wildschwein verwechselt hat. Es sei es zu diesem Zeitpunkt fast dunkel gewesen. »Was, wenn dort ein Mensch gestanden hätte?«, fragt der Pferdehalter. (Hannoversche Allgemeine, 4.10.2019)

27.9.19: 74-jähriger Jäger schießt Freund in Kopf

Ein 74-jähriger Jäger wollte in einem Wildgehege im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen Damhirsch schießen. Dabei stützte er sich mit dem Jagdgewehr auf dem Dach seines PKW ab. Dabei durchschlug das Geschoss das Fahrzeugdach, wodurch ein auf dem Beifahrersitz sitzender 60-Jähriger am Kopf getroffen und schwer verletzt wurde. (Süddeutsche Zeitung vom 27.9.2019)

23.9.19: Bei Jagdunfall schwer verletzt

Ein 72-jähriger Jäger hat sich in der Nähe von Paderborn beim Durchladen seines Jagdgewehrs aus Versehen in den Fuß geschossen und schwer verletzt. (Kreispolizeibehörde Paderborn, 23.9.2019)

19.9.19: Kugel trifft Bauern statt Wildschwein

Bei der Maisernte im schwäbischen in Gündelbach saßen ein 25-Jährige und eine 18-jährige Erntehelferin auf dem Traktor, als zwei Jäger auf ein Wildschwein schossen. Eine Kugel durchschlug die Scheibe des Traktors. Der junge Mann wurde in den Unterschenkel getroffen und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Die Erntehelferin wurde Glassplittern verletzt. (Stuttgarter Zeitung am 17.9.2019)

6.9.19 Gewehr explodiert: Jäger schwer verletzt

Schwerer Jagdunfall bei einer Drückjagd im Kreis Saarlouis: Ein 55-jähriger wollte mit auf ein Wildschwein schießen. Beim Schuss explodierte sein Jagdgewehr, der Jäger erlitt schwere

Gesichts- und Handverletzungen. (Rheinpfalz, 6.9.2019)

2.9.19: Jäger erschießt Fohlen statt Wildschwein

In Nordrhein-Westfalen hat ein Jäger ein Fohlen erschossen. Die Besitzerin fand das Fohlen am Morgen tot auf einer Weide in Blankenheim – nur zirka 70 Meter von einer Jagdkanzel

entfernt. Gegenüber der Polizei sagte der Jäger, dass er auf ein Wildschwein geschossen habe. (Radio RPR1, 2.9.2019)

18.8.19: 82-jähriger Jäger trifft 76-Jährigen

Jagdunfall in der Eifel: Ein 82-jähriger Jäger hat einen 76-jährigen Jagdkollegen aus Versehen angeschossen und schwer verletzt. (Kölnische Rundschau, 18.8.2019)

4.7.19: 71-Jähriger schießt auf Frau und erschießt sich

Ein 71-Jähriger hat im Landkreis Aurich (Niedersachsen) erst versucht, seine 38-jährige Lebensgefährtin zu erschießen, dann erschoss er sich selbst. Die Frau wurde mit einer lebensgefährlichen Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht. (Emder Zeitung, 4.7.2019)

18.8.19: 82-jähriger Jäger trifft 76-Jährigen

Jagdunfall in der Eifel: Ein 82-jähriger Jäger hat einen 76-jährigen Jagdkollegen aus Versehen angeschossen und schwer verletzt. (Kölnische Rundschau, 18.8.2019)

17.8.19: Jäger trifft aus Versehen Pferd

Ein Islandpferd wurde auf einer Koppel in Weiskirchen (Saarland) bei einer Jagd aus Versehen angeschossen und so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. (Breaking News Saarland, 17.8.2019)

21.4.19: Polizei erschießt bewaffneten Jäger

Ein Polizist hat in Bochum einen 77-jährigen Jäger, der ihn mit seinem Jagdgewehr bedroht hatte, angeschossen. Der Mann erlag später den Verletzungen. Ein Zeuge hatte die Polizei gerufen, weil ein Mann mit einer vermutlich durchgeladenen Schusswaffe auf dem Friedhof unterwegs sei. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 24.4.2019)

25.3.19: Fahrlässige Körperverletzung

Bei einer großen Gesellschaftsjagd mit rund 150 Jägern im

Harz traf der Schuss eines 48-jährigen Waidmanns aus Versehen einen 67-jährigen Jagdkollegen, der mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus kam. (Mitteldeutsche Zeitung, 25.3.2019)

1.2.19: Jäger verschanzt sich mit Schusswaffen

Weil ein 78-jähriger Jäger, der über mehrere Waffen verfügte, sich in seiner Wohnung verschanzt hatte, kam es in Iphofen zu einen Großeinsatz der Polizei: Teile der Innenstadt wurden abgesperrt, ein Spezialeinsatzkommando rückte an. Wegen familiärer Probleme war es offenbar zu einer Bedrohungssituation gekommen. (FOCUS online am 1.2.2019)

25.1.19: Jäger erschießt aus Versehen seine Tochter

Ein Jäger aus Karlsruhe hat in der eigenen Wohnung seine 19 Jahre alte Tochter erschossen. Der 56-Jährige Mann wollte gerade zur Jagd zu gehen, als sich ein Schuss aus seinem Gewehr löste und die Tochter traf. (Mitteldeutsche Zeitung, 25.1.2019)

22.1.19: Jäger statt Reh getroffen

Bei einer Drückjagd in Sachsen-Anhalt wurde ein Jäger am Oberkörper getroffen und verletzt. Ein Jagdkollege hatte auf ein Reh geschossen. (Mitteldeutsche Zeitung, 22.1.2019)

2 Kommentare

  1. Hans Jürgen Schimpff

    Wo ist Gott? Warum lässt er das Quälen und Töten von Tieren zu. Ich hoffe er bestraft alle die Tieren leid antun.

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