Law & Order

Hobby-Jäger: 70 Feuerwaffen bei Bande beschlagnahmt

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet wegen Widerhandlungen gegen die Jagdgesetzgebung und das Eidgenössische Waffengesetz.
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Anfang August ist die Kantonspolizei, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald und Natur, in Remaufens wegen Wilderei interveniert. In derselben Nacht wurden zwei mutmassliche Hobby-Jäger angehalten.

Am Dienstag, 6. August 2019, gegen 22:45 Uhr wurde die Intervention der Polizei verlangt wegen zwei Personen, die in der Nähe eines Waldes Remaufens ein Reh geschossen und danach die Flucht in den Wald ergriffen haben. Die Suche in derselben Nacht hat zur Anhaltung der beiden mutmasslichen Wilderer an ihren jeweiligen Wohnorten geführt.

Auf Anordnung des Pikett-Staatsanwalts, haben die Polizisten, mithilfe der Wildhüter, an verschiedenen Wohnorten im Vivisbachbezirk, mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Diese Massnahmen ermöglichten das Auffinden und die Beschlagnahmung von zirka siebzig Feuerwaffen aller Art (Karabiner, Gewehre, Pistolen …).

Etwa zwanzig dieser Waffen, die hauptsächlich bei einem Hobby-Jäger beschlagnahmt worden sind, wiesen von der Gesetzgebung verbotene Änderungen auf. Mehrere verbotene Bestandteile (Schalldämpfer, Nachtsichtzielgeräte …), die zum Gebrauch mit diesen Waffen kompatibel sind, wurden während der Hausdurchsuchungen ebenfalls aufgefunden und beschlagnahmt.

Die mutmasslichen Wilderer, zwei Schweizer im Alter von 30 und 44 Jahren, sind im Besitz eines Jagdausweises und im Vivisbachbezirk wohnhaft. Sie wurden vorläufig festgenommen und einvernommen, bevor sie nach den polizeilichen Massnahmen wieder auf freien Fuss gesetzt wurden.

Besagtes Reh wurde von den Wildhütern mithilfe eines speziell für die Suche von verletzten Wildtieren ausgebildeten Hundes tot im Wald aufgefunden. Die bis zum heutigen Tag durchgeführte Ermittlung hat die Überführung von drei weiteren Personen ermöglicht.

Es handelt sich um zwei Schweizer und einen Staatsangehörigen aus Kosovo im Alter von 21, 74 und 56 Jahren, die ebenfalls im Vivisbachbezirk wohnhaft sind. Die fünf vorgenannten Personen wurden bei der zuständigen Behörde zur Anzeige gebracht.

Jagd Schweiz ist der Dachverband der schweizer Hobby-Jäger. Der Verband vertritt laut Statuten die Interessen von rund 30’000 Jägerinnen und Jägern aus allen Landesteilen im In- und Ausland. In seiner Funktion trägt der militante Verein die Verantwortung dafür, dass es in der Schweiz diesen fragwürdigen Verband gibt, dessen Mitglieder laut Medienberichten nachweislich Jahr um Jahr im vierstelligen Bereich in Gesetzesübertretungen wie Verstösse gegen das Jagdrecht, Wilderei, Waffenschmuggel, Umwelt – und Verkehrsdelikte, Tierschutzverstösse und weitere Straftaten involviert sind. So gibt es zum Beispiel laut dem Amt für Jagd und Fischerei im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und/oder Bussen gegen Hobby-Jäger, die über die kantonalen Verbände diesem Verband Jagd Schweiz unterstellt sind.

2018: 1114 Anzeigen und Bussen
2017: 1384 Anzeigen und Bussen
2016: 1201 Anzeigen und Bussen
2015: 1298 Anzeigen und Bussen
2014: 1102 Anzeigen und Bussen
2013: 1122 Anzeigen und Bussen
2012: 1089 Anzeigen und Bussen

Offenbar sind diese Hobby-Jäger weder gut ausgebildet, noch haben sie eine gesunde moralische Hygiene.
Rechnet man diese Zahlen auf die ganze Schweiz hoch, erreicht man strafrechtliche Dimensionen, die so in einem Rechtsstaat nicht tragbar sind!

Das Gewaltmonopol gehört mit professionellen Wildhütern in die Hände des Staates und nicht an Jägerbanden delegiert.

Hobby-Jäger sind der übertragenen Verantwortung längst nicht mehr gewachsen und verunreinigen die Staatskasse mit Blutgeld aus ihren schäbigen Hobbys.

Die IG Wild beim Wild führt eine Liste mit Straftaten von Schweizer Hobby-Jägern, die es in die Medien geschafft haben.

Es gibt keine Verbände mit Rechtsstatus in der Schweiz, deren Mitglieder dermassen in der Kriminalität verwurzelt sind, wie beim Verband Jagd Schweiz.

Insbesondere bei der Jagd und den Hobby-Jägerinnen und Jägern ist es elementar, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake-News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze. Die Hobby-Jagd ist seit Jahrzehnten nichts anderes als eine permanent kostenintensive Baustelle, Flickenteppich und Streitpunkt für Politik, Forst- und Landwirtschaft, Verwaltungen, Justiz, Krankenkassen, Versicherungen, Tierschutz-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Polizei, Bund, Medien, usw.

Jeder andere Verein mit so viel krimineller Energie und gering ausgeprägter moralischer sowie ethischer Hygiene wäre von der Bundesanwaltschaft längst ins Visier genommen worden!

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Die Artikel auf der Website der IG Wild beim Wild sind von und mit den Mitarbeitern von der IG und weiteren Co-Autoren als auch von Dritten.

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