Generell heisst es: In den eigenen vier Wänden passieren die meisten Unfälle.

Leider lauern auch für Haustiere zahlreiche Gefahren im Haushalt. VIER PFOTEN gibt praktische Tipps, wie man das eigene Heim so gestaltet, dass sich der tierische Mitbewohner ungefährdet darin bewegen kann.

Hunde sollen sich nicht nur wohl fühlen, sondern auch sicher sein.

Der beste Tipp ist sicher, das eigene Domizil aus der Perspektive des Tiers zu betrachten. Fragen Sie sich ganz generell, was Sie als Hund, Katze, Meerschweinchen, Kaninchen, Vogel etc. interessant finden und theoretisch auch kletternd, springend, hoppelnd, fliegend erreichen könnten. Mit dieser kleinen Bestandsaufnahme aus tierischer Sicht kann man schon einige potenzielle Gefahren erkennen und entsprechend gegensteuern.

Janine Cirini, Campaignerin bei VIER PFOTEN Schweiz

Und so sieht die VIER PFOTEN Checkliste für ein tiersicheres Zuhause aus:

  • Sichern Sie Fenster, Türen und Balkone, so dass die Tiere nicht entwischen und sich verletzen können. Ein Katzengitter ist unbedingt zu empfehlen.
  • Platzieren Sie alle giftigen Pflanzen ausserhalb der Reichweite des Tiers, wie etwa Aloe Vera oder Buchsbaum.
  • Stellen Sie sicher, dass das Tier nicht an elektrischen Kabeln nagen kann. Am besten ist es ohnehin, die Kabel durch Schutzschläuche zu führen.
  • Lösen Sie jegliche Schlaufen oder schneiden Sie sie durch (Vorhangkordeln etc.), um ein Strangulieren zu verhindern.
  • Halten Sie Räume wie Garagen und Werkstätte, in denen oft giftige Stoffe aufbewahrt werden, geschlossen. Giftige Reinigungsmittel sollten ebenfalls sicher weggesperrt werden.
  • Achten Sie auf «Leitern», die neugierige Haustiere erklimmen können, um an höher gelegene Bereiche wie Arbeitsplatten und Tische zu gelangen.
  • Vorsicht bei heissen Herdplatten! Halten Sie die Tiere beim Kochen auf Distanz zum Herd.
  • Lassen Sie Medikamente nicht dort liegen, wo Haustiere sie erreichen können.
  • Halten Sie alle Lebensmittel ausser Reichweite (in Schachteln, Schränken, auf Schränken, in einer Speisekammer, …). Es gibt Nahrungsmittel, die bei Tieren grossen Schaden anrichten können. Beispiele sind etwa Schokolade in grösseren Mengen oder Birkenzucker beim Hund.
  • Hundewelpen erfordern besondere Vorsicht, da sie alles erkunden und ins Maul nehmen wollen.
  • Halten Sie die Abfalleimer abgedeckt oder bewahren Sie sie in einem Schrank auf.
  • Halten Sie die Toiletten geschlossen, da vor allem Katzen gerne versuchen, daraus zu trinken und hineinfallen können.
  • Wenn Sie einen Garten haben, sorgen Sie dafür, dass Ihr Liebling nicht entkommen kann. Die Umzäunung sollte ausreichend hoch sein.
  • Wenn Sie einen Pool oder eine andere offene Wasserstelle im Garten haben, decken Sie sie unbedingt ab oder stellen Sie eine Ausstiegshilfe zur Verfügung.

Janine Cirini betont zudem: «Dies sind ganz grundlegende Dinge, die jede Tierhalterin und jeder Tierhalter beherzigen sollte. Je nach Tierart kommen natürlich auch spezifische Risiken dazu, über die man sich unbedingt informieren sollte.»

Die Sicherheit für das eigene Tier sollte wirklich jedem Menschen ein Anliegen sein. «Es ist doppelt schmerzhaft, den geliebten vier- oder zweibeinigen Gefährten zu verlieren oder schwer verletzt zu sehen, weil man nicht ausreichend vorgebeugt hat. Man kann dem Tier und sich selbst mit ein bisschen Umsicht viel Leid ersparen», so Cirini.

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