Kunterbunt

Covid-19: Umwelt sauber halten

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Gerade in Zeiten des Corona-Lockdowns zieht es noch mehr Menschen in die Natur, die warmen Frühlingstemperaturen und die bevorstehenden Osterfeiertage verstärken das zusätzlich.

Das ist begrüssenswert, denn frische Luft tut Körper und Seele gut. Jedem Erholungsuchenden muss allerdings bewusst sein, dass die schöne Natur- und Kulturlandschaft auch entsprechende Pflege und Achtsamkeit braucht. Dazu zählt unter anderem, seinen Müll nicht einfach in der Natur zurückzulassen. Es muss unser aller Ziel sein, Littering erst gar nicht entstehen zu lassen.

Risiko für Mensch und Tier

Plastikverpackungen, Zigarettenstummel, Glasflaschen und Blechdosen, Karosserieteile, Elektroschrott und chemische Abfälle – all das wird in unserer Natur entsorgt. Müll am Weg- und Strassenrand ist nicht nur ein optisches Problem, sondern mindert sowohl die Qualität als auch die Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln. Jeglicher Abfall, der auf den Feldern landet, könnte zerkleinert und in den Boden eingearbeitet werden. Die Folge sind Erntegutkontaminationen und schliesslich Müllkontaminationen in Nahrungsmitteln, die möglicherweise nicht separierbar und bei weggeworfenen Chemikalien auch nicht erkennbar oder bestimmbar sind. Dadurch kann auch ein gesundheitliches Risiko für Konsumentinnen und Konsumenten entstehen. Für Wildtiere und Bodenorganismen stellen Abfälle ebenso eine Gefährdung dar, und auch die Auswirkungen auf Nutztiere sind gross: Verunreinigte Futtermittel können Tiere krank machen, durch Blech-, Plastik- oder Glassplitter steigt das Verletzungsrisiko.

Kleine Fische zappeln in achtlos weggeworfenen Plastikhandschuhen, die am Uferrand für sie zur Todesfalle geworden sind. Die Küken von Singvögeln strangulieren sich mit den Gummibändern von FFP-2-Masken, die die Vogeleltern als «Nistmaterial» ins Nest geschleppt haben und Igel verheddern sich mit ihren Beinchen im Masken-Müll oder ersticken im PP-Vlies der Einmalkittel.

Kleine Vögel wie Rotkehlchen und Spatzen, aber auch Falken und Schwäne klemmen sich mit den Haltegummis der Wegwerfmasken die Flügel ein oder verheddern sich mit ihren Füssen. Die Gummis wickeln sich obendrein leicht um den Schnabel. Das alles hindert die Vögel an der Nahrungssuche und -aufnahme. Möwen, Enten und Schwäne, aber auch Säugetiere wie Füchse und Wildschweine fressen unbeabsichtigt Reste verdreckter Schutzkleidung. Es kommt vor, dass Plastikteile, Filteraufsätze und Reste von Schutzvisieren im Tiermagen zum Hungertod führen. Auch in den Verdauungsorganen von Haustieren wie Hunden und Katzen finden Tierärzte immer häufiger Plastikreste, die sich als Covid-19-Schutzmaterial identifizieren lassen.

Hinzu kommen Schädigungen an landwirtschaftlichen Maschinen, und der erhöhte Arbeitsaufwand für die Landwirte, unsere Natur von Abfällen zu befreien, ist nicht zu unterschätzen. Achtlos weggeworfener Müll wirkt sich also nicht nur negativ auf Mensch und Tier aus, sondern kostet auch Zeit und Geld.

Eigentlich wissen wir alle, dass Abfall nicht in die Natur gehört. Trotzdem landet aus Bequemlichkeit oder Unachtsamkeit viel Müll in der Natur. Für Vögel sind insbesondere Schnüre und Fäden gefährlich, da sie sich darin verheddern können. Herumliegender Abfall sollte daher konsequent entsorgt werden.

Ebenso wie die Kaufentscheidung und der richtige Gebrauch einer Ware, ist auch das ein wichtiger Teil der Konsumentenverantwortung: die richtige Entsorgung.

Wer seinen Müll in die dafür vorgesehenen Sammelbehälter wirft, schützt unsere Natur, das Klima und letztendlich unsere zukünftigen Nahrungsmittel sowie die Futtermittel für die Tiere.

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