Jagdgesetz

Statistik tödlicher Jagdunfälle

In der Schweiz gibt es jedes Jahr mehr menschliche Verletzte und Todesopfer durch die Risikogruppe Hobby-Jäger als durch islamische Terroristen, Sekten, Mafia, Wölfe und Rockerbanden zusammen.
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In der Schweiz verlieren jedes Jahr durchschnittlich 184 Menschen beim Sport ihr Leben. In 58 dieser Fälle ist das Opfer eine Touristin oder ein Tourist. Den prozentual höchsten Anteil an ausländischen Getöteten verzeichnet das Basejumping, bei dem mehr als drei Viertel der Todesopfer Touristen sind. Besorgniserregend ist die Statistik über Jagdunfälle in der Schweiz.

Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen der Popularität einer bestimmten Sportart bei ausländischen Gästen und deren Anteil an den tödlichen Unfällen.

Die schweizer Bevölkerung ist insgesamt sehr sportlich – und dass Sport im Allgemeinen die Gesundheit fördert, ist unbestritten. Die Kehrseite: Jährlich verletzen sich hierzulande 400’000 Personen beim Sport und 184 kommen dabei sogar ums Leben. Diese Zahlen stammen aus einer neuen Erhebung der BFU.

Im Mehrjahresdurchschnitt sind es in der Schweiz vier Hobby-Jäger, die während ihres Hobbys die ewigen Jagdgründe aufsuchen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt die Zahl der Unglücke dramatisch an, laut der Statistik über Jagdunfälle in der Schweiz.

Seit Beginn der BFU-Statistik (im Jahr 2000) sind es insgesamt 65 Todesfälle in der Schweiz (Stand 2019) und über 200 nicht tödliche Unfälle mit Jägerwaffen von Tausenden Unfällen. Alle 29 Stunden passiert ein Jagdunfall und praktisch alle 3 1/2 Monaten ist ein Toter zu beklagen.

 Dabei gilt es anzumerken, dass sich die Zahlen auf die obligatorisch in der Schweiz unfallversicherten Personen beziehen. D.h., Unfälle mit Verletzungsfolgen bei Kindern, Rentnerinnen und Rentner oder Erwerbslosen sind darin nicht enthalten. Die meisten männlichen Hobby-Jäger sind Rentner und fehlen somit in der Statistik.

Alle seit dem Jahr 2000 auf der Jagd tödlich verunglückten Hobby-Jäger waren in der Schweiz wohnhaft.

Im Kanton Graubünden ereignen sich am meisten Unfälle auf der Jagd, gefolgt von den Jagdunfällen im Ausland. Es folgen die Kantone Tessin, Aargau, Wallis, St. Gallen und Bern.

Die Gefährdung Dritter durch die Risikogruppe Hobby-Jäger kann nach wie vor nicht aus den Daten der Unfallversicherer bestimmt werden. Dies, obwohl diesbezüglich Medien immer wieder darüber berichten. Zum Beispiel:

Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unserem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien. Jahr für Jahr werden Menschen durch Hobby-Jäger und Jägerwaffen getötet und verletzt, teilweise so schwer, dass sie im Rollstuhl sitzen oder ihnen Glieder amputiert werden müssen.

Interessen-Gemeinschaft Wild beim Wild

Die IG Wild beim Wild ist eine gemeinnützige Interessen-Gemeinschaft, die sich für die nachhaltige und gewaltfreie Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung einsetzt, wobei die IG sich auch auf die rechtlichen Aspekte des Wildtierschutzes spezialisiert hat. Eines unser Hauptanliegen ist, in der Kulturlandschaft ein zeitgemässes und seriöses Wildtiermanagement nach dem Vorbild vom Kanton Genf einzuführen – ohne Hobby-Jäger aber mit integren Wildhütern, die den Namen auch verdienen und gemäss einem Ehrenkodex handeln. Das Gewaltmonopol gehört in die Hände des Staates und nicht an sektiererische Hobby-Jäger-Banden delegiert. 

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