Anlässlich des Welt-Ei-Tages am 8. Oktober enthüllt ein neuer Untersuchungsbericht von Equalia einen Legehennenbetrieb im spanischen Castilla La Mancha, der das Käfigsystem verwendet.

Zu sehen sind u. a. gerupfte Hennen, die durch die Überbelegung in den Käfigen geschädigt wurden, oder Kadaver, die neben lebenden Hennen liegen.

Der Untersuchungsbericht der Nichtregierungsorganisation greift die Debatte über die Verwendung von Käfigen in der Eierproduktion auf und zeigt Bilder, die Hennen unter Bedingungen zeigen, die gegen europäische und spanische Vorschriften verstossen.

Diese Tatsachen sind typisch für ein Produktionssystem, zu dem die Föderation der europäischen Tierärzte eine kritische Überprüfung der Käfige gefordert hat, da sie die Ausprägung des natürlichen Verhaltens der Legehennen behindern.

Andererseits kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Bezug auf die lebenslange Überbelegung von Käfigen zu dem Schluss, dass Käfige weder ein sicheres noch ein nachhaltiges Produktionssystem sind, da sie Risiken für die Lebensmittelsicherheit und die menschliche Gesundheit bergen. Die EFSA kam zu dem Schluss, dass die hohe Dichte von Geflügel in Käfigen im Vergleich zu Geflügel in Bodenhaltung zu einer höheren Prävalenz, Persistenz und Entwicklung von Salmonellen führt.

Zusätzlich zu diesen Bildern, die im Käfigsystem üblich sind, werden in dem Bericht auch Schädlinge wie Ratten, die zwischen den Vögeln umherlaufen, und Milben, die sich in den für den menschlichen Verzehr bestimmten Eiern ansiedeln, ausdrücklich erwähnt. Die Rechtsabteilung von Equalia ist der Ansicht, dass der Inhalt der Bilder angeblich schwere Straftaten im Bereich der Tierquälerei und der öffentlichen Gesundheit darstellt, und hat daher die entsprechende Beschwerde gegen den Betrieb eingereicht.

Die Eurogroup for Animals fordert gemeinsam mit ihren 81 Mitgliedern in ganz Europa die Europäische Kommission auf, sich für eine ehrgeizige Überarbeitung der Tierschutzgesetze einzusetzen. Die Kampagne „Kein Tier zurücklassen“ beleuchtet die Mängel der aktuellen Gesetzgebung und unterstreicht die Dringlichkeit, dass die europäischen Tierschutzgesetze aktiv einen positiven Zustand von Gesundheit und Wohlbefinden fördern.

Die Verbraucher bringen seit Jahren ihre Ablehnung gegenüber dieser Art von Praktiken zum Ausdruck. Die jüngste Initiative auf EU-Ebene ist die Europäische Bürgerinitiative (EBI) End The Cage Age, bei der Equalia mit mehr als 170 Organisationen zusammengearbeitet hat. Diese EBI fand die Unterstützung von 1,4 Millionen Menschen und eine Mehrheit im Europäischen Parlament, die sich für ein Verbot von Käfigen nicht nur für Hühner, sondern auch für Schweine, Kälber, Kaninchen, Masthähnchen, Wachteln, Enten, Gänse und Gänse aussprachen.

Die Europäische Kommission sollte die Gelegenheit ergreifen, um bessere Tierschutzstandards zu schaffen. Es ist an der Zeit zu handeln und sich zu einer ehrgeizigen Überarbeitung der Tierschutzgesetze zu verpflichten, um sicherzustellen, dass kein Tier in diesem Prozess zurückgelassen wird.

1 Kommentar

  1. Stop die massentierhaltung … es muss sich endlich was ändern. Habt ihr kein Herz für Tiere. Die Menschen sollte man mal so halten

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