Kunterbunt

Michael Keaton kritisiert Fotoaufnahmen mit Bärenjungen

PETA setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Pünktlich zur Urlaubssaison ist Golden Globe-Gewinner Michael Keaton der Star eines neuen PETA US-Spots. Er fordert Touristen darin auf, keine Einrichtungen zu besuchen, in denen Tiere ausgebeutet werden und z.B. Bären für Fotos mit den Besuchern herhalten müssen. Keatons neuster Film Dumbo ist ebenfalls ein klares Statement gegen die Gefangenhaltung von Tieren.

„In freier Wildbahn bleiben Bärenjunge bis zu zwei Jahre lang bei ihren Müttern“, erklärt Keaton. „Doch im ganzen Land werden viele Jungtiere ihren Müttern schon sehr früh weggenommen, nur damit sie von profitgierigen Ausstellern als Fotomotiv missbraucht werden können. Für die schutzlosen Jungtiere bedeutet das lebenslanges seelisches Leid. Und da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, kann jeder Kontakt zur Öffentlichkeit lebensgefährlich sein.

Der Star aus Birdman erklärt den Zuschauern ausserdem, dass viele Bären hinter den Kulissen in engen Käfigen gehalten werden, in denen sie nichts weiter tun können, als ständig hin zu her zu laufen und zu schreien. In einem exklusiven Interview mit PETA US fügt er hinzu: „Es ist kein Problem, Bilder von sich selbst zu machen – man sollte einfach keine Tiere mit hineinziehen. Das ist eine Frage des Respekts. Es handelt sich um Lebewesen – ich mag es nicht, wenn man ihnen die Würde raubt oder sie derart lächerlich darstellt.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht zu unserer Unterhaltung da. Die Organisation weist darauf hin, dass Bären und andere Tiere, die für Fotoaufnahmen und Kontakt zu Menschen missbraucht werden, oft schon sehr jung von ihren Müttern getrennt werden. Die meisten durchlaufen ein gewaltsames „Training“, mit dem ihr Wille gebrochen wird. Oft hält man sie in engen, kahlen Käfigen oder Betongruben und nimmt ihnen jede Chance auf natürliche Verhaltensweisen wie Graben, Futtersuche oder das Durchstreifen grosser Gebiete.

Keaton reiht sich damit ein in eine lange Liste prominenter Personen, die sich bereits mit PETA US für Bären starkgemacht haben. Dazu gehören u.a. Alec Baldwin, Joan Jett, Mark Rylance, Casey Affleck, Sam Simon und Bob Barker.

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