Kunterbunt

Kenia: Verbietet Tötung und Export von Eseln nach China

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. PETA fordert mitfühlende Menschen auf der ganzen Welt auf, sich für Esel einzusetzen und keine Produkte mit Ejiao oder Eselgelatine zu kaufen.
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Nachdem eine Ermittlung von PETA Asien in Schlachthöfen in Mogotio und Naivasha zeigte, dass Esel von Mitarbeitern geschlagen wurden, ordnete der Kabinettssekretär des Umweltministeriums, Peter Munya, nun die Schliessung aller Eselschlachthöfe in Kenia bis nächsten Monat an. PETA Asiens Aufnahmen waren in von der Regierung zugelassenen Betrieben entstanden. Die Esel werden dort getötet, um zu einer traditionellen chinesischen Medizin namens Ejiao verarbeitet zu werden. 

Über 200.000 Unterstützer von PETA Deutschland und den internationalen Partnerorganisationen hatten sich an Munya in Kenia gewandt und ein Ende des Handels mit Eselhäuten gefordert. Denn die Tiere werden in dieser Industrie auf Lastwagen gepfercht und unter widrigsten Bedingungen zu teils weit entfernten Orten transportiert, z.B. in Nachbarländer. Eine Fahrt von der äthiopischen Grenze aus kann beispielsweise zwei Tage dauern. Über diesen Zeitraum erhalten die Tiere weder Wasser noch Nahrung. Viele brechen zusammen oder sterben sogar. PETA Asiens Ermittlung zeigte, dass Arbeiter zwei Esel, die während des langen Transports gestorben waren, vor dem Schlachthof liegen liessen. Ein anderer Esel war so schwer verletzt, dass er nicht mehr stehen konnte – sie zerrten ihn vom Transporter, warfen ihn zu Boden und traten ihn.

PETA begrüsst die Entscheidung von Kabinettssekretär Peter Munya, Kenias Esel zu retten. Mit der Schliessung dieser Schlachthöfe hat sein Land die Verbindungen zu einer grausamen Industrie gekappt, in der Millionen sanftmütige Esel auf schreckliche Weise getötet werden“, so Jason Baker, Senior Vice President of International Campaigns bei PETA Asien. „Niemand braucht Eselhaut – ausser den Tieren, die darin geboren wurden. PETA hofft nun, dass nun noch mehr Länder Stellung gegen Ejiao beziehen und dem Beispiel Kenias folgen.“

Pakistan und zahlreiche afrikanische Länder – darunter Botswana, Burkina Faso, Mali, Niger, Senegal, Tansania und Uganda – haben von China finanzierte Schlachthöfe bereits verboten oder Vorgaben gegen den Export von Eselhäuten nach China eingeführt. Zudem erklärten sich diverse Unternehmen, z.B. eBay, bereit, keine Produkte mit Ejiao mehr zu verkaufen.

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Die Artikel auf der Website der IG Wild beim Wild sind von und mit den Mitarbeitern von der IG und weiteren Co-Autoren als auch von Dritten.

2 Kommentare

  1. Avatar

    Was soll denn das bringen, die Schliessung für einen einzigen Monat?
    „… der Kabinettssekretär des Umweltministeriums, Peter Munya, nun die Schliessung aller Eselschlachthöfe in Kenia bis nächsten Monat an“. Echt unglaublich, was Tieren durch empathielose Wesen angetan wird!

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