Ein schwerer Ausbruch der Vogelgrippe bringt für Israel ein komplettes Jagdverbot.

Diesen Entschluss hat die Umweltministerin Tamar Sandberg getroffen, auch um die Gesundheit von Hobby-Jägern zu schützen.

Umweltschutzministerin Tamar Zandberg unterzeichnet ein Jagdverbot bis zum Ende der laufenden Saison Ende Januar, um die Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen, der bereits Tausende von Wildkranichen und Hausvögeln zum Opfer gefallen sind.

Die amtierende Leiterin der israelischen Natur- und Parkbehörde, Raya Shourky, bedankte sich bei Zandberg und erklärte, dass das Virus bekanntermassen auch auf andere Tierarten wie Katzen, Wiesel und Schweine und in seltenen Fällen sogar auf den Menschen übergehen kann.

In den vergangenen Monaten ist es in Israel in mehreren Legebatterien zu Ausbrüchen der Vogelgrippe gekommen. Hunderttausende von Legehennen wurden bereits getötet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. In den letzten Wochen haben sich aber auch viele Wildvögel infiziert. Unter anderem verendeten mehrere tausend Kraniche. Sie kommen als Zugvögel aus Südeuropa nach Israel, um dort auf dem Weg nach Afrika Station zu machen. „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine besonders aggressive Variante der Vogelgrippe handelt, die zu massiver Sterblichkeit bei Vögeln führt“, hiess es in der Mitteilung des Umweltministeriums.

Auch in Deutschland „stärkste Geflügelpest-Epidemie überhaupt“

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatte Ende Dezember mitgeteilt, auch in Deutschland und Europa erlebe man derzeit „die stärkste Geflügelpest-Epidemie überhaupt“. Täglich kämen neue Fälle hinzu, und das nicht nur bei Wildvögeln. Nach Angaben aus Israel sind auch Enten und Tauben, die normalerweise gejagt werden dürfen, von der Krankheit betroffen. Man gehe davon aus, dass die Jagd auf Vögel die Ausbreitung der Krankheit begünstige, weil Schüsse der Hobby-Jäger dazu führten, dass leicht erkrankte Vögel fortfliegen und die Vogelgrippe in weitere Gebiete tragen.

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