Kunterbunt

In Norditalien ist die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen

In Piemont und Ligurien wurden erste Wildschwein-Kadaver gefunden, die mit dem tödlichen Virus infiziert waren.

Für Wild- und Hausschweine ist das Virus hoch ansteckend und zu 90 Prozent tödlich. Weder ist eine Heilung möglich, noch gibt es eine Impfung dagegen. Bislang betroffen sind 78 Gemeinden in Piemont und 36 in Ligurien.

In Italien kam das Virus, das laut der Website des italienischen Gesundheitsministeriums seit 2014 in Polen, Deutschland, Estland, Lettland, der Slowakei, Griechenland, Litauen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien vorkommt, über die Strasse aus Georgien. Dies wurde durch Laboruntersuchungen an etwa 20 Tierkörpern bestätigt. Hobby-Jäger sollen auf Jagdtrophäen verzichten.

Das Seuchengebiet beginnt nur 135 Kilometer von der Tessiner Grenze entfernt. Neben der Aussetzung der Jagd sieht die Anordnung auch eine Verstärkung der passiven Überwachung durch aktive Suche nach Wildschweinkadavern vor, vor allem in der Provinz Massa Carrara.

Man müsse jetzt darauf achten, dass die Wildschweine im Sperrgebiet blieben und nicht durch die Jäger oder Ausflügler in Richtung Norden getrieben würden, betont Kantonsveterinär Luca Bacciarini.

Die örtlichen Behörden handelten sofort. Für die kommenden sechs Monate wird die Jagd eingestellt. Wandern, Pilze und Trüffel sammeln sowie Mountainbike fahren sind streng verboten. Seit vergangener Woche müssen erste Schweinehalter ihre Tiere keulen. Bis zum Sommer darf nicht gezüchtet werden und kein Frischfleisch aus der roten Zone geschafft werden.

Roberto Moschi, Veterinärdienstleiter von ALISA (ligurische Gesundheitsbehörde der Region) selbst gibt den Grund für den „Lockdown“ im Wald an: „Das Betretungsverbot im Seuchengebiet soll verhindern, dass sich die Wildschweine bewegen. Sie müssen dort bleiben, sie dürfen nicht gestört werden sagen: In wenigen Tagen werden alle infizierten Wildschweine sterben. Wenn sicher ist, dass das Virus auf dieses Waldgebiet beschränkt bleibt, wird dort alles selektiv getötet.

Wildschweine in Hülle und Fülle

Die Situation ist besonders alarmierend, da auf der Halbinsel die Zahl der Wildschweine sehr hoch ist, es gibt rund 2,3 Millionen Exemplare. Ein Problem, das aus der Ferne kommt, fasst der Agrarunternehmer Mauro Bianco zusammen: „Das Gesetz 157 von 1992, das die Jagd und Wildtiere regelt, ist alt und muss geändert werden. Es ist ein gescheitertes Management.“ In Genua gibt es mehr Wildschweine als Katzen. Sie kommen in die Städte herunter, weil sie Nahrung finden.

2 Kommentare

  1. snack sparrow Reply

    Gibt es eine Publikation nach wissenschaftlichen Standarts,die auf den Postulaten von R.Koch fußen? Wo sind die Virus-Beweise?

  2. snack sparrow Reply

    Ein totes Tier bei dem (angeblich) Viren nachgewiesen wurden,ist kein Beweis dafür,dass es auch daran gestorben ist.
    Es ist eigentlich nicht möglich,dass Wildschweine an einem Virus erkranken oder gar sterben. Viren bevorzugen ein saures Milieu.Wildschweine sind aufgrund ihrer Nahrung nicht sauer,sondern basisch.In einem basischen Milieu lassen sich keine Viren nieder.

    Siehe dazu : DIE MIKROBE IST NICHTS,DASS MILIEU IST ALLES (YouTube)

Antwort auf snack sparrow Antwort annullieren