Kunterbunt

Gesetzgebung würde es britischen Mietern erleichtern, mit Haustieren zu wohnen

Die britische Regierung könnte es Menschen mit Haustieren bald leichter machen, Häuser zu mieten.

Am 16.6.2022 wurde ein Strategiepapier mit Vorschlägen für neue Rechtsvorschriften für den Mietmarkt veröffentlicht. Darin heisst es unter anderem, dass das Gesetz zur Reform des Mietrechts Vermieter daran hindern würde, pauschale „Haustierverbotsklauseln“ in Verträge aufzunehmen.

Dies bedeutet, dass Vermieter eine angemessene Erklärung abgeben müssen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Mieter Haustiere halten. Mieter haben ausserdem das Recht, gegen einen Vermieter vorzugehen, wenn dieser sie an der Haltung eines Haustiers hindert.

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Der Gesetzentwurf zur Reform des Mietrechts wird dem Parlament voraussichtlich noch vor Ende des Frühjahrs nächsten Jahres vorgelegt werden.

Ein grosser Tag für den Tierschutz und die Mieter

Die Briten lieben ihre Haustiere. Im April zeigten Daten von Statista, dass die Zahl der Haustierbesitzer im Vereinigten Königreich so hoch ist wie nie zuvor. Mehr als 60 % der Haushalte leben mit einem Haustier zusammen.

Das Unternehmen stellte fest, dass dies wahrscheinlich auf die Pandemie und die steigende Zahl von Menschen, die von zu Hause aus arbeiten, zurückzuführen ist.

Weitere vom Deposit Protection Service (DPS) veröffentlichte Daten nennen die Unterbringung eines Haustieres als häufigen Grund für einen Wohnungswechsel zwischen Oktober 2021 und März 2022.

Es ist interessant zu sehen, dass die gemeldete Beliebtheit von Haustieren während der Schliessungszeit einen anhaltenden Einfluss auf die Prioritäten der Mieter zu haben scheint„, sagte Matt Trevett, Geschäftsführer des DPS, Anfang des Jahres.

Die hohe Nachfrage nach Mietobjekten bedeutet, dass Mieter, die sich eine Wohnung sichern, die Haustiere erlaubt, in der Regel länger bleiben. Dies führt zu mehr Sicherheit für Mieter und Vermieter.

Ein Hauptgrund für Vermieter, keine Haustiere zu erlauben, sind mögliche Schäden. AdvoCATS, eine Organisation, die mit Tierrettungsorganisationen, Vermietern und Mietern zusammenarbeitet, stellt jedoch fest, dass Schäden nicht üblich sind. Sie stellt fest, dass drei Viertel der katzenfreundlichen privaten Vermieter keine Probleme mit Tieren in ihren Häusern haben.

Die Organisation hat dazu beigetragen, den neuen Gesetzesentwurf voranzutreiben. Ihre Mitbegründerin Jen Berezai bezeichnete den gestrigen Tag als einen „grossen Tag für den Tierschutz und die Mieter„.

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