Es ist unwahrscheinlich, dass die EU den Transport lebender Tiere zwischen den Mitgliedsländern verbietet.

Aber sie könnte eine achtstündige Höchstdauer für den Transport einführen, die den Handel mit lebenden Tieren zwischen einigen europäischen Ländern effektiv beenden würde.

Während eines Online-Briefings am 29.9.2021 während eines Besuches in Bulgarien erklärte die Europaabgeordnete Tilly Metz, dass der EU-Ausschuss für Tiertransporte (ANIT), der derzeit Vorwürfe über Tiermisshandlungen während des Transports untersucht, seine endgültigen Empfehlungen voraussichtlich Anfang Dezember veröffentlichen wird. Das EU-Parlament könnte dann im Januar 2022 über die Empfehlungen des ANIT abstimmen.

Metz, die Vorsitzende des ANIT-Ausschusses, sagte, andere Empfehlungen könnten ein Verbot oder ein teilweises Verbot des Exports von Lebendtieren aus der EU beinhalten. Das Teilverbot könnte die Form von Ländern annehmen, in die europäische Tiere transportiert werden dürfen und in die nicht.

Gabriel Paun, EU-Direktor von Animals International, kommentierte den Vorschlag des ANIT-Ausschusses, die Transportdauer auf acht Stunden zu begrenzen, als einen Sieg für die Tiere, für den sich die Aktivisten seit langem eingesetzt haben.

Ein Verbot von Lebendtierexporten in Länder ausserhalb der EU wäre ein weiterer Sieg, so Paun, nicht aber ein System von weissen und schwarzen Listen.

Ein System mit weissen und schwarzen Listen würde suggerieren, dass es Schiffe gibt, die Tiere sicher transportieren und ihr Wohlergehen schützen können, und dass es Exportdestinationen ausserhalb der EU gibt, in denen die Tiere auf eine Art und Weise gepflegt und geschlachtet werden, die den EU-Vorschriften entspricht. Aber ich kann Ihnen sagen, dass es keine solchen Schiffe und keine solchen Bestimmungsorte gibt.

Gabriel Paun, EU-Direktor von Animals International

„Ich war in diesen Ländern und habe diese Schiffe gesehen, und alles, was ich je gesehen habe, war, dass die Tiere misshandelt wurden. Die EU hat auch keine Möglichkeit zu kontrollieren, was auf den Schiffen oder am Zielort passiert“, fügte Paun hinzu.

Während des Briefings sagte Metz, es habe ein „kollektives Versagen“ der EU gegeben, Tiere während des Transports angemessen zu schützen. Sie fügte hinzu, dass die EU den Transport von lebenden Tieren ausserhalb der EU nicht weiter zulassen könne, wenn sie deren Wohlergehen nicht garantieren könne.

Die EU brauche ausserdem transparentere Vorschriften für Tiertransporte und müsse bestehende Schlupflöcher in den derzeitigen Regelungen schliessen.

3 Kommentare

  1. Lebendtiertransporte müssen verboten werden. Von der Hölle in die Hölle. Die Tiere sollten in der Region bleiben und es wäre sinnvoll weniger Tiere zu produzieren und dafür die Preise hoch und mehr tierwohl Politik ist gefragt um das tierleid zu beenden. Tiere sind Lebewesen und keine Ware,…

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