Kunterbunt

Echtpelz – echt mies fürs Image

Eine visuelle Installation von 1’000 wehenden Flaggen repräsentiert die weltweit 100 Millionen getöteten Pelztiere
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Tausende Unterstützerinnen und Unterstützer fordern online zusammen mit der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN im Rahmen der Kampagne «Echtpelz – echt mies fürs Image», dass Bekleidungsunternehmen aus dem Pelzgeschäft aussteigen und dass das Schweizer Parlament ein Pelzimportverbot einführt.

Aus diesem Grund organisierte VIER PFOTEN mit Unterstützung durch den Zürcher Tierschutz eine Aktion, um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Jährlich sterben 100 Millionen Pelztiere qualvoll für die Pelzmode. Sinnbildlich wehten gestern 1’000 Flaggen auf dem Areal des Tierheims des Zürcher Tierschutz – jede einzelne Flagge stand dabei symbolisch für 100’000 dieser Pelztiere. Circa 95 Millionen Wildtiere wie Nerze, Füchse, Marderhunde, Kaninchen und andere Tierarten werden gezüchtet und getötet, um als Jacke, Kragen, Kapuze oder sonstiges Accessoire zu enden. Zu den auf Farmen gezüchteten Tieren kommen jährlich ca. 5 Millionen wildlebende Füchse, Luchse und Kojoten hinzu, die mit Fallen auf der Jagd gefangen werden.

Echtpelz – echt mies fürs Image

Mit dieser gemeinsamen Aktion soll der Forderung nach einem Ende des Pelzverkaufs mehr Nachdruck verliehen werden.

Die Aktion ist ein Weckruf an alle, die noch im Pelzgeschäft feststecken, denn Echtpelz ist weder zeitgemäss noch ethisch vertretbar.

Nadja Brodmann, Mitglied der Geschäftsleitung des Zürcher Tierschutz

Echtpelz – echt mies fürs Image

Dieser Slogan richtet sich nicht nur an Modeunternehmen, denn diese sind nur ein Teil der ganzen Pelzindustrie. Der Slogan richtet sich auch an Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihrem Einkauf das Leid der Pelztiere unterstützen sowie an die ausländischen Pelzfarmen, welche die Tiere in engen Gitterkäfigen halten und nur der Felle wegen töten.

Die VIER PFOTEN-Länder Deutschland, Österreich und Schweiz haben in einer gemeinsamen Kampagne gleich mehrere Modeunternehmen ins Visier genommen. Das international tätige Modeunternehmen Madeleine war das primäre Ziel. Nach nur vier Monaten Kampagnenarbeit gab Madeleine bekannt, dass sie künftig auf Echtpelz verzichten werden. Ein nachhaltiger Entscheid, an dem sich andere pelzverkaufende Unternehmen ein Beispiel nehmen können. VIER PFOTEN widmet sich seit seiner Gründung dem Thema Echtpelz und hat mit seinen Kampagnen bereits bei vielen nationalen und internationalen Modeunternehmen zu einem Pelzausstieg beigetragen (u.a. Burberry und Charles Vögele) und diese beratend begleitet. Fashion Stylers, das nationale Ziel der laufenden Kampagne von VIER PFOTEN Schweiz, zeigte sich diese Woche erfreulicherweise offen für ein Gespräch über einen möglichen Pelzausstieg.

Echtpelz – echt mies fürs Image

Motion für ein Pelzimportverbot

In der Schweiz gibt es keine Pelzfarmen mehr, allerdings werden immer noch tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte in grosser Zahl importiert. Nationalrat Matthias Aebischer hat im Parlament eine Motion für ein Verbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten eingereicht. Mit ihrer Aktion möchten VIER PFOTEN und der Zürcher Tierschutz auch die Politikerinnen und Politiker dazu auffordern, sich bei dieser Abstimmung für ein Pelzimportverbot auszusprechen, denn Echtpelz ist auch mies für das Image der Schweiz. 

Dominik del Castillo, Campaigner von VIER PFOTEN Schweiz

COVID-19-Übertragungen / Verbot von Pelzfarmen

Das Risiko von COVID-19-Übertragungen konnte man seit letztem Herbst in allen Medien verfolgen. Millionen von Nerzen auf über 400 Pelzfarmen haben sich in der EU mit dem Virus infiziert. Zum Schutz der Gesundheit des Menschen wurden sämtliche 20 Millionen Nerze gekeult. Die Niederlande reagierten auf diese neue Bedrohung von möglichen COVID-19-Übertragungen, indem sie die Schliessung der Nerzfarmen von 2024 auf den 1. März 2021 vorverlegten. Andere Länder setzen die Nerzproduktion bis mindestens Ende 2021 aus. Dies ist allerdings nicht genug, um COVID-19 zu bekämpfen und Pandemien in Zukunft zu verhindern. Dafür braucht es weitere nachhaltige Lösungen, wie z.B. ein Verbot aller Pelzfarmen.

Tausende gekeulter Nerze werden in Dänemark begraben

Eine Kooperation mit einem ebenfalls sehr erfahrenen Partner

Der Zürcher Tierschutz setzt sich ebenfalls erfolgreich gegen Echtpelz ein und hat in der Vergangenheit schon mehrere Unternehmen beim Ausstieg aus dem Pelzgeschäft begleitet. Die Organisation verbuchte Erfolge mit Globus, Jelmoli, PKZ und nun jüngst mit dem Modehaus Kofler. 

Weitere Informationen zur Pelzindustrie finden Sie hier.

Die Pressemitteilung des Zürcher Tierschutz können Sie hier nachlesen.

«Eine aktuelle Meinungsumfrage zeigt ein eindeutiges Bild: 83 Prozent aller Befragten in der Schweiz lehnen das Halten und Töten von Tieren zur Gewinnung von Pelz für die Modeindustrie ab. Wir hoffen, dass bei der Parlamentsabstimmung über diese Motion der Wunsch der Bevölkerung von den Politikerinnen und Politikern ernst genommen und sich im Abstimmungsergebnis spiegeln wird.»

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