Kunterbunt

Alpaka «Geronimo» soll nicht sterben

Die Regierung hat angeordnet, dass das Tier eingeschläfert wird, nachdem es zweimal positiv auf Rindertuberkulose getestet wurde. Aber die Besitzerin des Tieres behauptet, die Tests seien ungenau.
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Die Tierschutzinitiative, die sich für die Rettung des in Grossbritannien angeblich an Rindertuberkulose erkrankten Alpakas Geronimo eingesetzt hat, ist wohl gescheitert.

Die Halter wollen sich dem „Tötungskommando“ des Umweltministerium jedoch notfalls mit Strassensperren und Barrikaden entgegenstellen.

Für das kranke Alpaka «Geronimo» hat ein britisches Gericht ein endgültiges Todesurteil gesprochen: Die zuständige Richterin am Londoner High Court lehnte es ab, eine einstweilige Verfügung zu erlassen, die das Tier nochmal verschont hätte.

Das Schicksal des Alpakas, das zweifach positiv auf eine ansteckende Rindertuberkulose getestet worden war, hatte zuletzt über England hinaus Schlagzeilen gemacht. Das britische Umweltministerium hatte die Tötung des Tieres veranlasst, um weitere Erkrankungen zu vermeiden. Die Halterin Helen Macdonald ist jedoch der Meinung, die Tests seien unzuverlässig, und hält «Geronimo» für gesund.

Helen Macdonald sagte, neun andere Tiere, die dem gleichen Test wie Geronimo unterzogen wurden, zeigten nach der Schlachtung keine Anzeichen der Krankheit, was auf einen möglichen Fehler in den Tests hindeutet.

Geronimo wurde im September 2017 erstmals positiv auf Rindertuberkulose getestet und befindet sich seither nach Angaben der Anwälte der Eigentümerin in Isolation. Das Tier wurde im selben Jahr aus Neuseeland importiert.

An ihrem Hof im westenglischen Dorf Wickwar hatten sich zuletzt etwa 30 Alpaka-Züchter, Anwohner und Aktivisten zusammengefunden, um «Geronimo» rund um die Uhr zu bewachen.

Das Umweltministerium wollte die Tötung am Mittwoch, dem 18.8.2021, nicht mehr durchführen. Man wolle der Halterin die Möglichkeit geben, sich darauf vorzubereiten. Helen MacDonald wurde eine Frist bis 16.30 Uhr gesetzt, um das Tier heute einschläfern zu lassen.

Mehr als 130.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, in der der Premierminister aufgefordert wird, die Tötung zu stoppen, was einen öffentlichen Aufschrei ausgelöst hat.

Ursprünglich stammen Alpakas aus den südamerikanischen Anden. Doch mittlerweile werden die Klein-Kamele in Europa gezüchtet. Auch in der Schweiz sind Alpaka-Wanderungen und Urlaube auf Alpaka-Höfen keine Seltenheit mehr.

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