Um die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen, haben Tierschützer 24 Nilpferde sterilisiert.

Die Behörden in Kolumbien haben 24 Nilpferde auf der ehemaligen Farm des verstorbenen Drogenbarons Pablo Escobar sterilisiert.

Die Wildiere hätten sich unkontrolliert vermehrt, erklärte die Umweltschutzorganisation Cornare. Escobar hatte zwei Nilpferde sowie weitere exotische Tiere wie Giraffen, Zebras und Kängurus auf der Farm gehalten. Nach seinem Tod wurden alle Tiere verkauft – bis auf die Nilpferde. Diese pflanzten sich zu einer Herde von 80 Tieren fort.

24 Nilpferden sei anhand von Pfeilen ein Medikament namens Gonacon verabreicht worden, teilte Cornare weiter mit. Dabei handle es sich um ein Verhütungsmittel, das sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen wirksam sei. Weitere elf Nilpferde seien auf herkömmliche Art sterilisiert worden.

Escobars Farm ist nun Touristenattraktion

Die vermutlich grösste Nilpferd-Herde ausserhalb Afrikas hatte zunehmend für Probleme gesorgt. «Die Anwesenheit dieser Tiere in einem Ökosystem, das nicht ihr eigenes ist, hat Folgen wie die Verdrängung der örtlichen Fauna.» Die Tiere hätten auch mehrfach Fischer angegriffen, erklärte der Cornare-Mitarbeiter David Echeverri.

Nach Escobars Tod 1933 hatte es Streit um den Besitz seiner 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bogotá gelegenen Farm gegeben. Der private Tierpark «Hacienda Napoles» wurde schliesslich als Attraktion für Touristen geöffnet.

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