Kunterbunt

15 Jahre Tierquälerei im Dschungelcamp

In diesem Jahr feiert das „Dschungelcamp“ sein 15-jähriges Jubiläum.

Noch immer missbrauchen die Verantwortlichen für die Show unfreiwillige Darsteller wie Kakerlaken, Spinnen oder Reptilien. PETA fordert nun alle Menschen auf, die Sendung zu boykottieren, solange weiterhin Tiere eingesetzt, getötet und gegessen werden. Zudem appelliert die Tierrechtsorganisation erneut nachdrücklich an die Produktionsfirma ITV Germany sowie die RTL-Dschungelcamp-Redaktion, das Format tierfreundlich zu gestalten.

ITV und RTL sollten sich schämen, Tiere rein zur Unterhaltung der Zuschauer auszubeuten und dadurch in Kauf zu nehmen, dass fühlende Lebewesen leiden und getötet werden. Wir fordern die Verantwortlichen auf, ab sofort keine lebenden oder extra für die Show getöteten Tiere mehr für das Format zu nutzen.

Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche

Format vermittelt gefährliche Botschaft

PETA hat in den vergangenen Jahren mehrfach an die Produktionsfirma ITV Studios Germany und RTL appelliert, für die Show keine Tiere mehr für Dschungelprüfungen zu missbrauchen. Der Organisation zufolge stelle das „Dschungelcamp“ einige Tierarten seit nunmehr über einem Jahrzehnt als Ekelfaktor dar und vermittelt eine völlig falsche Botschaft. Denn dadurch werden Zuschauer im Umgang mit Tieren desensibilisiert und abgestumpft – Mitgefühl für das Leiden und die Bedürfnisse von Tieren bleiben dabei auf der Strecke. Dr. Würz erklärt: „Tiere mögen sich in mancher Hinsicht von uns unterscheiden, doch in den ausschlaggebenden Punkten sind wir gleich – genau wie wir können Reptilien und andere Tierarten Schmerzen empfinden und wollen ein unversehrtes Leben in Freiheit.“ PETA weist darauf hin, dass Tiere in der Show nicht nur immensem Stress, sondern auch lebensgefährlichen Situationen ausgesetzt und getötet werden.

Verzehr von lebenden Tieren, tierischen Produkten und Körperteilen

In den vergangenen 14 Staffeln haben die Prominenten in verschiedenen „Prüfungen“ unter anderem lebende Insekten, Kakerlaken und Maden sowie Geschlechtsteile und verschiedenste Körperflüssigkeiten von Tieren verzehrt. Unter anderem wurden für das Format lebende Tiere wie Schlangen, Echsen, Ratten, Flusskrebse, Spinnen oder Skorpione eingesetzt.

Darüber hinaus wurden beispielsweise Genitalien von Kängurus, Hirschen und Krokodilen sowie die Augen von Fischen oder Schafen, Kamelblut, Buschschweinsperma, Entenfüsse sowie die Zunge einer Ziege verwendet. PETA weist zudem darauf hin, dass insbesondere exotische Wildtiere durch den Stress am TV-Set in Todesangst versetzt werden und dauerhafte Schäden davontragen können.

2 Kommentare

  1. Enders Gudrun⁶ Reply

    Ich wundere mich darüber, dass solche Sendungen genehmigt werden. Und ich verwahre mich dagegen, dass mit meinen Steuergeldern ein solcher Schrott produziert
    wird. Sind unsere Fernsehproduzenten schon so weit gesunken, dass ihnen nichts mehr anderes einfällt? Dann gute Nacht Deutschland…..

  2. Elke Winkler Reply

    Nicht nur, dass die Show grundsätzlich niveaulos ist (meiner Meinung nach) und dann auch noch Tiere mal wieder herhalten müssen, damit Mensch Spaß und Freude hat, ist schon traurig. Warum kann man die Tiere nicht einfach in Ruhe lassen. Ein Lebewesen zu quälen dürfte eigentlich nicht unterhaltsam sein. Gibt es keine anderen Ideen – Spaß ohne Tiere ist doch sicher auch möglich. Also ich sehe mir diese Show sowieso nicht an – reine Zeitverschwendung…

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