Kriminalität

Weltweit gesuchter Hobby-Jäger in Kenya verhaftet

Letzte Woche wurde Abdi Hussein Ahmed alias Abu Khadi, der in den USA wegen Wildtier- und Drogenhandels auf der Liste der Meistgesuchten stand, in Kenia verhaftet.

Ahmed soll an illegalen Aktivitäten von mehr als 35 Nashörnern und mehr als 100 Elefanten beteiligt gewesen sein.

Die Verhaftung erfolgte, nachdem das US-Aussenministerium im Mai dieses Jahres bekannt gegeben hatte, dass es eine Belohnung von bis zu 1 Million Dollar für Informationen auslobt, die zur Verhaftung oder Verurteilung von Ahmed wegen Beteiligung an grenzüberschreitender organisierter Kriminalität oder Verschwörung zur Beteiligung daran führen.

Die Belohnung, die über das Transnational Organized Crime Rewards Program (TOCRP) zur Verfügung gestellt wird, wurde auch für den Mitverschwörer Badru Abdul Aziz Saleh ausgesetzt, der am 31. Mai verhaftet wurde. Sowohl Ahmed als auch Saleh standen auf der Roten Liste von Interpol.

Es wird vermutet, dass sie Mitglieder einer grenzüberschreitenden kriminellen Vereinigung sind, die ihren Sitz in Uganda hat und in die umliegenden Länder ausstrahlt, um im grossen Stil mit Nashornhörnern und Elfenbein zu handeln.

Das Directorate of Criminal Investigations-Kenya (DCI) bestätigte die Nachricht von Ahmeds Verhaftung am 2. August auf Twitter. Nach einem Hinweis verhafteten die Ermittler Ahmed bei einer Razzia am frühen Morgen in Maua, Meru County, wo er in einem gemieteten Zimmer wohnte.

Laut der Anklageschrift soll er und sein Team von Dezember 2012 bis Mai 2019 mindestens 190 Kilogramm Nashorn-Horn und mindestens 10 Tonnen Elefanten-Elfenbein aus verschiedenen Ländern Ostafrikas, darunter Kenia, Uganda, die Demokratische Republik Kongo, Guinea, Mosambik, Senegal und Tansania, an Käufer in den Vereinigten Staaten und Ländern in Südostasien transportiert, vertrieben, verkauft und geschmuggelt haben.

Nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sind die kenianischen Häfen, insbesondere der Hauptumschlagplatz Mombasa, Hotspots für den Handel mit Drogen, Elfenbein, Nashornhörnern und Schuppentieren.

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