Die Behörden in Kolumbien haben über 300 Spinnen, Skorpione und Kakerlaken beschlagnahmt, die nach Europa geschmuggelt werden sollten.

Die Tiere seien in 210 Plastikbehältern auf dem internationalen Flughafen El Dorado in Bogotá gefunden worden, teilten die Behörden mit.

Die Spinnentiere hätten illegal von der kolumbianischen Hauptstadt nach Deutschland transportiert werden sollen.

Insgesamt wurden 232 Vogelspinnen, neun Spinneneier, 67 Kakerlaken und ein Skorpion mit sieben Nachkommen aufgefunden.

Das Umweltministerium wurde zum Fundort gerufen, nachdem die Flughafenpolizei eine verdächtige Ladung feststellen konnte„, hiess es in einer Erklärung.

Die Tiere waren in einem Koffer von zwei deutschen Staatsbürgern transportiert worden, die behaupteten, die Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken mitzunehmen.

Die beiden Verdächtigen wurden wegen des Verdachts festgenommen, die Spinnentiere ohne die erforderlichen Genehmigungen transportiert zu haben.

In der Zwischenzeit wurden die Spinnen, Kakerlaken und Skorpione in eine spezielle Einrichtung gebracht.

Fachleute werden biologische Bewertungen durchführen, um festzustellen, ob ein gewisses Mass an Risiko oder Bedrohung besteht„, so die Beamten.

Nach diesem Prozess wird die Umweltbehörde entscheiden, ob die Tiere freigelassen oder umgesiedelt werden sollen.

Wir erinnern die Öffentlichkeit daran, dass jede Forschung, auch wenn sie angeblich akademischen oder Forschungszwecken dient, ausdrücklich von den Umweltbehörden genehmigt werden muss„, sagte Kolumbiens Umweltministerin Carolina Urrutia.

Dies ist der zweite Fall in weniger als drei Monaten, in dem Wildtiere am Flughafen El Dorado beschlagnahmt wurden„, fügte sie auf Twitter hinzu.

Wildtierhändler versuchen oft, verschiedene Arten über die kolumbianische Hauptstadt ins Ausland zu schmuggeln.

Im September beschlagnahmten die Behörden 3’493 Haifischflossen – das entspricht zwischen 900 und 1.000 Haien -, die vom Flughafen El Dorado aus illegal nach Hongkong verschifft werden sollten.

Im Oktober 2018 wurden ausserdem 23 Vogelspinnen entdeckt, die in mehreren Müslischachteln auf dem Weg nach Seoul in Südkorea versteckt waren.

„Seit 2018 hatten wir keine Sendung von Vogelspinnen in dieser Grösse, die grösste, die wir in diesem Jahr hatten, waren Haifischflossen, und der Flughafen ist weiterhin ein Brennpunkt für den Handel mit Wildtieren in Bogotá“, sagte Urrutia.

Wildtiere sind in Freiheit und zu Hause immer besser aufgehoben„, fügte sie hinzu.

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