Law & Order

Tarzisius Caviezel: Vorstandsmitglied von Jagd Schweiz angezeigt

Ein Jagdhund des ehemaligen HCD-Präsidenten jagt ein Reh durch die Strassen von Davos-Clavadel, ehe er es tötet. Anwohner sind aber auch geschockt über die Reaktion des Davoser Landammans (FDP), Tarzisius Caviezel, schreibt der Blick. Er soll seinen Hund übel geschlagen haben. Caviezel bestreitet die mehrfachen Zeugenaussagen.

Am Samstagmorgen, den 2. Februar, hatten die Kinder einer Familie erst noch Freude ein Reh, das Zuflucht in ihrem Garten suchte, zu beobachten. Doch dann merkte sie, dass etwas nicht stimmte. Dem verängstigten Wildtier war ein fuchsteufelswilder Schweisshund, der nicht angeleint war, dicht auf den Fersen. «Der Hund kam von hinten angerannt. Extrem aggressiv.» Die Mutter sei dann aus dem Haus gerannt. Schreiend, um den Hund zu vertreiben.

Tarzisius Caviezel

«Er jagte dem Reh aber weiter nach, die Strasse runter», sagt auch eine weitere Augenzeugin, die im gleichen Quartier wohnt. Was beide zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Der Hund gehört dem Hobby-Jäger Tarzisius Caviezel (64), der schon seit 40 Jahren auf die Jagd geht und Vorstandsmitglied des militanten Jägerverbands Jagd Schweiz ist. Tarzisius Caviezel selbst bezeichnet die Jagd als Krankheit, von der er nicht geheilt werden kann. Sein Lieblingszitat ist:

Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.

Otto von Bismarck (1815 – 1898).

In der Tat ist die Jagd das Hobby, bei dem Lüge Programm ist.

Weiter unten, nahe dem Reha-Zentrum, bricht das Reh schliesslich erschöpft zusammen. Caviezels Schweisshund stürzt sich sofort auf das Tier. «Als ich dazugekommen bin, war der Schnee rund um das Tier schon blutgefärbt», sagt die Mutter gegenüber dem Journalist Flavio Razzino vom Blick.

Dem Reh habe der Wedel gefehlt und auch die Flanke sei aufgerissen gewesen. «Ich habe versucht, den Hund mit einem Skistock zu vertreiben», sagt sie. Erst dann stiess Caviezel dazu, in Begleitung eines zweiten Hundes. Laut Augenzeugin war auch dieser Hund nicht angeleint.

Caviezel soll seinen Hund geschlagen haben

Tarzisius Caviezel

«Ganz schlimm war dann, als meine Kinder und ich zuschauen mussten, wie Caviezel seinen Hund zur Strafe mehrfach übel getreten und geschlagen hat», sagt die Mutter. Er habe zudem das Reh genommen und es über die Leitplanke der Strasse gelegt. «Er versuchte offensichtlich, dem Tier das Genick zu brechen», erzählt sie.

Wenn Herr Caviezel das Tier nicht zu töten vermochte, hat er sich durch das Vorgehen also zumindest einer Misshandlung im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG und damit ebenfalls einer Tierquälerei schuldig gemacht.

Die Aussage der Mutter bestätigen weitere Augenzeugen, die vor Ort das Geschehen mitverfolgen konnten. Unter anderem musste wegen des Vorfalls ein Postauto anhalten, schreibt der Blick weiter.

In dem geschilderten Fall der Hetze eines Rehs durch einen Hund könnte der Tatbestand der Wilderei einschlägig sein. Für den Hundehalter statuiert Art. 77  TSchV eine spezifische Sorgfaltspflicht: „Wer einen Hund hält oder ausbildet, hat Vorkehrungen zu treffen, damit der Hund Menschen und Tiere nicht gefährdet.“ Laut eigenen Angaben von Tarzisius Caviezel ist sein Jagdhund entwichen, als er diesen an die kurze Leine nehmen wollte. Er behauptet jedenfalls, dem Hund keinen Jagdbefehl gegeben zu haben. Indem er seinen Hund nicht davon abhalten konnte, das Reh zu hetzen, hat er seine Sorgfaltspflicht gem. Art. 77 TSchV verletzt und sich mindestens der fahrlässigen Wilderei strafbar gemacht.

Durch das Schlagen seines Hundes hat sich der Hobby-Jäger der Tierquälerei i.S.v. Art. 26 des Tierschutzgesetzes (TSchG) strafbar gemacht. Eine Misshandlung liegt vor, wenn dem Tier ungerechtfertigt Schmerzen zufügt werden, welche von einer gewissen Intensität sind. Laut Angaben von Zeugen hat Tarzisius Caviezel seinen Hund zur Strafe mehrfach übel getreten und geschlagen.

“Wieso soll ich das tun?”

Rehe

Gegenüber Blick bestätigte der Hobby-Jäger zwar, dass sein Hund einem Reh nachgehetzt ist. Ihm sei sein Jagdhund abgehauen, als er ihn an die kurze Leine nehmen wollte. Fraglich ist, was für Signale der Hobby-Jäger aussendet, dass ein Hund in einem Dorf dermassen ausser Kontrolle gerät.

Der Hobby-Jäger bestreitet vehement, dass er seinen Hund geschlagen habe. «Wieso sollte ich das tun? Er hat ja an sich nichts Falsches gemacht. Der einzige Fehler war, dass er für das Nachjagen des Rehs keinen Befehl bekommen hatte», so Caviezel. Auch streitet er ab, dass sein zweiter Hund nicht angeleint war. Er wirft dem Journalisten vor, schlecht recherchiert zu haben.

Trotz unabhängiger Aussagen mehrerer Augenzeugen bleibt Caviezel bei seiner Version.

Das Bündner Amt für Jagd und Fischerei hat ein Verfahren eröffnet. Es werde abgeklärt, ob das Jagdgesetz verletzt wurde, konkret Artikel 18. Dort heisst es, wer seinen Hund wildern lasse, werde mit einer Busse bestraft. «Ich weiss, dass das eine Anzeige gegen mich zur Folge haben wird. Und dafür trage ich die volle Verantwortung», sagt Caviezel der Südostschweiz. Die IG Wild beim Wild erfüllt dem Vorstandsmitglied des dubiosen Vereins “Jagd Schweiz” diesen Wunsch mit einer Anzeige.

Sämtlichen Tierschutzstraftatbeständen muss von Amtes wegen nachgegangen werden, da es sich um sog. Offizialdelikte handelt. Es liegt somit nicht in der Kompetenz der Polizei, darüber zu entscheiden, ob eine begründete Meldung eines Tierschutzverstosses aufgenommen werden soll oder nicht. Bei konkreten Anhaltspunkten muss durch die Strafverfolgungsorgane (Polizei) eine Strafuntersuchung durchgeführt werden. Die Hauptverantwortung für die anschliessende Abklärung, ob tatsächlich ein Tierschutzstraftatbestand erfüllt wurde und wie ein Täter allenfalls zu bestrafen ist, tragen dann die kantonalen Untersuchungsbehörden und Gerichte.

Die Kantonspolizei Graubünden hat Kenntnis vom Vorfall am Samstag. Zuständig sei aber das Amt für Jagd und Fischerei. «Die Polizei hat nichts damit zu tun», sagt ein Mediensprecher zu Blick. Der Wildhüter, der in solchen Fällen gerufen werden muss, wollte sich gegenüber dem Journalisten auch nicht zum Vorfall äussern.

Ohne Kenntnis aller Umstände kann nicht nachvollzogen werden, wieso die Polizei vorliegend offenbar angab, damit nichts zu tun zu haben. Es ist korrekt, dass bei Verstössen gegen die Jagdvorschriften das Amt für Jagd und Fischerei als Aufsichtsbehörde zuständig ist. Die Misshandlungen des Hundes und des Rehs stellen hingegen Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung dar und fallen durchaus in die Kompetenz der Polizei.


In einer E-mail vom 11. September 2016 wird klipp und klar kommuniziert, dass der Hobby-Jäger Tarzisius Caviezel aus Davos, die unheilige Allianz als Vorstandsmitglied von Jagd Schweiz anführt, um die IG Wild beim Wild mundtot zu machen und von der Bildfläche verschwinden zu lassen, weil sie mit Klartext Fakten dokumentiert.

Verein Jagd Schweiz

Jagd Schweiz ist der Dachverband der Schweizer Hobby-Jäger. Der Verband vertritt laut Statuten die Interessen von rund 30’000 Jägerinnen und Jägern aus allen Landesteilen im In- und Ausland. In ihrer Funktion trägt der militante Verein die Verantwortung dafür, dass es in der Schweiz diesen fragwürdigen Verband gibt, dessen Mitglieder laut Medienberichten nachweislich Jahr um Jahr im vierstelligen Bereich in Gesetzesübertretungen, wie Verstösse gegen das Jagdrecht, Wilderei, Waffenschmuggel, Umwelt – und Verkehrsdelikte, Tierschutzverstösse und weitere Straftaten involviert sind.

So gibt es zum Beispiel laut dem Amt für Jagd und Fischerei im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und/oder Bussen gegen Hobby-Jäger, die über die kantonalen Verbände diesem Verband Jagd Schweiz unterstellt sind.

2018: 1114 Anzeigen und Bussen
2017: 1384 Anzeigen und Bussen
2016: 1201 Anzeigen und Bussen
2015: 1298 Anzeigen und Bussen
2014: 1102 Anzeigen und Bussen
2013: 1122 Anzeigen und Bussen
2012: 1089 Anzeigen und Bussen

Offenbar sind diese Hobby-Jäger weder gut ausgebildet, noch haben sie eine gesunde moralische Hygiene.

Rechnet man diese Zahlen auf die ganze Schweiz hoch, erreicht man strafrechtliche Dimensionen, die so in einem Rechtsstaat nicht tragbar sind!

Das Gewaltmonopol gehört mit professionellen Wildhütern in die Hände des Staates und nicht an Jägerbanden delegiert.

Hobby-Jäger sind der übertragenen Verantwortung längst nicht mehr gewachsen und verunreinigen die Staatskasse mit Blutgeld aus ihren schäbigen Hobbys.

Die IG Wild beim Wild führt eine Liste mit Straftaten von Schweizer Hobby-Jägern, die es in die Medien geschafft haben.

Es gibt keine Verbände mit Rechtsstatus in der Schweiz, deren Mitglieder dermassen in der Kriminalität verwurzelt sind, wie beim Verband Jagd Schweiz.

Insbesondere bei der Jagd und den Hobby-Jägerinnen und Jäger ist es elementar, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake-News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze. Die Hobby-Jagd ist seit Jahrzehnte nichts anderes als eine permanent kostenintensive Baustelle, Flickenteppich und Streitpunkt für die Politik, Forst, Landwirtschaft, Verwaltungen, Justiz, Krankenkassen, Versicherungen, Tierschutz-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Polizei, Bund, Medien usw.

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