Justiz & Kriminalität

Hobby-Jäger laufen Zoll in die Falle

Die Medien in der Westschweiz, Tessin und Deutschschweiz bringen in regelmässigen Abständen Nachrichten über illegale und kriminelle Praktiken der Hobby-Jäger unter der Haube vom militanten Verband Jagd Schweiz.
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Zollbeamte haben bei der Kontrolle zweier Hobby-Jäger aus der Schweiz vergangene Woche ein Jagdgewehr mit Munition sichergestellt. Sie überprüften das Fahrzeug der Männer auf der Autobahn 96 in Höhe des Rastplatzes Humbrechts.

Einer der beiden führte ein Jagdgewehr und Munition mit sich, für das er keine gültige waffenrechtliche Erlaubnis hatte. Die Ökorambos waren auf dem weg nach Tschechien und führten insgesamt drei Langwaffen mit sich.

Einer der beiden Waffennarren hatte seine Blaser R8 nicht ordnungsgemäss in seinen Europäischen Feuerwaffenpass eingetragen. Die Zöllner stellten die Waffe daraufhin sicher und leiteten ein Strafverfahren ein. Zudem kassierten sie 500 Euro Sicherheit für zu erwartende Strafe. Danach konnten beide die Fahrt fortsetzen, schreibt der Zoll aus Deutschland.

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Verein Jagd Schweiz

Jagd Schweiz ist der Dachverband der Schweizer Hobby-Jäger. Der Verband vertritt laut Statuten die Interessen von rund 30’000 Jägerinnen und Jägern aus allen Landesteilen im In- und Ausland. In ihrer Funktion trägt der militante Verein die Verantwortung dafür, dass es in der Schweiz diesen fragwürdigen Verband gibt, dessen Mitglieder laut Medienberichten nachweislich Jahr um Jahr im vierstelligen Bereich in Gesetzesübertretungen, wie Verstösse gegen das Jagdrecht, Wilderei, Waffenschmuggel, Umwelt – und Verkehrsdelikte, Tierschutzverstösse und weitere Straftaten involviert sind.

So gibt es zum Beispiel laut dem Amt für Jagd und Fischerei im Kanton Graubünden jedes Jahr über 1’000 Anzeigen und/oder Bussen gegen Hobby-Jäger, die über die kantonalen Verbände diesem Verband Jagd Schweiz unterstellt sind.

2018: 1114 Anzeigen und Bussen
2017: 1384 Anzeigen und Bussen
2016: 1201 Anzeigen und Bussen
2015: 1298 Anzeigen und Bussen
2014: 1102 Anzeigen und Bussen
2013: 1122 Anzeigen und Bussen
2012: 1089 Anzeigen und Bussen

Offenbar sind diese Hobby-Jäger weder gut ausgebildet, noch haben sie eine gesunde moralische Hygiene.

Rechnet man diese Zahlen auf die ganze Schweiz hoch, erreicht man strafrechtliche Dimensionen, die so in einem Rechtsstaat nicht tragbar sind!

Das Gewaltmonopol gehört mit professionellen Wildhütern in die Hände des Staates und nicht an Jägerbanden delegiert.

Hobby-Jäger sind der übertragenen Verantwortung längst nicht mehr gewachsen und verunreinigen die Staatskasse mit Blutgeld aus ihren schäbigen Hobbys.

Die IG Wild beim Wild führt eine Liste mit Straftaten von Schweizer Hobby-Jägern, die es in die Medien geschafft haben.

Es gibt keine Verbände mit Rechtsstatus in der Schweiz, deren Mitglieder dermassen in der Kriminalität verwurzelt sind, wie beim Verband Jagd Schweiz.

Insbesondere bei der Jagd und den Hobby-Jägerinnen und Jäger ist es elementar, dass die Bevölkerung ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake-News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze. Die Hobby-Jagd ist seit Jahrzehnte nichts anderes als eine permanent kostenintensive Baustelle, Flickenteppich und Streitpunkt für die Politik, Forst, Landwirtschaft, Verwaltungen, Justiz, Krankenkassen, Versicherungen, Tierschutz-, Umwelt- und Naturschutzorganisationen, Polizei, Bund, Medien usw.

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