Law & Order

Erschoss Hobby-Jäger den Ziegenbock?

Das Gewaltmonopol gehört in die Hände des Staates und nicht an Hobby-Jäger-Banden delegiert.

Werner Brenzikofer (72), Besitzer einer kleinen Ziegenherde in Maragnènes oberhalb von Sion, war in der Nähe seiner Tiere, als er ein “Pfeifen” hörte. Es war eine Kugel, die ein Ziegenbock namens Patrick traf .

Der Ziegenbock machte einen Sprung, drehte sich um und sackte zusammen“, sagt sein Besitzer.

Werner Brenzikofer versuchte dem Tier noch zu helfen. Vergebens. Der Bock ist tot. Dann glaubte Brenzikofer, er habe jemanden gesehen, der die Gegend verlassen hat, ohne ihn identifizieren zu können.

Der Tierfreund lässt seiner Trauer und seinem Zorn in der örtlichen Zeitung “Le Nouvelliste” freien Lauf. “Ich sorge mich so sehr um meine Tiere. Ich verwöhne sie jeden Tag. Ich wurde krank, als mein Ziegenbock starb“, sagt er. Und fügt hinzu: “Um 2 Meter hätte ich diese Kugel abbekommen können.

War der Ziegenbock wirklich ein Ziel? Dies wäre besorgniserregend. Das Gehege mit den Tieren befindet sich am Rande des Waldes mitten in einem Jagdgebiet.

Das Amt für Jagd und Fischerei hat Ermittlungen aufgenommen.

Ebenfalls im Monat November und im Kanton Wallis wurde ein 130 Kilogramm schweres Lama von einem Hobby-Jäger erschossen, der glaubte, ein Reh zu sehen (Wild beim Wild informierte).

Interessen-Gemeinschaft

Wild beim Wild


Die IG Wild beim Wild ist eine gemeinnützige Interessen-Gemeinschaft, die sich für die nachhaltige und gewaltfreie Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung einsetzt, wobei die IG sich auch auf die rechtlichen Aspekte des Wildtierschutzes spezialisiert hat. Eines unser Hauptanliegen ist, in der Kulturlandschaft ein zeitgemässes und seriöses Wildtiermanagement nach dem Vorbild vom Kanton Genf einzuführen – ohne Hobby-Jäger aber mit integren Wildhütern. Das Gewaltmonopol gehört in die Hände des Staates und nicht an Hobby-Jäger-Banden delegiert.