Jagdgesetz

Fallenjagd, Katzen- und Elterntierabschuss

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast will Deutschlands tierfeindlichstes Landesjagdgesetz durchboxen – PETA kritisiert rückwärtsgewandte Legalisierung von Tierquälerei
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Lizenz zum Töten: Die vom niedersächsischen Kabinett im Februar gebilligte Novelle des Landesjagdgesetzes beinhaltet zahlreiche gravierende Rückschritte beim Tierschutz.

Das Verbot für die Verwendung von Nachtzieltechnik soll aufgehoben werden, damit Hobby-Jäger Wildschweine und nachtaktive eingewanderte Arten wie Waschbär, Marderhund, Nutria, Goldschakal und Nilgans leichter töten können. Der Elterntierschutz wird unter anderem durch schwammige Formulierungen aufgeweicht. Ausserdem plant Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast, Hauskatzen für „wildernd“ zu erklären und zum Abschuss freizugeben, sobald diese sich mehr als 300 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt befinden – unabhängig davon, ob sie anderen Tieren nachstellen oder nicht. Schonungslose Jagdpraktiken wie der Einsatz von Totschlagfallen oder die Baujagd, die in einigen Bundesländern im Zuge von Jagdgesetznovellierungen weitgehend verboten wurden, sollen in Niedersachsen erlaubt bleiben, ebenso die Hobbyjagd auf Füchse und andere Beutegreifer. PETA fordert Barbara Otte-Kinast und die Landesregierung auf, den Entwurf zurückzuziehen und unter Einbeziehung von Tierschutzorganisationen zu überarbeiten.

Die geplanten Änderungen im niedersächsischen Jagdgesetz sind rückwärtsgewandt und ein Kniefall vor der Jägerlobby, die auch in der Landesregierung prominent vertreten ist. Wenn der Gesetzentwurf in dieser Form durchgeht, dann werden die Schmerzensschreie in Niedersachsens Wäldern unüberhörbar sein. Tierschutz hat Verfassungsrang und muss bei der Änderung des Landesjagdgesetzes berücksichtigt werden.

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA

Jagd ist grausam und aus wildbiologischer Sicht unnötig

Das niedersächsische Jagdrecht erlaubt schon jetzt zahlreiche grausame Praktiken, beispielsweise die Jagdhundeausbildung am lebenden Tier, die Baujagd oder die Fallenjagd mit Totschlag- oder Lebendfallen. Bei der Fallenjagd werden viele Tiere oft regelrecht zerquetscht oder leiden lange Panik, ehe sie per Kopfschuss getötet werden. Insbesondere bei Drückjagden, bei denen auch immer wieder Menschen zu Schaden kommen, sterben laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz bis zu zwei Drittel der Wildtiere nicht sofort. Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten die Wildtiere, leiden oft tagelang unter den Verletzungen und sterben qualvoll, wenn sie bei der sogenannten Nachsuche nicht gefunden werden.

Anerkannte Wildbiologen bestätigen, dass die Jagd aus ökologischer Sicht nicht notwendig ist. Dem renommierten Biologen Prof. Dr. Josef Reichholf zufolge regulieren sich im Wald wohnende Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse selbst, beispielsweise durch die Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten . Der Kanton Genf – in dem die Hobbyjagd seit über 40 Jahren verboten ist – ist nur ein Beispiel dafür. Hier darf sich die Natur fast gänzlich selbst regulieren. Die Folge: eine hohe Artenvielfalt und gesunde, stabile Wildtierpopulationen. Bei Wildschweinen wiesen Wissenschaftler nach, dass die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere in bejagten Populationen früher eintritt, wodurch sich die Geburtenrate erhöht. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass in dem Gebiet die Population der betreffenden Wildtiere ansteigt.

4 Kommentare

  1. Was ist das für ein Weib stück diese Barbra Otte- Kinast. Die Katzen und Muttertiere abknallen läßt . Dieses Weib stück sollte man abknallen und so etwas ist eine Landwirtschaftsministerin. Pfui Teufel

  2. Theodor Heuss: «Jagd ist eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf.»
    «Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit…»
    Wenn dem so wäre, müsste man sich dann nicht Sorgen um den Geisteszustand von Teilen unserer Regierung machen?

  3. Es ist einfach traurig was da die Landwirtschaft Ministerin von sich gibt. Ich glaube die hat ein has gegen Tiere.
    Sowas sollte ihr ambt hinlegen die ist nicht auf der richtige Platz Weg mit Barbara. Sie ist barbarisch

  4. Die Politik ist gefragt, diese tierquälerei zu stoppen. Was sind das nur für Menschen, die Tieren soviel leid zufügen. Höhere Strafen für diese tierquäler.

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