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Trophäenjagd schweizer jäger

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Viele Schweizer Hobby-Jäger gehen im Ausland auf Grosswildjagd und bringen das erlegte Tier als Trophäe zurück. Wenn es sich dabei um gemäss Washingtoner Artenschutzabkommen geschützte Tiere handelt, braucht es eine Bewilligung. Von 2010 bis 2018 erlaubte der Bund 423 solcher Einfuhren – auch umstrittene. Für die grüne Nationalrätin Meret Schneider ist die Trophäenjagd «ein Relikt aus der Vergangenheit».

Schweden ist ein weiteres Land, welches seine Vorbildfunktion im Tierschutz langsam aber sicher an teils kriminellen Jägerbanden verliert. Obwohl gegen EU-Recht verstossen wird, haben schwedische Behörden dem Druck der Jägermafia nachgegeben und die Lizenz erteilt, ab dem 1. März geschützte Luchse sogar während der Paarungszeit zu töten. Dafür haben sich über 3’000 Hobby-Jäger aus dem In- und Ausland registriert. Schon im Jahr 2017 wurden Luchse und deren Jungtiere von Trophäenjäger massakriert. 

Die Jagd im Kanton Zürich soll in ihrer heutigen Form endgültig abgeschafft werden.

Künftig sollen nur noch professionell ausgebildete WildhüterInnen eingesetzt werden. Dies fordert die kantonale Volksinitiative „Wildhüter statt Jäger“ der Tierpartei Schweiz (TPS).

Der Kanton Zürich soll „ein kantonweites Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten WildhüterInnen“ einführen, welches die Risikogruppe Amateur-Jäger ersetzt. Dabei soll die natürliche Regulierung des Wildtierbestandes im Vordergrund stehen. Bei kranken oder verletzten Wildtieren dürften nur vom Kanton angestellte Wildhüter eingreifen.

In der Schweiz wurden im letzten Jahr  über 138’000 Wildtiere geschossen, 2,6 % mehr als im Vorjahr. Die offizielle Eidgenössische Jagdstatistik, die dieser Tage aufgeschaltet wurde, zeigt, dass gefährdete Arten dabei nicht ausgenommen sind. Total werden 4’118 Abschüsse von Feldhase, Schneehuhn, Birkhahn und Waldschnepfe gezählt. Mit dem revidierten Jagdgesetz würde diese unzeitgemässe Jagd auf Jahrzehnte hinaus zementiert.

Die Jagd auf Raufusshühner und auch auf den Steinbock kann wildbiologisch nicht begründet
werden. Birk- und Schneehuhn richten keine Schäden an; Steinböcke minimal. Raufusshühner stehen durch Klimaerwärmung, zunehmende Störungen und Lebensraumverlust (touristische Infrastrukturen) unter Druck; beim Steinbock wird zunehmend die Inzucht in den Kolonien zum Problem. Die am 27.9.2020 zur Abstimmung kommenden Jagdgesetze sind nicht nur für die Wildtiere missraten.