Die Kommission für den Schutz der Tierrechte (CPDA) in Barcelona feiert in einer Feldstudie einen Erfolg, hinsichtlich der ethischen Kontrolle von Wildschweinbeständen mit einem Verhütungsimpfstoff.

Jagd hat eine Menge Probleme verursacht, aber noch keine gelöst

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Die Wildschweinpopulation von Vallès Occidental in Katalonien ist dank der Anwendung in einem Jahr um mehr als 400 Exemplare gesunken. Dies ist das Ergebnis, dass bisher durch ein von der Kommission für den Schutz der Tierrechte (CPDA) der Anwaltskammern von Katalonien und den Balearischen Inseln gefördertes Projekt erreicht wurde, an der auch die Abteilung für Tiergesundheit und Anatomie der Vereinten Nationen beteiligt ist. Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit dieses Impfstoffs bei städtischen und stadtnahen Wildschweinen mehreren Gemeinden im Vallès Occidental zu bewerten.

Die Projektträger bekräftigen, dass der Impfstoff bei allen Tieren, die ihn erhalten haben, wirksam war und dass folglich innerhalb eines Jahres 400 Exemplare nicht geboren wurden. Diese Zahl entspricht den Tieren, die von Hobby-Jägern im Vorjahr in der Region getötet wurden.

Darüber hinaus versichern die Wissenschaftler, dass die Jagd kein probates Mittel ist, um Wildschweinbestände zu reduzieren, sondern eine Veränderung des Ökosystems bewirkt und eine Zunahme der Wildschweinpopulation fördert. Dies führt zu dem Schluss, dass die Beseitigung von Individuen einer Art keine wirksame Methode ist, um sie zu kontrollieren und letztendlich zu einer mittelfristigen Zunahme führt.

Abgesehen von der Wirksamkeit der Methode weisen die Projektträger darauf hin, dass die Impfung langfristig mit wesentlich niedrigeren Kosten verbunden ist und dass Verkehrsunfälle vermieden werden, die auftreten können, wenn die Tiere vor den Gewehren der Jäger fliehen.

Genauso, wie dies bei der Kontrolle von Streunerkatzen durch Sterilisation oder mit Verhütungsfutter für Stadttauben der Fall war, erwies sich der jetzt für Wildschweine angewendete Verhütungsimpfstoff, als eine sehr wirksame und ethische Methode.

Wildbiologie

Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird. Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher – vor Ende des ersten Lebensjahres – ein, sodass bereits Frischlingsbachen trächtig werden. Auch das Durchschnittsgewicht der erstmalig fruchtbaren Wildschweine ist bei hohem Jagddruck geringer. In Gebieten, in denen wenig Hobby-Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein.

Schliesslich erinnern die Wissenschaftler daran, dass nach dem Tierschutzgesetz von Katalonien „ethische“ Methoden zur Bekämpfung von Tierbeständen eine Verpflichtung der öffentlichen Verwaltungen sind. Aus diesem Grund schlägt die CPDA der Rechtsanwaltskammer von Katalonien vor, dass der Stadtrat von Barcelona und das Landwirtschaftsministerium die Methode des Verhütungsimpfstoffs generell zur Bekämpfung der explodierenden Wildschweinpopulationen anwenden.

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1 Kommentar

  1. Heidemarie Rittscher bei

    Wieso können die Doofen Deutschen so etwas nicht, wahrscheinlich weil viele Abartigen Politiker selbst Jäger und Mörder sind.

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